Zu Ostern im Falschen Hasen

Die letzte Zeit war leider sehr stressig bei mir, daher habe ich hier auch nichts geschrieben, aber zu Ostern habe ich mir dann doch mal eine Auszeit gegönnt und bin mit meinem Freund seine Familie im Erzgebirge besuchen gefahren. Und da ich vor jeder „Reise“ gleich schaue, wo der nächste Veganer ist, haben wir einen Abstecher nach Dresden gemacht. Vielen Dank an dieser Stelle an die facebook-Gruppe „Dresden vegan“, in der ich einen Hinweis auf das Lokal „Falscher Hase“ gefunden habe. Vegan-Gruppen gibt es für einige Städte bei facebook und es macht wirklich Sinn, hier nach Lokalitäten zu suchen. Durch Suchmaschinen bzw. diverse Internet-Verzeichnisse findet man leider immer wieder Adressen von Restaurants, die schon lange geschlossen haben. Es ist noch gar nicht so lange her, dass wir in Dortmund ein Restaurant gesucht haben, das es wohl schon sehr lange nicht mehr gibt.

Nun aber zurück nach Dresden. Von der Stadt habe ich leider nicht allzu viel gesehen, bloß die beleuchtete Frauenkirche. Das letzte Mal war ich vor zwanzig Jahren dort, also kann ich auch nicht viel zur Stadt sagen. Wir sind extra zum Essen dorthin gefahren und zwar – passend zum Fest – in den Falschen Hasen, welcher das einzig rein vegane Restaurant in Dresden sein soll. Hunde sind erlaubt, es gab sogar einen lieben Hund, der in den Laden gehört. Es ist sehr gemütlich und die Bedienung absolut freundlich. Ein Tipp: setzt euch zum essen nicht auf die bequeme Couch – sie ist einfach zu niedrig und wahrscheinlich sah ich halb hinterm Tisch versunken auch total bescheuert aus. 😉

Als Vorspeise hatten wir eine Vorspeisenplatte für zwei Personen, von der wir zu viert genascht haben. Es war richtig lecker, vor allem die Reisbällchen.

 

Als Hauptspeise hatte ich einen „Satan“-Burger mit Seitan-Steak. Ich stehe eigentlich nicht so auf Seitan, aber ich wollte unbedingt einen Burger haben und die anderen waren mit Barbecue-Sauce, was ich noch schlimmer finde. Und der Burger hat mir tatsächlich richtig gut geschmeckt!

 

 

Mein Freund hatte eine Soljanka (ich musste jetzt doch noch mal eine Suchmaschine befragen, wie diese Suppe richtig geschrieben wird). Soljanka ist eine „säuerlich-scharfe Suppe der osteuropäischen Küche“, wie Wikipedia mir eben verraten hat. Im Internet findet man diverse Rezepte mit unterschiedlichen Grundlagen und Zutaten, von Wurst über Fisch bis hin zu Gemüse und eingelegten Gurken. Verfeinert wird das Ganze mit Kräutern, saurer Sahne und jeder Menge anderem Zeug. Tomatenmark scheint immer dabei zu sein. Ich selbst finde solch ein Durcheinander nicht so ansprechend, Martin war absolut begeistert und meinte, sogar das „Gefühl“ sei bei der veganen Variante erreicht worden. Ich habe mich nicht getraut, die Suppe zu probieren, aber sie scheint tatsächlich auch lecker gewesen zu sein. Naja, vielleicht traue ich mich beim nächsten Mal.

 

Wir waren zu viert essen. Neben einem Brotkorb, der aus diversen leckeren Brotarten und Dips bestand (und den ich nicht fotografiert habe), gab es noch Pasta mit Senf, Sesam und Rucola. Ich habe probiert, es hat richtig gut geschmeckt und ich muss unbedingt demnächst mal versuchen, ob ich diesen Geschmack auch hinbekomme. Allerdings mit mehr Rucola, denn in diesen Salat könnte ich mich reinsetzen! Das Ganze sah übrigens so aus:

 

Leider habe ich die Nachspeise nicht mehr fotografiert. Ich hatte Waffeln mit Apfelmus und „Sahne“, garniert mit Feige und Orange, dazu einen Cappuccino. Obwohl ich schon satt war, habe ich den Teller noch leer gemacht. Es war einfach zu gut. Der Abend war für alle wirklich schön. Wir müssen bald mal wiederkommen. Ich habe gelesen, dass es noch eine Eisdiele mit veganen Sorten und diverse andere Lokale mit veganen Speisen geben soll. Dresden, ich bin bald wieder da!

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