Was isst du denn überhaupt noch?

Die Frage bekommt doch jeder zu hören, der sagt, dass er vegan ist. Sogar als Vegetarier wird man das gefragt. Klar, wenn man in Supermärkte geht und erwartet, dort ein breites Spektrum an veganen Fertiggerichten und Nachspeisen zu bekommen, ist man tatsächlich aufgeschmissen, aber zum Glück gibt es frische Zutaten, die man wunderbar verarbeiten kann. Zudem kann man sich so sicher sein, was man isst und wie viel von welcher Zutat in der Mahlzeit ist. Also bestenfalls keine Glutamate, keine einfachen Kohlenhydrate, keine Trans-Fettsäuren, dafür eine vitaminreiche Vielfalt… Beim Kochen kann man Unverträglichkeiten besser beachten. Und wenn man sich mal richtig in den Biomärkten umsieht, oder doch mal ein Kochbuch anschafft (ich habe mich lange gewehrt), lernt man immer wieder neue Produkte kennen. Und außerdem: Kochen macht glücklich! 😉

Hier mal ein paar Beispiele der Mahlzeiten, die hier in den letzten Tagen auf den Tisch gekommen sind:

Sauerkrautcurry mit Gnocchi

 

Das Rezept habe ich aus dem Ox-Kochbuch Vier. Ich habe es nur ein wenig abgeändert und es war richtig, richtig lecker!

Das Rezept müsst ihr euch natürlich selbst besorgen, da ich es nicht einfach abschreiben darf, aber hier ein paar Informationen zu Sauerkraut: Es ist reich an den Vitaminen A, B, C, K, Ballaststoffen, Eisen, Kalzium und Kalium. Zudem ist es quasi fettlos, enthält 3 – 4 % Kohlenhydrate, kaum Kalorien und 1 – 2 % Proteine. Sauerkraut wird übrigens als medizinische „Wunderwaffe“ angesehen. Menschen mit Histamin-Unverträglichkeit sollten jedoch aufpassen.

Wirsingeintopf

Auch dieses Rezept habe ich aus dem Ox-Kochbuch Vier. Super lecker! Für mich habe ich allerdings den Räucher-Tofu weggelassen, da ich geräuchertes noch nie mochte. Wirsing enthält folgende Inhaltsstoffe: Phosphor, Kalzium, Magnesium, Kalium, Eisen, Zink, Vitamin A, jede Menge B-Vitamine, Vitamin C und E.

Und mit den Möhren bekommt ihr Carotin, Selen, Kalium, Kalzium, Phosphor, Zink, Natrium, Eisen, Magnesium und die Vitamine B, C und E.

Außerdem sind noch Kartoffeln drin: Wenig Eiweiß, dafür bestehend aus hochwertigen Aminosäuren. Kalzium, Magnesium, Kalium, Eisen und Phosphor sind auch enthalten. Ebenso die Vitamine B1, B2, B3, B5, B6 und C.

Schnitzel mit Paprika-„Sahne“-Sauce und Pommes

 

Japp, sowas gibt’s hier auch mal. Die veganen Schnitzel sind gekauft, ebenso die Pommes. Dafür ist wenigstens die Sauce selbstgemacht. 😉

Zutaten
1 Zwiebel
2 Knoblauchzehen
1 Paprika
1 kleiner Mangold
1 Packung Soja-Cuisine
Salz, Pfeffer, Paprikapulver und diverse Kräuter

Zubereitung der Sauce
Zwiebel und Knoblauchzehen hacken und glasig dünsten. Gewürfelte Paprika und Mangoldstiele dazu und ca. 10 Minuten mitdünsten lassen. Soja-Cuisine und die Mangoldblätter zugeben, würzen und alles noch mal ein paar Minuten köcheln lassen.

Das beinhaltet Mangold: Vitamine A, E und K, Magnesium, Eisen, Natrium und Kalium.

Mit Paprika bekommt ihr extrem viel Vitamin C (am meisten ist in roter Paprika), aber auch Vitamin E, Folsäure, Provitamin A, Eisen und Kalium.

Der Mythos, dass man mit Knoblauch Vampire verjagen kann, kommt übrigens daher, dass man Knoblauch als Allheilmittel angesehen hat. Tatsächlich soll er u. a. den Cholesterinspiegel senken, antibakteriell und antithrombotisch wirken und Darmkrebs vorbeugen. Und das hier ist enthalten: Allicin, Kalium, Selen, Vitamine A, B1, B6 und C.

Penne Bolognese

 

Ich nehme entweder Vollkorn- oder Dinkel-Nudeln. Das vegane Hack gibt es von diversen Herstellern zu kaufen. Schaut einfach mal im nächsten Biomarkt vorbei. Mir hat bisher jede Sorte geschmeckt – es kommt eben (wie auch bei Fleisch) auf die Zubereitung an.

Zutaten für die Bolognese:
1 Packung veganes Hack
2 – 3 Paprika
5 – 6 fleischige Tomaten
3 Knoblauchzehen
2 Zwiebeln
2 – 3 getrocknete Chilischoten
Salz, Pfeffer, Basilikum, Oregano, Paprikapulver und weitere Gewürze
Etwas trockener Rotwein
Etwas Soja-Cuisine

Zubereitung
Knoblauchzehen, Chilischoten und Zwiebeln hacken und glasig dünsten. Das vegane Hack hinzu und brutzeln lassen. Die Paprika werden gewürfelt und mit in den Topf gegeben. Die Tomaten werden geviertelt und auch dazu gegeben. Salz, Pfeffer und Paprikapulver sowie der Wein können jetzt auch in den Topf. Das Ganze darf dann gut 15 Minuten köcheln. Wenn alles soweit weich gekocht ist, werden die Kräuter untergemengt und etwas Soja-Cuisine, um die Sauce cremig zu bekommen.

Nach dem Anrichten kann man dann Kräuter und/oder Parmesan-Alternative drüber streuen.

Was in Paprika ist, findet ihr ja oben schon. Aber folgende Inhaltsstoffe sind in Tomaten zu finden: Vitamine A, B1, B2, C, E und Kalium. Außerdem enthalten Tomaten sekundäre Pflanzenstoffe und sollen das Risiko von Krebserkrankungen (vor allem Prostatakrebs) mindern.

Rosenkohl mit Süßkartoffel-Pastinaken-Pürree

Ich wollte schon ewig unbedingt mal wieder Rosenkohl essen und jetzt kam er endlich wieder auf den Teller.

Zutaten
1 Netz frischer Rosenkohl (Ich weiß gerade leider nicht, wie viel Gramm das waren)
3 große Süßkartoffeln
2 Patinaken
2 Zwiebeln
Gemüsebrühe
Diverse Gewürze (Salz, Pfeffer, Muskat, Chilipulver…)
Etwas Soja-Drink

Zubereitung
Vom Rosenkohl werden die äußeren Blätter entfernt. Die Zwiebeln werden klein gehackt und in einer Pfanne glasig gedünstet. Dann wird der Rosenkohl ca. 3 – 4 Minuten in kochendem Wasser blanchiert und schließlich zu den Zwiebeln in die Pfanne gegeben. Etwas Salz und Pfeffer, Muskat und wer mag, kann noch Chilipulver und andere Gewürze hinzugeben. Das Ganze lässt man dann noch weiter schmoren.

Die Süßkartoffeln und Pastinaken werden geschält und in (eher kleine, weil schneller gare) Stücke geschnitten. Diese werden dann in Gemüsebrühe gekocht, bis sie von allein zerfallen. Am besten gebt ihr erst die Pastinaken hinein und später die Süßkartoffeln, weil Pastinaken länger brauchen. Anschließend abgießen und zurück in den Topf und mit einem Pürierstab oder Kartoffelstampfer zermatschen und ein wenig Soja-Drink und Gemüsebrühe zugeben, bis die Konsistenz richtig ist. Schließlich mit Muskat würzen und zusammen mit dem Rosenkohl servieren.

Mit Muskat solltet ihr übrigens vorsichtig sein, man kann leicht zu viel davon nehmen.

Inhaltsstoffe Rosenkohl: Magnesium, Kalzium, Natrium, Eisen, Phosphor, Eiweiß, Mangan, Kalium und die Vitamine A, B1, B2, B6, C, E und K und Folsäure.

Süßkartoffeln bieten die Vitamine A, B1, B6, C, E und Folsäure sowie Beta-Karotin, außerdem Kalzium, Kalium, Phosphor, Natrium, Magnesium, Zink und Eisen.

Pastinaken bieten Folsäure und Vitamin C, Kalium, Kalzium, Phosphor, Eisen und Magnesium.

Pancake

Nachspeisen gibt es bei uns natürlich auch. Ich mache Pancakes immer nach dem Rezept, das ich auf dem Blog Veganolution gefunden habe. Die Pancakes schmecken so, wie Pancakes eben schmecken sollen. Auf dem Bild seht ihr einen mit Apfel und Schokosauce.

„An apple a day keeps the doctor away“… Inhaltsstoffe Apfel: Provitamin A, Vitamine B1, B2, B6, C, E, Folsäure und Niacin. Es empfiehlt sich, den Apfel komplett zu essen und nicht nur als Deko zu nutzen. 😉 Ich befürchte, die Schokosauce und der süße Pancake sind nicht so gesund, dafür aber extrem lecker.

 

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