Hundeernährung

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Ich muss gestehen, dass ich doch nicht mehr so häufig für meine Hunde koche, wie ich es gerne würde und auch getan habe. Mir fehlt die Zeit schon an so vielen anderen Stellen, da greife ich leider viel zu häufig auf Fertigfutter zurück. Aber wenn ich selbst koche oder backe, schmeckt es den beiden immer richtig gut. 🙂 Da es mir natürlich wichtig ist, dass alle Nährstoffe im Futter enthalten sind, gebe ich immer auch noch Nahrungsergänzung hinzu. (Für alle die jetzt meinen, dass es dann keine ausgewogene Ernährung sein kann: nichts anderes wird auch Fertigfutter beigemischt und nein, BARF ist für uns aus Verträglichkeitsgründen keine Alternative.) Anfangs habe ich noch Vegedog genommen, was importiert wird und leider immer wieder nicht lieferbar ist. Daher war ich Ende des letzten Jahres sehr erfreut, als es hieß, dass nun ein ähnliches Produkt von einem deutschen Hersteller auf den Markt kommt.

V-Complete enthält alle wichtigen Vitamine, Mineralstoffe und Spurenelemente für Hunde. Auf der Webseite gibt es Empfehlungen zur Zubereitung und tolle Rezepte. Es ist also eigentlich ganz einfach, den eigenen Hund zu bekochen. Ein tolles Produkt, das übrigens aus Eigenbedarf entstanden ist.

Hundekekse

Ein Beispiel für selbst gebackene Hundekekse seht ihr auf dem Foto oben. Das tolle und sehr einfache Rezept findet ihr bei der Küchenmamsell. Meine Hunde lieben diese Kekse!

VeggieDog100Im letzten Jahr hat übrigens noch ein weiterer Hersteller verkündet, veganes Hundefutter auf den Markt zu bringen. VeggieDog 100 von Green Petfood haben wir dann auch ausprobiert und waren sehr zufrieden. Meine Hunde haben es gerne gefressen und auch sehr gut vertragen. Leider hat sich nach der ersten Nachfrage beim Hersteller ergeben, dass das zugesetzte Vitamin D3 tierischen Ursprungs ist (Diese Information habe ich nicht aus erster Hand, sondern durch eine Facebook-Gruppe). An dieser Stelle muss jeder selbst entscheiden, ob er das Futter dennoch kauft. Wir verfüttern als Trockenfutter derzeit ausschließlich Fitness3 Trainer Vegetal, welches ihr bei alles-vegetarisch.de bestellen könnt. Zukünftig soll es VeggieDog 100 allerdings auch mit pflanzlichem D3 geben.

 

Mein Rohkostexperiment – Tag 3

fettucineIch möchte unbedingt ein ganz bestimmtes Rezept ausprobieren und für Samstag einen rohveganen Schoko-Käse-Kirsch-Kuchen machen. Dazu brauche ich u. a. Palmzucker, Kakaopulver und Kakaonibs in Rohkostqualität, Lecithinpulver und Kakaobutter. Da ich nicht bestellen wollte, um Versandkosten zu vermeiden und damit ich Samstag auch wirklich alles habe, wollte ich die Zutaten einkaufen. Das hat nur leider nicht funktioniert. Aber hier mal mein heutiger Tag (zumindest das, was für euch interessant ist):

Ich war heute nach dem Aufstehen vergleichsweise fit und habe mich richtig wohl aber hungrig gefühlt. Zum Frühstück gab es einen Smoothie aus Banane, TK-Beeren, Salat, Vanillepulver und Apfelsaft. Der hat mich sogar tatsächlich satt gemacht. Auch nach meinem langen Spaziergang mit den Hunden wollte ich noch nichts essen. Nach dem erneuten Stöbern in meinen Rohkostbüchern ist mir dann bewusst geworden, dass ich schon wieder einkaufen muss …

Also los, zuerst in einen Supermarkt, um noch mehr Nüsse, Früchte, Gemüse etc. zu holen. Von dort aus zu einem Bio-Markt, wo es zumindest Agavendicksaft, Ahornsirup, Kakaobutter und andere Kleinigkeiten gab. Für das Lecithinpulver bin ich in zwei Reformhäuser gefahren, aber leider leer ausgegangen. Dafür habe ich Spirelli-Nudeln aus Linsen entdeckt – nach meiner Rohkostzeit werde ich die unbedingt mal ausprobieren. In der dritten Apotheke bin ich dann endlich fündig geworden und konnte zumindest Lecithin von meiner Liste streichen. Ich bin dann noch in das Allerwelthaus in Hagen gegangen, um zu schauen, ob es dort nicht wenigstens rohen Kakao gibt, aber wieder Fehlanzeige. Im Allerwelthaus finden übrigens monatlich Vegan-Treffen und vegane Mitbringbrunchs statt. Die Leute dort sind alle sehr lieb. Es gibt auch täglich vegane Gerichte und Kuchen, sowie Kaffee mit Pflanzenmilch. Es lohnt sich! Leider bin ich nicht mehr so häufig in Hagen, so dass ich schon lange nicht mehr bei den Treffen war.

Zwei Stationen gab es dann noch auf meiner Einkaufstour: Ein türkischer Supermarkt, in dem ich viele Köstlichkeiten gefunden habe, aber leider nichts von meiner Liste und ein asiatischer Supermarkt, in dem ich zumindest Palmzucker bekam. Danach ging es direkt zum Sport. Unterwegs habe ich übrigens eine super leckeren Riegel von lifebar gegessen und eine Chi Kugel von Govinda probiert. Also diese Kugel hätte nicht während der Fahrt probieren sollen. Mein Gesicht muss sich ganz übel verzogen haben, weil das Zeug so eklig schmeckt. Am Liebsten hätte ich das Fenster geöffnet und alles ausgespuckt, was aber nicht möglich war. Ich habe es also gekaut und runtergeschluckt. Nichts für mich, wirklich nicht!

Wieder zu Hause angekommen wollte ich etwas essen und entschied mich für Fettuccine aus Zucchini mit Tomaten-Cashew-Sauce und etwas Salat. Dafür müssen die Cashews allerdings erst mal zwei Stunden einweichen, was dazu führte, dass ich vorhin gegen Mitternacht noch den Mixer angeschmissen habe. Rohkost ist also auch nicht unbedingt als Mitternachtssnack geeignet. Okay, ich hätte sicherlich auch etwas Leiseres gefunden. 😉 Bei der Zubereitung fiel mir übrigens auf, dass wir keinen Gemüsehobel haben. Also schon wieder ein Utensil, das in meiner Küche fehlt. Die Fettuccine waren sehr lecker, es hätte jedoch weniger Knoblauch sein können. Auf jeden Fall ein Gericht, dass ich jetzt häufiger machen werde. Die Sauce kann man sicher auch als Aufstrich, Dip oder für andere Gerichte nehmen. Das Rezept habe ich wieder aus „Going Raw“ von Judita Wignall.

So, es ist spät. Ich habe morgen viel vor. All die Dinge, die ich heute nicht geschafft habe, weil ich nur unterwegs war …

Gute Nacht!

 

 

Mein Rohkost-Experiment – 14 Tage kalte Küche

AllesRoh

Schon lange will ich mich näher mit dem Thema Rohkost befassen, aber dadurch, dass ich durch Job, Fahrtzeiten, Haustiere, Freund, neuerdings wieder Sport und Haushalt ziemlich eingespannt bin und kaum Zeit für’s Einkaufen geschweige denn für’s Kochen habe, ernähre ich mich eher halbherzig. Klar, vegan muss es sein, aber häufig esse ich unterwegs und wenn wir selbst kochen, ist zwar viel Frisches dabei, aber dennoch greifen wir ständig auf halbfertige Lebensmittel zurück, die nur noch erhitzt werden müssen. Zu viel Fett, zu viele falsche Kohlenhydrate … Wir abonnieren zwar eine Biokiste mit regionalem Obst und Gemüse, trotzdem könnte die Ernährung besser sein. Warum sonst ist mein Hautbild so schlecht und ich schaffe es nicht, mal langfristig ein paar Kilos loszuwerden?

Wie auch immer, jetzt habe ich es tatsächlich mal geschafft, mir Urlaub zu nehmen. Zwei Wochen keine Fahrten nach Köln, zwei Wochen die Möglichkeit, spontan einkaufen zu können und stundenlang in der eigenen Küche zu stehen. Da kam mir die super Idee, ich könnte doch direkt auch zwei Wochen Rohkost daraus machen. Beginn: Dienstag, der 25. Februar.

Okay, der erste Schritt war also die Idee – schon mal gut soweit. Der zweite Schritt war, soweit ich die Zeit gefunden habe, im Internet zu schauen, was man für Rohkost benötigt. Grundnahrungsmittel? Nüsse und Samen sind wohl wichtig, Avocados (die mag ich überhaupt nicht), reife Bananen und anderes Obst, Beeren, (Wild-)Kräuter, Salate, Mangos (die mag ich auch nicht), gute Öle, jede Menge grünes Gemüse und ein Bisschen Wurzelgemüse und sogar Kohl – das bekommt man alles recht leicht. Küchenzubehör? Mixer, Messer, Keimgläser und -schalen, Küchenmaschine, Kühlschrank und einen Dörrautomaten. Letzteren habe ich nicht, aber ist der wirklich wichtig, wenn ich das nur zwei Wochen lang machen will?

Rohbuecher

Naja, erstmal weiter denken. Vielleicht wären ein paar Bücher nicht schlecht, da das Thema wohl doch sehr umfangreich ist. Ich habe mir vor ca. 1,5 Jahren das Buch „AllesRoh“ von Angelika Fischer auf der Rohvolution in Mülheim gekauft und nie wirklich reingeschaut. Das wäre jetzt wohl ein guter Anfang, aber ich brauche ja auch Rezepte. Zwei Rezeptbücher für Rohkost hatte ich sogar tatsächlich schon, aber von Torten, Kuchen, Keksen und Grünen Smoothies kann ich keine zwei Wochen überleben. Vor allem nicht, wenn die Kuchenrezepte alle wieder die Zubereitung im Dörrautomaten beinhalten.

An dieser Stelle ist mir eine meiner lieben Kolleginnen eingefallen, die selbst zig Kochbücher hat und auch gerne Rohkost mag. Also habe ich mir bei ihr ein paar Bücher über’s Wochenende ausgeliehen und mal wieder festgestellt, dass ein Dörrautomat wohl unverzichtbar ist. Das Resultat dieses Wochenendes war dann, dass ich eins der Kochbücher meiner Kollegin erstmal behalten habe „Gorilla Food“ von Aaron Ash und mir zwei noch dazu bestellt habe „Raw & Simple“ und „Going Raw“ von Judita Wignall, weil in diesen Büchern schöne Einleitungen und Tipps sind – bestens für eine Anfängerin wie mich. Und wir haben tatsächlich einen Dörrautomaten bestellt … und weil wir keine halben Sachen machen, gleich den Sedona von Keimling – wenn, dann richtig.

ChocoDelic

Gestern war dann der erste Rohkosttag. Begonnen hat er mit einem Blick in den Kühlschrank und der Frage „Was kann ich eigentlich jetzt essen?“. Da ich keine Zeit hatte, großartig vorzubereiten, war der Einstieg in die Rohkost leider ziemlich ernüchternd. Ich habe mich mit einer Banane und Schokomandeln von Choco Delic gerettet. Da das so aber keine zwei Wochen gehen kann, obwohl die Schokomandeln der Knaller sind, habe ich noch mal in’s Internet geschaut und mir eine Einkaufsliste geschrieben. Der Dörrautomat und die bestellten Bücher waren leider noch nicht da. Also Einkaufszettel schnappen und eine Einkaufstour machen – natürlich nachdem die Hunde für eine Stunde im Wald gelüftet wurden. Ich war in zwei Bioläden, einem Supermarkt und einem Reformhaus. Ich habe ziemlich viel Geld ausgegeben, glaube ich, aber wofür eigentlich? Ein paar Snacks und Riegel, damit ich im Notfall etwas zu essen habe. Nüsse, Samen, ein Keimgerät (zusätzlich zu den Keimgläsern, die ich schon habe), Obst und Gemüse, Gewürze … Etwas für den Anfang. Unterwegs habe ich dann ein wenig Dattelkonfekt und Snacks aus gekeimten Saaten gegessen, weil der Hunger sich langsam bemerkbar machte.

Nach der Einkaufstour durch sämtliche Nachbarstädte bin ich dann direkt zum Sport, wo ich mich in den ersten zehn Minuten ein wenig schlapp fühlte, was aber auch daran liegen kann, dass ich mich die letzten Tage körperlich mehr als sonst verausgabt habe. Nach dem Sport gab es zu Hause dann endlich etwas Richtiges zu essen: ein Rote Beete Carpaccio mit Salat, Champignons, Gurken, kleinen Tomaten und Zedernkernen.

Rohkostsalat

Das Hauptgericht waren Zucchini-Nudeln (wie gut, dass ich schon einen Spiralschneider habe) mit Pesto (wie gut, dass ich auch schon einen Blender habe) aus getrockneten Tomaten, Pinienkernen, Basilikum, Öl und Gewürzen. Das Rezept findet ihr hier. Das Essen war richtig lecker und ich habe meine Hälfte nicht mal ganz geschafft, weil ich ziemlich schnell satt war. Martin hat alles aufgegessen und fand es auch sehr lecker. Allerdings hat er danach noch aufgewärmte Reste vom Gemüseauflauf vom Vortag gegessen. Er braucht halt mehr als ich.

Als Dessert gab es dann Eis aus gefrorenen Beeren, Minzblätter aus dem eigenen Garten und Vanillepulver. Rohkost kann so lecker sein!

Rohkostspaghetti

Unter’m Strich war der erste Urlaubs-Rohkosttag ganz okay. Ich musste nicht hungern und hatte Spaß bei der Zubereitung. Aber dass Rohköstler in der Küche weniger aufräumen und putzen müssen, kann nicht stimmen. Durch die Schnibbelei habe ich doch ganz schön viel Dreck gemacht, auch wenn Ofen und Herdplatten nicht benutzt wurden. Mit meinem großen AllesRoh-Buch bin ich dann in’s Bett gegangen und habe spannende Fakten über Tomaten und Möhren gelesen. Wusstet ihr, dass reife Tomaten jede Menge Glutamat enthalten und Möhren nicht zum rohen Verzehr geeignet sind? Und ich glaube, ich muss ganz dringend mal bei einer Wildkräuterführung mitmachen. Am Wegesrand wachsen so viele Schätze …

Mal schauen, wie es die nächsten Tage weitergeht … Habt ihr Ideen, Tipps und/oder Rezepte für mich?

Meine Tierpatenschaften

PatenHofButenlandEs gibt unterschiedliche Gründe, vegan zu sein. Bei mir ist es in erster Linie die Liebe zu Tieren, erst dann kommen Gründe wie Umweltschutz und Gesundheit. Daher bin ich auch sonst im Tierschutz aktiv, indem ich dort helfe, wo ich helfen kann. Zum Beispiel in Tierheimen, wenn angepackt werden muss oder wenn es darum geht, Aufklärungsarbeit zu leisten. Ich habe im letzten Jahr ganz besondere Menschen durch solche Aktionen kennenlernen dürfen und will diese Bekanntschaften wirklich nicht mehr missen. Aber auf der anderen Seite habe ich auch ganz unangenehme Personen kennenlernen müssen, für die Tierschutz nur eine Möglichkeit ist, sich selbst zu profilieren. Andere Menschen, die selbst mithelfen wollen, werden da gerne mal ausgebremst und verscheucht. Solche Begegnungen können mich tagelang runterziehen.

Momentan sind wir Mitglied im Tierschutzverein Wermelskirchen und Umgebung e. V., durch den wir an eines unserer Meerschweinchen und an unsere ungarische Hündin gekommen sind. Dort gibt es sonntags übrigens vegane Reibekuchen und auf den Sommerfesten wird selbstverständlich vegetarisch/vegan gegrillt (Was leider in sehr vielen Tierheimen nicht der Fall ist). Im Tierschutzverein des Tierheims Rhein-Berg bin ich zwar nicht Mitglied, dafür unterstütze ich bei Aktionen, habe einen Artikel über vegane Ernährung für die kommende Tierheimzeitung geschrieben und im Juni organisiere ich einen Stand unserer VEBU Regionalgruppe (die ich nebenher auch noch leiten darf).

Bei Hof Butenland, einem Gnadenhof (auch Kuh-Altersheim genannt) habe ich zwei Patenschaften, weil ich ganz großen Respekt davor habe, welche Arbeit dort geleistet wird. Wer Hof Butenland noch nicht kennt, sollte sich unbedingt auf der Webseite umsehen, auf Facebook folgen und die Youtube-Filmchen ansehen. Hin und wieder, wenn ich Geld übrig habe, spende ich auch an weitere Tierschutzvereine, wie z. B. Deutschland sagt Nein zum Tiermorden e. V. und dem Sternenhof Pocking.

Wie ist das bei euch? Habt ihr Patenschaften? Seid ihr aktiv im Tierschutz, vielleicht sogar regelmäßig im Ehrenamt? Oder kennt ihr weitere Möglichkeit, wie man helfen kann? Ich freue mich auf eure Kommentare!

 

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