Rohköstlicher, veganer „Käse-Kirsch-Kuchen“

Auch dieses Rezept ist aus dem Buch Going Raw von Judita Wignall, von dem ich euch schon in meinem Artikel über Rohkostpizza erzählt habe. Auch für dieses Rezept braucht ihr Zeit, aber nicht so viel, wie für die Pizza, da ihr zwar Nüsse einweichen und trocknen lassen müsst, aber dafür das Dörrgerät nicht braucht. Naja, stattdessen muss der Kuchen zum Schluss erstmal ins Gefrierfach. Und die Nussmilch muss man ja auch selbst machen. Okay, so schnell geht es dann wohl auch nicht. Die meisten Rohkostzutaten habe ich übrigens bei PureRaw gekauft, wobei es einige Sachen, wie z. B. Kakaobutter mittlerweile auch in Reformhäusern und Bioläden gibt. Lecithinpulver habe ich nicht gefunden, dafür Granulat in der Apotheke gekauft. Das ist zwar nicht optimal, funktioniert aber super.

Für den Boden

  • 225 g eingeweichte, getrocknete und zu Schrot gemahlene Walnüsse
  • 48 g Datteln
  • 30 g Palmzucker
  • 20 g Rohkost-Kakaopulver
  • 44 g Kakaonibs
  • 1/8 TL Meersalz

Alles zu einem Teig vermixen und 60 g für den Belag aufheben. Den Rest in einer mit Backpapier ausgelegten Springform verteilen und damit Boden und Rand formen und fest andrücken. Bis zum nächsten Schritt in den Kühlschrank stellen.

Für die „Käsecreme“

  • 360 g eingeweichte Cashews
  • 235 ml Nussmilch
  • 255 g Agavendicksaft
  • 60 ml Zitronensaft
  • Mark einer Vanilleschote
  • 30 g Lecithinpulver
  • 164 g Kakaobutter, verflüssigt

Alles bis auf das Lecithinpulver und die Kakaobutter glatt pürieren, dann die restlichen Zutaten dazu geben und noch mal kurz pürieren. Das Ganze auf dem Kuchenboden verteilen und glatt streichen.

Für den Belag

155 g Kirschen (oder andere Beeren) auf dem Kuchen verteilen und teilweise in die Creme eindrücken. Schließlich den übrig gelassenen Teig auf dem Kuchen verteilen, der dann zwei Stunden ins Gefrierfach kommt. Man kann ihn entweder vor dem Servieren auftauen oder, an besonders heißen Tagen, wie Eistorte genießen.

Guten Appetit!

Einladung zu Kaffee und Kuchen

… und ihr wisst nicht, was ihr anbieten sollt?

Wir hatten unsere Vermieter zu Besuch, als Dank für’s Wohnung- und Katzenhüten. Natürlich haben wir die Genuss-Keule ausgepackt. Auf der einen Seite hatten wir endlich mal wieder einen Grund, Leckereien herzustellen, auf der anderen Seite wollen wir natürlich nicht den Körnerfresser-Stempel aufgedrückt bekommen.

Hier ein Foto von „Energie-Kugeln“. Das Rezept findet ihr im Rezeptebuch Vegan lecker lecker! von Marc Pierschel – erschienen im Compassion Media Verlag. Das Rezept ist super einfach, man muss nichts backen, bloß ein wenig rummatschen, wenn man die Kügelchen formt. Aber dafür macht das Finger ablecken nachher richtig Spaß! Die Dinger sind echt super lecker. Ich habe allerdings anderes Trockenobst genommen, als vorgegeben.

Das Rezept für die … wie heißen die denn bloß? Knusper-Pralinen oder so? Jedenfalls steht das Rezept für die Dinger, die auf dem folgenden Bild zu sehen sind, auch im o. g. Buch. Mir sind die verwendeten Mandelsplitter leider beim Rösten ein wenig verbrannt. Davon abgesehen waren sie aber auch lecker.

Auf dem nächsten Bild seht ihr einen „Käsekuchen“, den Martin gezaubert hat. Er besteht aus einer Fertigmischung, für deren Zubereitung tierische Produkte durch vegane Alternativen ersetzt wurden. Also z. B. Tofu statt Quark, No Egg statt Eier, Sojamilch statt Kuhmilch. Der Kuchen war genial, wirklich! Vor allem die Konsistenz hat Martin super hinbekommen.

Kommen wir zu den Muffins, die ich schon häufig nach diesem Rezept gebacken habe. Ihr findet das Rezept hier: Klick! Von Mal zu Mal werden die Muffins besser, anfangs habe ich Teile produziert, mit denen man auf Demos verhaftet worden wäre. Ich habe mir dann aber ein Muffin-Backblech besorgt und backe vor allem mit Beeren und Früchten, seit dem werden die richtig lecker.

Heute sind wir übrigens bei unseren Vermietern eingelanden. Es gibt veganen Möhrenkuchen. Ich bin gespannt! 🙂

Danke, Berlin

Ich war dieses Mal zwar nur beruflich in Berlin, dafür hatte ich trotzdem ein Bisschen Zeit, um die Vorzüge der Großstadt zu genießen. Am ersten Abend sind wir ins Chipps essen gegangen. Ich war mittlerweile zum zweiten Mal dort und bin durch Franziska’s Blog Veggie Love darauf aufmerksam geworden. Beim ersten Mal war ich so beeindruckt, dass ich jetzt meine zwei Kollegen hinschleppen musste, auch wenn einer von beiden gerne Fleisch isst. Für mich gab es einen kleinen Salat und Gemüse-Curry mit einer Reisrolle. Dazu einen hausgemachten Eistee.

Da das Roastbeef aus war, hat sich mein Fleisch liebender Kollege eigentlich für das Seitan-Steak entschieden, was ihm leider von der Kellnerin ausgeredet wurde, die es ihm als „gummiartig“ beschrieben hat. Er hat daraufhin die Perhuhnbrust genommen, meinte aber im Nachhinein tatsächlich, dass sein Pilzragout so gut war, dass das Fleisch gar nicht nötig gewesen wäre. Klingt doch schon mal gut.

Wir sind dann satt und zufrieden ins Hotel. Der nächste Morgen war bezogen auf das Essen nicht mehr so einfach, weil ein normales Hotel-Frühstück alles bietet, bloß nicht gerade viel vegane Auswahl und man weiß nie so genau, was in den vegan anmutenden Produkten drin steckt. Zum Glück hat mir eine iPhone-App angezeigt, dass das Veganz nur 20 Minuten Fußweg entfernt vom Hotel liegt. Und genau deswegen, liebe Berliner, bin ich so neidisch auf euch. Bei uns erreiche ich nach 20 Minuten gerade mal den ersten Kiosk. Jedenfalls habe ich die Chance genutzt und für viel Geld ein paar Produkte gekauft, die es bei uns im Bioladen nicht gibt. U. a. der Streich“käse“, der mir so schmeckt, vegane Nuss-Schokolade, Haarspülung, ein Buch, dass ich schon lange haben wollte…

Nach erfolgreichem Einkauf habe ich dann ein leckeres Frühstück nachgeholt. Es gab ein Körnerbrötchen mit selbstgemachter Remoulade, Salat und Vurst sowie ein veganer Capuccino. Für den Rückweg habe ich mir dann noch einen grünen Smoothie mitgenommen, der ruhig halb so groß hätte sein können, weil ich eigentlich schon satt war.

Da ich so vom Veganz geschwärmt habe, sind wir am nächsten Tag noch mal zu zweit dort frühstücken gewesen. Für mich gab es einen super lecker belegten Bagel, für den Kollegen Rohkost-Kuchen, der so lecker aussah (und auch wirklich war), dass gleich zwei Stücke auf dem Teller gelandet sind.

An dieser Stelle also noch mal „Danke, Berlin!“. Dafür, dass man bei dir mal eben vegan frühstücken und Lebensmittel einkaufen kann. Dafür, dass es Orte gibt, an denen man nicht bei allem auf’s Kleingedruckte achten muss oder extra nach Sojamilch fragen muss. Und selbst wenn man in Berlin nicht im veganen Café ist, ist die Chance hoch, dass man Sojamilch auf Nachfrage bekommt. Bei uns wird man nur blöd angeschaut.

Trotzdem bin ich immer wieder froh, wenn ich in meine gemütliche Einliegerwohnung mit Gärtchen zurück komme und die Großstadt mit ihren vielen Menschen und deren Autos hinter mir lassen kann.

Veganes Geburtstagskäffchen

Ich hab’s geschafft! Ich habe die 30 überschritten und die Welt ist nicht untergegangen. Ein guter Grund, die Familie zu Kaffee und Kuchen einzuladen.

Und das gab’s:

Kaffee mit (aufgeschäumter) Milch – zur Auswahl standen selbstgemachte Haselnuss-Cranberrie-Milch mit Gewürz „Dunkler Diwan“ von Herbaria und Mandel-Weinbeeren-Milch, aber auch Soja-Drink.

Mit den Nussresten aus der Milch habe ich einen Schoko-Nuss-Kuchen gebacken. Die Tortenstücke, die ihr auf dem Bild oben seht, hat mein Freund frisch am Samstag Vormittag bei Cakes ’n Treats in Dortmund besorgt. Dahin fährt man von hier zwar 45 Minuten mit dem Auto, aber das war es uns wert. Im Lädchen nebenan hat er dann auch gleich Soja-Sprühsahne besorgt, die gibt’s leider nicht bei uns in den Bio-Läden und ’nen Käseersatz für’s Abendbrot. Zusätzlich gab es noch Dinkel-Torteletts mit Kiwi und Tortenguss von BioVegan.

Die Tortenstücke waren übrigens extrem lecker, aber leider auch so mächtig, das wir alle nicht viel davon essen konnten. Der Kuchen schmeckt ein wenig wie Dominosteine.

Mandelmilch
Zutaten:75 g Mandeln, 2,5 EL getrocknete Weinbeeren, 400 ml Vanille-Soja-Drink, 600 ml Wasser
Zubereitung: Mandeln über Nacht einweichen lassen (min. einmal auswaschen) und mit den Weinbeeren und 100 ml Wasser in den Mixer geben bis alles gut gehäckselt ist. Dann den Rest Wasser und Vanille-Drink zugeben und noch mal mixen. Das Ganze dann durch ein Käsetuch abseihen. Die Nussmasse kann man dann zum Backen nehmen.

Gewürzte Haselnussmilch
Zutaten: 75 g Haselnüsse, 2,5 EL getrocknete Cranberries, 400 ml Vanille-Soja-Drink, 600 ml Wasser, Gewürz „Dunkler Diwan“ von Herbaria
Zubereitung: wie Mandelmilch, allerdings zum Schluss noch 2 TL von dem Gewürz zugeben und noch mal mixen.

Schoko-Nuss-Kuchen
Zutaten: ca. 300 g Nussmasse, 250 g Mehl, 250 g Rohrzucker, 50 g Margarine, 150 ml Kaffee, 1 Päckchen Backpulver, 1 Päckchen Vanillezucker, 150 ml Vanille-Soja-Drink, etwas Kakaopulver, Zimt und Salz zum würzen
Zubereitung: Alles in einer Rührschüssel vermengen (Zimt, Kakaopulver und Salz nach Geschmack), in eine Backform und dann in den Ofen. In meiner Silikon-Gugelhupf-Form bei Ober- und Unterhitze hat der Kuchen weit über eine Stunde gebraucht.