Rohköstliche Reishi-Latte

Mein Rohkost-Experiment ist schon eine Weile her, allerdings habe ich in dem Zeitraum ein paar Produkte kennengelernt, die ich weiterhin gerne konsumiere. Dazu gehört zum Beispiel die Trinkmischung „Bio Reishi Latte“ von PureRaw. Um das Getränk wirklich rohköstlich genießen zu können, stellt man sich hierfür zunächst eine Nussmilch her, was sehr einfach ist: Eingeweichte Nüsse (150-200 g) und Datteln (5 Stück) mit Wasser mixen und schließlich durch ein Käsetuch oder engmaschiges Sieb abseihen.

Die Trinkmischung wird am besten im Mixer (wir nehmen den Personal Blender) mit der Nussmilch vermixt und kann kalt und warm zubereitet werden. Ich finde, es hat vom Geschmack her nicht viel oder eher gar nichts von Café Latte, aber es ist für sich ein sehr leckeres, leicht bitteres Getränk und dabei sehr erfrischend. Ich selbst mag es auch eher kalt, vor allem an richtig heißen Sommertagen. 🙂

 

Moringa Pulver im Test

 

Vor einer Weile wurde mir von Terra Elements Bio Moringa Pulver zum Testen zugeschickt. Ich war total gespannt, da ich Moringa bisher noch nie selbst probiert habe, weil grüne Smoothies nicht ganz meins sind und da mir sonst keine Verwendung dafür einfiel.

Das Pulver ist sehr fein und löst sich sehr gut bei der Zubereitung auf, selbst wenn man es kalt anrührt, was für Rohkostrezepte natürlich wichtig ist. Zunächst haben wir es im Bananen-Shake probiert. Es riecht ein wenig wie Henna-Haarfärbepulver, was mich total irritiert hat. Auch der Geschmack geht ein wenig in die Richtung, was aber gar nicht schlimm ist. Der Shake war super lecker und auch mein Mann wollte direkt einen Nachschlag.

Danach musste ich erstmal recherchieren, wie ich diese Zutat noch verwenden kann und habe herausgefunden, dass es sich tatsächlich sehr vielseitig einsetzen lässt. Wir haben das Pulver in Kartoffelsuppe ausprobiert (Suppe nach Lieblingsrezept gekocht und das Moringa Pulver beim Pürieren untergemischt). Da wir uns mit der Dosierung ziemlich zurückgehalten haben, haben wir es kaum rausgeschmeckt. Danach haben wir es noch ins „Joghurt“-Dressing gemixt, was für mich auch ein wenig nach Henna geschmeckt hat, aber auch hier war es ganz lecker. Als nächstes will ich ein Rezept mit Spinat damit verfeinern, da Moringa sehr gut zu Spinat passen soll. Und eigentlich wollte ich auch noch ein Eis damit herstellen. Ich glaube, ich muss noch einen zweiten Artikel darüber schreiben.

Jetzt gerade trinke ich übrigens eine Tasse Moringa-Tee, den ich auch mit dem Pulver aufgegossen habe. Der Tee schmeckt gewöhnungsbedürftig, aber mit einem guten Schuss Agavendicksaft wirkt er überraschend wohltuend. Es riecht nach einer Mischung aus Henna und Spinat, was im Geschmack allerdings nicht so intensiv ist.

Moringa wird übrigens aus den Blättern des Meerrettichbaumes hergestellt, wird in Rohkostqualität geliefert und enthält folgende Stoffe: Vitamine A, B2, C und E, Calcium, Eisen, Ballaststoffe, Proteine und Antioxidantien. Wer die ayurvedische Küche kennt, ist mit Sicherheit auch schon über Moringa gestolpert.

Bei Terra Elements könnt ihr bis zum 7. Mai übrigens noch versandkostenfrei ab einem Bestellwert von nur 10 € bestellen. Im Shop gibt es auch andere Superfoods, wie z. B. Maca, Goji und Acai. Außerdem Naturkosmetik, u. a. Konjac-Schwämme, über die ich hier auch schon mal geschrieben habe.

Power Frühstück für (vegane) Kids

Ich möchte euch heute mal zeigen, was unsere (mittlerweile zweijährige) Zaubermaus nahezu täglich frühstückt. Sie liebt nämlich Müsli und das besteht bei uns aus folgenden Zutaten:

  • 3-4 EL Babymüsli-Mischung (von z. B. DM Bio, Alnatura oder Freche Freunde)
  • ca. 1 TL oder 1 EL Chiasamen
  • ca. 1 EL gepuffter Amaranth (oder Quinoa)
  • 1 TL Leinöl mit DHA (kaufen wir immer im Reformhaus)
  • 1 TL weißes Mandelmus
  • eine Handvoll Obst (z. B. eine Kiwi)
  • Pflanzenmilch (z. B. Hafermilch + Calcium)

Und da die Kleine es immer nicht aushalten kann, bis das Müsli endlich fertig ist, bekommt sie für die Wartezeit gerne mal einen Snack, bestehend aus:

  • 1 Banane
  • Erdnussmus

Was lieben eure Kids?

Rohköstlicher, veganer „Käse-Kirsch-Kuchen“

Auch dieses Rezept ist aus dem Buch Going Raw von Judita Wignall, von dem ich euch schon in meinem Artikel über Rohkostpizza erzählt habe. Auch für dieses Rezept braucht ihr Zeit, aber nicht so viel, wie für die Pizza, da ihr zwar Nüsse einweichen und trocknen lassen müsst, aber dafür das Dörrgerät nicht braucht. Naja, stattdessen muss der Kuchen zum Schluss erstmal ins Gefrierfach. Und die Nussmilch muss man ja auch selbst machen. Okay, so schnell geht es dann wohl auch nicht. Die meisten Rohkostzutaten habe ich übrigens bei PureRaw gekauft, wobei es einige Sachen, wie z. B. Kakaobutter mittlerweile auch in Reformhäusern und Bioläden gibt. Lecithinpulver habe ich nicht gefunden, dafür Granulat in der Apotheke gekauft. Das ist zwar nicht optimal, funktioniert aber super.

Für den Boden

  • 225 g eingeweichte, getrocknete und zu Schrot gemahlene Walnüsse
  • 48 g Datteln
  • 30 g Palmzucker
  • 20 g Rohkost-Kakaopulver
  • 44 g Kakaonibs
  • 1/8 TL Meersalz

Alles zu einem Teig vermixen und 60 g für den Belag aufheben. Den Rest in einer mit Backpapier ausgelegten Springform verteilen und damit Boden und Rand formen und fest andrücken. Bis zum nächsten Schritt in den Kühlschrank stellen.

Für die „Käsecreme“

  • 360 g eingeweichte Cashews
  • 235 ml Nussmilch
  • 255 g Agavendicksaft
  • 60 ml Zitronensaft
  • Mark einer Vanilleschote
  • 30 g Lecithinpulver
  • 164 g Kakaobutter, verflüssigt

Alles bis auf das Lecithinpulver und die Kakaobutter glatt pürieren, dann die restlichen Zutaten dazu geben und noch mal kurz pürieren. Das Ganze auf dem Kuchenboden verteilen und glatt streichen.

Für den Belag

155 g Kirschen (oder andere Beeren) auf dem Kuchen verteilen und teilweise in die Creme eindrücken. Schließlich den übrig gelassenen Teig auf dem Kuchen verteilen, der dann zwei Stunden ins Gefrierfach kommt. Man kann ihn entweder vor dem Servieren auftauen oder, an besonders heißen Tagen, wie Eistorte genießen.

Guten Appetit!