Mein Rohkostexperiment – Tag 7

puddingHeute gibt es nicht so viel zu erzählen. Zum Frühstücken hatte ich keine Zeit, da ich meinen Neffen vom Kindergarten abholen wollte. Ich habe mir dann einen Riegel mitgenommen, aber gar nicht gegessen. Erst gegen 14:30 Uhr war ich wieder zu Hause und habe den gestern vorbereiteten Haselnuss-Schokopudding aus Haselnussmilch, Kakao und Chiasamen mit Banane und Haselnussstücken probiert. Vom Geschmack her ist der Pudding richtig lecker und mit Banane kann man ihn auch gut essen. Allerdings nicht pur, denn von der Konsistenz her ist das Zeug schon ziemlich gewöhnungsbedürftig. Erinnert irgendwie an Froschlaich, wobei ich das natürlich noch nie probiert habe. Aber ich kann mir gut vorstellen, dass Froschlaich sich genau so anfühlt im Mund. Aufgegessen habe ich nicht, weil die Banane ziemlich schnell weggelöffelt war. Martin hat den Pudding auch probiert und musste sich überwinden, ihn nicht wieder auszuspucken. Also noch mal werde ich ihn nicht machen.

RokaesekuchenDie Pizza ist heute nicht fertig geworden, weil allein die Zubereitung (Teig in der Küchenmaschine herstellen, mit der Hand weiterkneten, auf Dörrfolie ausrollen) bestimmt 45 Minuten gedauert hat und der Teig dann auch noch vier Stunden im Dörrautomat trocknen musste. Nach dem Sport hatte ich keine Lust mehr, auch noch den Belag zuzubereiten, also habe ich versucht, Reste von gestern, Zucchini und Humus, zu essen. Aber obwohl es mir gestern so sehr geschmeckt hat, hätte ich es heute runterwürgen müssen. Martin ging es genauso.

Dafür ist aber der Zitronen-Käsekuchen wenigstens sehr lecker geworden und so war zumindest ein Stück davon mein Abendessen heute. Allerdings sollte man ihn lieber Zitronen-Kokoskuchen nennen, da er durch das verwendete Kokosfett extrem danach schmeckt. Wenn man das mag (und ich liebe Kokos), ist dieses Dessert etwas ganz besonderes. Ich werde ihn sicherlich noch mal für Gäste machen. Martin fand ihn auch super – hat er zumindest gesagt.

Also ausgewogen war meine Ernährung heute auf gar keinen Fall. Aber auch wenn ich eher wenig gegessen habe, bin ich jetzt noch pappsatt und habe nicht einmal Appetit. Dabei ist der Kühlschrank voll mit guten Sachen. Naja, schauen wir mal, ob die Pizza morgen fertig wird. Um 15 Uhr habe ich einen Termin im VR Beauty, dem veganen Kosmetikstudio in Essen. Mal schauen, was Moni jetzt nach sieben Tagen (fast eiserner) Rohkost zu meiner Haut sagt. Ich habe allerdings das Gefühl, dass meine Haut durch den vielen Zucker und das viele Öl eher schlimmer aussieht als sonst.

Ich werde berichten. Gute Nacht!

 

 

Mein Rohkostexperiment – Tag 5 und 6

humus

 

Ich habe gesündigt. Am Samstag habe ich meinen Geburtstag mit meiner Familie nachgefeiert. Meine Eltern kamen zum Essen und ich wollte ihnen keine Rohkost anbieten, denn vegan ist schon immer etwas Besonderes. Und da wir nicht viel Zeit hatten, weil wir danach noch Bowlen wollten, habe ich „Schnitzel-Cheese“-Burger, Pommes und diverse Rohkost-Salate gemacht. Ich musste einfach auch einen Burger essen und habe erst gar nicht versucht, zu widerstehen. Dafür war das (neben dem Salat) auch das Einzige, was ich am Samstag gegessen habe. Zum Frühstück gab es einen Schoko-Bananen-Shake mit Chiasamen, Vanille und Datteln. Das Rezept habe ich aus dem Buch „Gorilla Food“ von Aaron Ash. Der Shake ist der absolute Hammer! Schokoladig und sehr sämig. Ich muss ihn unbedingt noch mal mit gefrorenen Bananen ausprobieren.

Am Sonntag ab es den gleichen Shake noch mal zum Frühstück. Dazu eine Schüssel mit Obst. Erst nachmittags habe ich mit den Vorbereitungen für’s Abendessen angefangen, was bei diversen Rohkost-Rezepten fatal sein kann. Angefangen habe ich mit „Eiscreme-Sandwiches“ aus Cashewkernen, Datteln, Mandelmus und Schokolade. Da meine Kakaonibs-Lieferung noch nicht angekommen ist, habe ich einen lovechock-Riegel dafür genommen. Die fertigen Kekse liegen jetzt im Kühlschrank und warten darauf, mit Eiscreme zusammen gegessen zu werden. Eiscreme muss ich allerdings erst noch machen. Da in meinen Büchern nur Rezepte mit Fleisch von Trinkkokosnüssen sind, muss ich erst noch ein anderes Rezept suchen. Dann habe ich schon mal mein morgiges Frühstück vorbereitet: einen Haselnuss-Schoko-Pudding, der über Nacht im Kühlschrank ziehen muss. Der Pudding wird aus Haselnussmilch, Chiasamen, Kakao und Süßungsmitteln gemacht. Ich bin gespannt, wie er schmeckt und werde im nächsten Artikel darüber berichten.

Als Abendessen gab es Gurkensticks mit Humus aus roter Paprika, wieder sehr, sehr lecker. Ich dachte immer, man könne Humus nur mit Kichererbsen machen, aber das geht auch sehr gut ohne und statt dessen mit Hanfsamen, Tahinpaste und Paprika. Das Rezept ist aus „Raw & Simple“. Dazu gab es Mini-Zucchini-Burger mit einer „Hack- und Käsefüllung“, garniert mit Sprossen und Crème-Fraîche. Ich hätte nicht gedacht, dass das so lecker ist und vor allem, dass es so satt macht. Wir haben zu zweit nicht mal alles aufgegessen. Also wenn wir uns einen Topf voll Pasta mit Gemüse-Tomaten-Sauce machen, bekommen wir das ohne Probleme aufgegessen. Vom Rohkost-Essen bleibt immer noch etwas für den nächsten Tag übrig, auch wenn es so sehr schmeckt.

Nach dem Essen habe ich dann noch einen Zitronen-Käsekuchen mit Beeren vorbereitet, der jetzt im Gefrierfach darauf wartet, vernascht zu werden. Mein erstes Rezept, in dem ich Lecithin verarbeitet habe und ich bin überrascht, wie diese Zutat wirkt. Die Kamut-Keimlinge für die Pizza, die ich auch noch machen will, keimen fleißig vor sich hin und sind morgen sicher bereit, um verarbeitet zu werden. Daraus kann man übrigens auch Burger-Brötchen machen, was ich auch noch ausprobieren will.

Ich glaube, meine zwei Wochen reichen nicht aus, um all die leckeren Rezepte nachzumachen. Aber wenn ich wieder arbeiten muss, habe ich definitiv nicht genug Zeit, um so weiter zu machen. Ich habe schon überlegt, wie viel man wohl am Wochenende vorbereiten könnte. Zum Beispiel könnte man so etwas wie Humus, andere Dips und Dressings, die sich halten, zubereiten und in den Kühlschrank stellen. Vieles hält sich auch länger, wie z. B. der Kuchen und Kekse. Obststücke lassen sich super einfrieren und dann morgens für Smoothies auftauen. Vielleicht könnte ich jeden Samstag einen Wochenplan aufstellen und dafür dann einkaufen und vorbereiten. Habt ihr Tipps?

Was mich die letzten Tage am meisten nervt, ist die ganze Spülerei. Allein den Mixer, den Blender und die Küchenmaschine habe ich zigmal spülen müssen. Ebenso sämtliche Messer, Schneidebretter und Schüsseln. Ständig sind Arbeitsflächen wieder dreckig … Aber gut, normalerweise mache ich auch nicht so viele Desserts, wie momentan. Generell arbeite ich kaum nach Rezept. Das wird sich nach meinem Urlaub eh wieder ändern. Dafür lerne ich jetzt eine Menge über diverse Zutaten, mit denen ich kaum gearbeitet habe. Nüsse kamen kaum oder sogar nie in’s Essen, Chiasamen nur für den wunderbaren „Life changing loaf of bread“, Hanfsamen nur geröstet über Salat. Auch Sprossen haben wir nur sporadisch verwendet. Auf der anderen Seite bin ich negativ überrascht darüber, wie viel mit Süßungsmitteln gearbeitet wird: Agavendicksaft, Ahornsirup, Palmzucker, Trockenfrüchte, Stevia, Xylitol … Dazu noch das ganze Obst. So viel Zucker nehme ich sonst nicht zu mir, würde ich behaupten und das werde ich auch wieder zurückschrauben.

Außerdem lerne ich gerade, die unterschiedlichen Eigenschaften der Küchengeräte einzuschätzen. Wann lieber den Blender, die Küchenmaschine, den Mixer oder den Pürierstab einsetzen? Wie lange darf man welche Nüsse mixen und wie lange dauert es, was im Dörrautomat zu trocknen. Im Buch „Raw & Simple“ sind übrigens jede Menge Tipps zu Nährstoffen, zur Vorratshaltung, Küchenaustattung, zum Umgang mit diversen Zutaten und zum Zeit sparen. Außerdem findet man viele Ratschläge für einen gesunden Lebensstil. Ich kann das Buch für jeden Rohkost-Laien (wie mich) nur empfehlen.

Bisher habe ich sehr viel Spaß mit dieser Ernährung. Leider frisst das Ganze eine Menge Zeit und ich muss mich ab morgen unbedingt mit anderen Dingen beschäftigen, die im Urlaub noch dringend erledigt werden wollen.

schoki

Geschenke selber machen

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Ich habe schon lange nichts mehr geschrieben. Das liegt wohl daran, dass ich im Sommer einen neuen Job angefangen habe und durch die extrem weite Anfahrt zum neuen Arbeitsplatz viel zu wenig Zeit für andere Dinge habe. Ich habe zwar immer fleißig Fotos für mögliche Blogeinträge gemacht, aber leider war es das auch. Jetzt habe ich eine Menge aufzuholen, was ich vermutlich nicht schaffen werde. Zudem bin ich noch immer selbstständig und aktiv im Tierschutz sowie in einer regionalen vegan-vegetarischen Gruppe.

Bei der Stöberei in den vielen Bildern habe ich mich dazu entschieden, mit den Geschenken anzufangen, die ich meinen Liebsten zu Weihnachten geschenkt habe. Im letzten Jahr war ich nämlich mal sehr kreativ und habe tagelang bis in die Nacht hinein gebacken, (ein)gekocht und gebastelt. Dabei herausgekommen sind:

  • jede Menge Kekse
  • getrocknete Apfelringe mit Kuvertüre
  • Backmischungen im Glas mit Backanleitung
  • Amaretto-Kirschen
  • Lebkuchen-Likör
  • Rotwein-Birnen mit Rosmarin
  • Apfelsirup mit Sternanis
  • Orangenmarmelade

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Es hat wirklich riesigen Spaß gemacht und ich finde, es hat sich auch absolut gelohnt. Bei der ganzen Arbeit habe ich natürlich alles probieren müssen und es ist jede Menge Marmelade, Likör etc. übrig geblieben, wovon wir jetzt noch etwas haben. Besonders die Orangen-Marmelade ist der Hammer! Ein positiver Nebeneffekt: Man bringt den Beschenkten auf liebevoller Weise bei, dass vegan in keinster Weise Verzicht bedeutet, sondern mit viel Leckerei verbunden ist.

Wie ist das bei euch? Wie war Weihnachten? Verschenkt ihr gerne selbst gemachte Geschenke, oder habt ihr euch noch nicht getraut? Falls ihr Anleitungen oder Rezepte braucht, schreibt mir einfach eine Nachricht oder einen Kommentar. Ach übrigens: Die Einweckgläser habe ich Secondhand für ein paar Euro gekauft.

Habt ihr euch eigentlich gute Vorsätze für das neue Jahr gemacht? Der beste Vorsatz, den ich mir je gemacht habe, war der, vegan zu leben. Das habe ich tatsächlich zu einer Jahreswende umgesetzt. Vorher hatte ich zwar schon weder Eier noch Milchprodukte gegessen, dafür aber unterwegs immer noch Kuchen oder andere fertige Produkte, in denen tierische Produkte (von Fleisch abgesehen) verarbeitet waren. Es war eine der besten Entscheidungen meines Lebens … Dieses Mal gab es bei mir jedoch keine guten Vorsätze. Naja, mehr Sport treiben und abnehmen ist irgendwie obligatorisch. 😉 Allerdings habe ich mich nun tatsächlich wieder im Fitness-Studio angemeldet. Ich bin mal gespannt, ob es was bringt.

 

Weihnachten2

Vegane Erdbeer-„Sahne“-Torte

torte_blogWer mir auf Facebook folgt, hat das Bild schon gesehen. Für alle anderen schreibe ich hier noch mal über meine allererste selbst gemachte Torte. Eigentlich wollte Martin für seinen Geburtstag nur einen Tortenboden mit Erdbeeren und Tortenguss machen, aber dann wurde die Zeit knapp, er musste weg und ich sollte übernehmen. Also hat er mich mit dem selbst gebackenen Biskuitboden allein gelassen (wer das Rezept will, soll sich melden, denn dazu müsste ich Martin noch mal fragen).

Tortenboden mit Erdbeeren fand ich irgendwie zu langweilig, also habe ich geschaut, was alles vorrätig ist und die von mir nun geliebte Hulala-Schlagcreme gefunden. Außerdem waren noch „Zuckerstreusel bunt gemischt“ von Biovegan da. Etwas anderes brauchte ich auch gar nicht. Achso, die Garnierspritze habe ich auch aus dem untersten Fach im Schrank hervorgekramt. Ich habe sie tatsächlich schon zum zweiten Mal benutzt – in mehreren Jahren.

Der Biskuitboden wurde in zwei Scheiben geschnitten. Von den Erdbeeren habe ich die schönsten ausgesucht und den Rest püriert. Die Hulala-Schlagcreme (das ganze Paket) steif geschlagen und dann die pürierten Erdbeeren untergemixt. Auf die untere Biskuitscheibe kam eine Schicht Erdbeer-Creme und darüber ein paar klein geschnittene Erdbeeren. Darüber dann die zweite Scheibe Biskuitboden und das Ganze habe ich dann mit der Erdbeercreme mit Hilfe eines Teigschabers rundherum eingeschmiert und halbwegs glattgestrichen (hier erkennt man eindeutig den Laien in mir). Oben drauf habe ich dann mit der Garnierspritze und Erdbeeren verziert und die Zuckerstreusel drüber gestreut. Schon fertig!

Die Torte ging auf den Geburtstag als erstes weg. Wirklich jeder fand sie richtig, richtig lecker! Die übrig gebliebene Erdbeercreme (ich habe nicht alles für die Torte verbraucht) habe ich in einer Schüssel mit Erdbeerstücken und Erdbeersoße (aus den pürierten Erdbeeren) neben die Kuchen gestellt. Es gab noch einen Schoko-Kirsch-Kuchen und einen „Käsekuchen“. Die Gäste waren allesamt erstaunt, dass es so etwas tatsächlich bei den Veganern gibt. 😉

Da ich bald Abschied hier im Büro feiern werde, weil ich gekündigt habe und nur noch auf Rechnung hier arbeiten werde, wird es demnächst noch mal so eine oder eine ähnliche Torte geben. Ich bin im wahrsten Sinne auf den Geschmack gekommen.