Vegane Rohkostpizza

Diejenigen von euch, die meine Minimalismus-Challenge verfolgen, werden mitbekommen haben, dass ich mein Sedona Dörrgerät bei Ebay versteigert habe. Ich habe es einfach nicht oft genug genutzt, um zu rechtfertigen, dass es hier rumsteht. Aber beim Abschied ist mir da noch ein Gericht eingefallen, das ich mit dem Gerät gemacht habe und das ich euch gerne noch vorstellen möchte: vegane Rohkostpizza.

Das Rezept habe ich aus dem Buch Going Raw von Judita Wignall, in dem wirklich extrem viele super leckere Rezepte sind. Ihr solltet es euch unbedingt zulegen, insbesondere um neue Dessert-Ideen zu bekommen. Es war eine wirklich verdammt leckere Pizza und sie hat auch wirklich nach Pizza geschmeckt, aber … es ist unglaublich, wie lange es gedauert hat, um diese eine Pizza herzustellen. Ihr glaubt es nicht!

  • ca. 30 Stunden, um den Kamut für den Pizzateig keimen zu lassen. Der Kamut wird mit Salz, Wasser und Olivenöl zu einem Teig püriert. Danach werden Leinsamen in den Teig geknetet und man verteilt das Ganze mit einem Teigroller auf einer Dörrfolie. Mit meinem Küchengerät, das ich mittlerweile auch aussortiert habe, hat diese Prozedur insgesamt sicher mehr als eine halbe Stunde gedauert.
  • 4 Stunden, um den Pizzaboden im Dörrgerät zu trocknen.
  • 2 Stunden, um die sonnengetrockneten Tomaten für die Sauce einzuweichen. Die Tomaten werden dann mit einer frischen Tomate, Zitronensaft, Olivenöl, Knoblauch, einer Dattel, Salz, Cayennepfeffer und frischen Kräutern im Mixer püriert, was inkl. der Schnippelei ungefähr 30 Minuten dauert.
  • 2 Stunden, um die Cashewkerne für den Käse einzuweichen. Die Cashews werden dann mit Wasser Hefeflocken, Zitronensaft und Salz im Mixer püriert. Also fürs Pürieren auch gut noch mal 15 Minuten. Eher mehr, weil sich so eine Masse echt schlecht mixen lässt.
  • 10 Minuten, um Champignons, Zwiebeln und Knoblauch zu hacken. Das Ganze mit Tamari und Olivenöl zu vermischen und noch mal 15 Minuten, um diese Mischung durchziehen zu lassen.
  • ca. 15 Minuten, um den Pizzaboden mit Pilzen und frischem, geschnippeltem Gemüse zu garnieren und letztlich 3 Stunden, um die komplette Pizza noch mal im Dörrautomaten zu trocknen.
  • 2 Stunden, um Macadamianüsse und Pinienkerne für den Veggie-Parmesan einzuweichen. Beides wird mit Zitronensaft, Hefeflocken, Salz und Wasser in einer Küchenmaschine verrührt (immer mal wieder Wasser zugeben). Die Nussmasse muss dünn auf einer Dörrfolie ausgestrichen werden und braucht 6-8 Stunden, um zu trocknen, danach kommt sie in eine Gewürzmühle, um sie streufähig zu machen.

Okay, man kann das ein oder andere parallel einweichen, um Zeit zu sparen. Aber angesichts der Tatsache, dass man Mixer und Küchengerät immer wieder reinigen muss, bevor man das Nächste mixt und dass man ständig schneiden und hacken muss, benötigt man echt ewig Zeit. Ich weiß nicht mehr ganz genau, wie lange es gedauert hat, aber da ich Nüsse gerne über Nacht einweichen lasse und dann morgens verarbeite, habe ich insgesamt gut 4-5 Tage gebraucht vom ersten Einweichen des Getreides, bis zur allerletzten Trocknung im Dörrgerät. Die Erfahrung war es wert, aber so eine Pizza lohnt sich wirklich nur, wenn man sowieso regelmäßig Zutaten wie die Sauce, den Veggie-Parmesan, den Käse und gekeimtes Getreide vorrätig hat. Aber dann sollte man hauptberuflich z. B. Food-Blogger oder Mitarbeiter in einer Rohkost-Küche sein. 😉

Wie ist das bei euch? Habt ihr Erfahrung mit Rohkostgerichten oder habt ihr schon mal andere, vergleichbar umständliche Gerichte zubereitet? Natürlich nur, um sie dann in wenigen Minuten zu verspeisen. 😀

 

 

Hundeernährung

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Ich muss gestehen, dass ich doch nicht mehr so häufig für meine Hunde koche, wie ich es gerne würde und auch getan habe. Mir fehlt die Zeit schon an so vielen anderen Stellen, da greife ich leider viel zu häufig auf Fertigfutter zurück. Aber wenn ich selbst koche oder backe, schmeckt es den beiden immer richtig gut. 🙂 Da es mir natürlich wichtig ist, dass alle Nährstoffe im Futter enthalten sind, gebe ich immer auch noch Nahrungsergänzung hinzu. (Für alle die jetzt meinen, dass es dann keine ausgewogene Ernährung sein kann: nichts anderes wird auch Fertigfutter beigemischt und nein, BARF ist für uns aus Verträglichkeitsgründen keine Alternative.) Anfangs habe ich noch Vegedog genommen, was importiert wird und leider immer wieder nicht lieferbar ist. Daher war ich Ende des letzten Jahres sehr erfreut, als es hieß, dass nun ein ähnliches Produkt von einem deutschen Hersteller auf den Markt kommt.

V-Complete enthält alle wichtigen Vitamine, Mineralstoffe und Spurenelemente für Hunde. Auf der Webseite gibt es Empfehlungen zur Zubereitung und tolle Rezepte. Es ist also eigentlich ganz einfach, den eigenen Hund zu bekochen. Ein tolles Produkt, das übrigens aus Eigenbedarf entstanden ist.

Hundekekse

Ein Beispiel für selbst gebackene Hundekekse seht ihr auf dem Foto oben. Das tolle und sehr einfache Rezept findet ihr bei der Küchenmamsell. Meine Hunde lieben diese Kekse!

VeggieDog100Im letzten Jahr hat übrigens noch ein weiterer Hersteller verkündet, veganes Hundefutter auf den Markt zu bringen. VeggieDog 100 von Green Petfood haben wir dann auch ausprobiert und waren sehr zufrieden. Meine Hunde haben es gerne gefressen und auch sehr gut vertragen. Leider hat sich nach der ersten Nachfrage beim Hersteller ergeben, dass das zugesetzte Vitamin D3 tierischen Ursprungs ist (Diese Information habe ich nicht aus erster Hand, sondern durch eine Facebook-Gruppe). An dieser Stelle muss jeder selbst entscheiden, ob er das Futter dennoch kauft. Wir verfüttern als Trockenfutter derzeit ausschließlich Fitness3 Trainer Vegetal, welches ihr bei alles-vegetarisch.de bestellen könnt. Zukünftig soll es VeggieDog 100 allerdings auch mit pflanzlichem D3 geben.

 

Erdbeerzeit

Milchreis_ErdbeerenErdbeeren sind das Geilste! Wenn es nicht so Unnachhaltig wäre, würde ich sie vermutlich das ganze Jahr über essen. Zum Glück beginnt jetzt langsam wieder die Erdbeerzeit, auch in unserem Garten, und ich habe eine erste, einfache Rezeptidee für euch:

Ihr benötigt:

  • Milchreis
  • Vanille-Sojamilch
  • 500 g Erdbeeren
  • 1 Stange Vanille
  • Rohrohrzucker
  • ein paar Minzblätter
  • Schokoherzen (hier von BIOVEGAN)
  • Schokosirup (hier von agava)

Den Milchreis nach Anleitung mit der Vanille-Sojamilch kochen. 3/4 der Erdbeeren mit Minzblättern pürieren und dann mit Vanille und Zucker abschmecken. Den noch warmen Milchreis mit der Erdbeersauce, ganzen Erdbeeren, Schokoherzen und etwas Schokosirup anrichten und genießen. Ganz einfach und unglaublich gut!

 

Veganes Party-Essen …

Eiersalat

 

… oder einfach ein leckerer Brotaufstrich.

Wenn ich Gäste einlade, die selbst nicht vegan sind, frage ich mich immer wieder, was ich servieren kann, damit ihnen wirklich nichts fehlt. Der „Eiersalat“ von Björn Moschinski aus seinem Buch „Kochen für alle“ ist eine der vielen Party-Speisen, die ich entdeckt habe. Er besteht aus Nudeln, Kichererbsen, Zwiebeln, Majo, Schnittlauch, Kurkuma, Salz und Pfeffer. Da ich es selbst noch nicht geschafft habe, vegane Majo hinzubekommen, nehme ich gekaufte.

Den „Eiersalat“ gab es an meinem Geburtstag zum Frühstück und wir haben zu zweit fast alles auf einmal aufgegessen.