Aktuelles, ein neuer Online-Shop und vielleicht ein Gewinnspiel

orangeroett

In den letzten Wochen hat sich wieder einiges getan. Es gibt neue tolle Projekte, von denen ich euch demnächst auch noch erzählen werde. Es bleibt spannend!

Ich war auch wieder in einem weiteren Tierheim und war überrascht, wie gut es im Gegensatz zu vielen anderen Tierheimen ausgestattet war. Es gibt viele Unterschiede, gerade wenn es um die Größe des Tierheims, die Unterbringungen und die Aufnahmemöglichkeiten geht. In dem einen Tierheim bestehen die Außengehege für Hunde und Katzen vielleicht aus Bauzäunen, in dem anderen Tierheim haben die Tiere richtige Außenanlagen mit vernünftigem Boden und sind vor allem wind- und wettergeschützt. In dem einen Tierheim besteht die Quarantänestation aus wenigen kleinen Käfigen, woanders gibt es eine richtige Krankenstation. Die Mitarbeiter haben entweder nur eine kleine Hütte für sich und als Büro oder haben woanders ein eigenes Büro, einen Aufenthaltsraum und einen Empfang. Kleintiere werden entweder in Käfigen gehalten, oder haben große Freigehege, in denen sie sogar nach Gruppen getrennt werden können. Bei einigen Tierheimen ist gar kein Geld vorhanden, um überhaupt mit Baumaßnahmen zu beginnen, sei es, weil die Stadt nicht genug Geld zur Verfügung stellt oder weil die Inhaber des Tierheims (Privatleute, Verein) nicht genug aufbringen können. Letztendlich wird das meiste Geld eh für Futter-, Tierarzt- und Energiekosten ausgegeben. Diese Kosten liegen auch bei ganz kleinen Tierheimen und Gnadenhöfen im fünfstelligen Bereich, monatlich!

Tja, mit meiner Patenschaft bei Hof Butenland, meiner Mitgliedschaft in einem Tierschutzverein und kleinen Spendenaktionen fühle ich mich da richtig unbedeutend. Zudem habe ich jede Menge Arbeit mit meinen eigenen Hunden, Katzen und Meerschweinchen, die (bis auf eins) alle aus dem Tierschutz oder aus zweiter Hand zu mir gekommen sind. Also muss eine weitere Einnahmequelle her, deren Gewinn in den Tierschutz fließen soll, habe ich mir gedacht.

Und jetzt kommt orangerött in’s Spiel:

Mit 3Freunde habe ich ein Unternehmen gefunden, das fair gehandelte, klimaneutral hergestellte Shirts aus Bio-Baumwolle anbietet. Auch der Druck wird umweltschonend mit wasserbasierten Farben umgesetzt. Damit konnte der Shop auch schon starten und die ersten Artikel sind online. Am Ende des Jahres wird dann entschieden, an welche Organisation der Gewinn gespendet wird. Schauen wir mal, ob die Aktion Erfolg hat. 🙂

Ihr seid gefragt:

Ich überlege, ein Gewinnspiel zu veranstalten. Der Ablauf soll folgendermaßen sein: Ihr sendet Design-Vorschläge für Shirts (per Mail oder auf facebook). Das Ganze wird auf facebook bewertet. Das Design mit den meisten Likes gewinnt und wird in den Shop aufgenommen. Der Gewinner/die Gewinnerin bekommt ein Shirt (Wunschgröße und -farbe) mit dem eigenen Motiv und darf sich aussuchen, an welche Tierschutzorganisation der Gewinn dieses Shirts gespendet wird.

Was haltet ihr davon? Bitte schickt mir eure Meinung als Kommentar, per Mail oder auf facebook. Wenn genug mitmachen würden, lege ich los.

Über orangerött:

Das Hauptmotiv ist Robin, ein Rotkehlchen, welches ihr auch im Blog-Logo findet. Das Rotkehlchen ist für mich Symbol für den Umweltschutz, denn Singvögel werden immer weiter verdrängt – durch Pflanzenschutzmittel, Reduzierung/Verschlechterung der Lebensräume, Reduzierung ihres Nahrungsangebots, Jagd/Wilderei etc. Je mehr wir unsere Umwelt zerstören, desto weniger Vögel können wir also sehen und singen hören.

Wie der Name Rotkehlchen schon vermuten lässt, haben diese Vögel eine rote Kehle – genauer gesagt, eine rot-orangene Kehle. Daher auch der Name orangerött (schwedisch für orangerot).

 

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Täglich beschäftige ich mich mit News und Informationen rund um die Themen Nachhaltigkeit, Bio-Produkte, vegane Produkte, Fleischkonsum und -produktion, Umweltschutz bzw. -schädigung, Fairtrade etc. Da ich nicht gleich über alles einen Artikel schreibe, poste ich vieles auf Facebook, Twitter und Google+, teilweise sogar Xing und Pinterest. Wenn ihr also bei einem dieser sozialen Netzwerke unterwegs seid, dürft ihr mir gerne folgen, Fan werden, mich in euren Kreis aufnehmen… wie auch immer.

Hier findet ihr regelmäßig Links zu aktuellen Nachrichten, Videos, Berichten, Interviews und natürlich den Hinweis, wenn mal wieder ein neuer Artikel hier im Blog erschienen ist. Die Facebook-Seite ist übrigens öffentlich, ihr benötigt dafür also keinen eigenen Account. Ich freue mich auf euch!

lovechock

Die Biomesse ist schon wieder so lange her. Trotzdem habe ich noch immer Produkte zu Hause liegen, die ich auf der Messe kennengelernt habe und über die ich euch noch schreiben muss. Eines dieser Produkte ist lovechock, eine geniale Bio-Rohkost-Schokolade. Ich kann gar nicht sagen, welche mir am besten schmeckt… Vielleicht die mit Ananas und Inkabeere.

Die Kakaobohnen kommen aus Ecuador. Hier bestehen wohl faire Verträge mit den Bauern – nicht zertifiziert, sondern nach eigenen Grundsätzen. Leider findet sich auf der Webseite nichts weiter darüber, aber im persönlichen Gespräch auf der Messe wurden meine Fragen dazu direkt beantwortet und bei lovechock scheint man sich viele Gedanken über eine faire Zusammenarbeit mit den Bauern zu machen. Die Weiterverarbeitung geschieht in einer Werkstatt für Benachteiligte (auch noch Behindertenwerkstatt genannt, was aber mittlerweile politisch nicht mehr korrekt ist).

Bei der Herstellung wird der Kakao kaltgemahlen, weshalb diese Schokolade einen „größeren Effekt“ hat, als gerösteter Kakao. Es gibt ein „spezielles Produktionsverfahren“ und besondere Zutaten, wie z. B. Gula Java (getrockneter Kokosblüten-Nektar). Dieser wird zum Süßen genutzt und hat einen karamellähnlichen Geschmack. Gula Java hat einen sehr niedrigen Glykämischen Index und ist deswegen für Diabetiker geeignet, außerdem soll er der nachhaltigste Zucker sein (laut Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation). Der Gula Java-Lieferant sitzt in Indonesien und „arbeitet zusammen mit Fairworld, die die Richtlinien des fairen Handels überwachen.“ Dadurch werden laut Webseite von lovechock ca. 2000 Javanische Familien unterstützt. Klingt schon mal gut!

Weiterhin enthalten sind Zutaten, die von lovechock „Superfoods“ genannt werden. Dazu gehören Goji-Beeren, von denen man in letzter Zeit immer öfter hört, auch im Kosmetik-Bereich. Außerdem Maca-Pulver aus den Anden, welches nährstoffreich ist und sich u.a. positiv auf Libido und Fruchtbarkeit von Männern und Frauen auswirken soll. Eine weitere Zutat ist die Inka-Beere, welche viele positive Eigenschaften aufweist – anscheinend auch einen hohen B12-Gehalt.

Die Verpackung ist sehr nett anzusehen. Sie besteht aus „einfach (wieder) verschließbarem PEFC Einwickelpapier“. Die Verpackungsfolie ist aus Holz-Zellstoff und kann zu Hause kompostiert werden. Die Tinte ist „umweltfreundlich“.

Was ich an lovechock besonders toll finde: Den Geschmack! Vollmundig ist schon untertrieben. Die Schokolade ist sehr stark im Geschmack, dazu kommen dann die fruchtigen Beeren. Mir reicht ein Stück, höchstens zwei, um meine Lust nach einer Leckerei zwischendurch zu befriedigen. Mehr geht auch gar nicht, dafür ist der Geschmack wirklich zu stark. Zudem gefällt mir, dass es Rohkost ist, womit ich mich demnächst näher befassen will. Bio und Fair sind zwei weitere Argumente für diese Schokolade.

Was ich nicht so toll finde: Ich überlege noch! 😉 Im Avocado-Store liest man einen Hinweis von einem User, dass der verwendete Kokoszucker angeblich nicht roh ist. Wenn das stimmt, gefällt mir dieser Punkt natürlich nicht.

Besser als Nutella?

Ja, Nutella ist lecker, aber davon abgesehen, dass es nicht vegan ist, darf man Konzerne wie Ferrero einfach nicht durch Konsum unterstützen. Natürlich ist jeder Verbraucher selbst dafür verantwortlich, wenn er Ungesundes isst, aber spätestens seid „Erdbeerkäse“ wissen wir, dass manche Verbraucher einfach nicht die nötige Konsum-Erziehung erhalten haben. Und hier finde ich es wichtig, dass einflussreiche Unternehmen Verantwortung übernehmen. Ungesunde Produkte verkaufen ist eine Sache, diese Produkte als besonders nährreich zu bewerben und sie Kindern anhand von Sport-Idolen und mit Sammelaktionen schmackhaft zu machen, ist eine andere. Verbraucher durch absichtlich konfuse Nährwert-Angaben zu täuschen ist noch schlimmer. Hier fehlt immer noch die „Nährwert-Ampel“, die foodwatch seit Jahren fordert. Zudem ist bekannt, dass die Rohstoffe nicht aus fairem Handel stammen und gerade bei der Haselnuss-Ernte sind Kinderarbeit und schlechte Bezahlung keine Seltenheit.

Ganz interessant zu diesem Thema ist der „Ferrero-Check“, den der WDR durchgeführt hat. Die Doku findet ihr hier: WDR Ferrero-Check

Was sind also Alternativen? Die Aufstriche von Rapunzel sind nach eigenen Angaben Bio und Fairtrade. Was mir persönlich nicht so gefällt, ist dass das Bio-Fairtrade-Siegel von Rapunzel selbst ist. Auf der Internetseite erfährt man, dass unabhängige Experten für die Kontrollen beauftragt und komplett von Rapunzel bezahlt werden… Ein Produkt bekommt dieses Siegel übrigens schon, wenn die Rohstoffe zu über 50 % aus aus fairem Handel kommen, was für mich immer noch zu wenig ist. Ein Manko an den Inhaltsstoffen von Rapunzel-Produkten ist, dass sie Palmfett enthalten und das ist auch aus Bio-Anbau nicht vertretbar. Also? Rapunzel ist zwar eine bessere Wahl als Nutella, weil es Bio ist und irgendwie auch fair gehandelt und weil der Aufstrich vegan ist… Aber was das Palmfett angeht, ist es nicht das, was ich von einem verantwortungsvollen Hersteller erwarte. Durch den sehr hohen Nuss-Anteil und dem darin enthaltenen Fett hat die Cashew Creme übrigens über 80 kcal pro 100 g mehr als Nutella. Das darf man sich im wahrsten Sinne des Wortes auf der Zunge zergehen lassen. Allerdings (und hierauf kommt es an) ist der Kohlenhydrat-Anteil weniger als halb so hoch wie bei Nutella (durch den geringeren Zuckergehalt). Und geschmacklich? Die Mandel-Creme schmeckt ein wenig wie Erdnuss-Butter, allerdings viel cremiger und zarter, dennoch nicht mein Fall. Die Cashew-Creme ist einfach genial. Extrem lecker und extrem cremig.

Und wie ist das bei Chocoreal? Die Haselnusscreme schmeckt meiner Meinung nach Nutella sehr ähnlich. Dafür ist sie Bio. Zucker steht wieder an erster Stelle in den Zutaten und wenn man sich bis zur niederländischen Webseite des Herstellers durchklickt, landet man auch wieder bei der Zutat Palmfett (in den Inhaltsstoffen als Pflanzenfett deklariert). Es hat ungefähr 20 kcal pro 100 g weniger als Nutella und fast die gleiche Menge Kohlenhydrate. Auf der Internetseite findet man übrigens noch etwas über klimaneutrale Produktion, Informationen über die Rohstoff-Beschaffung habe ich mit meinen minder-guten Niederländisch-Kenntnissen jedoch nicht gefunden. Angeblich sind langjährige soziale Verträge mit den Handelspartner abgeschlossen…

Und welche süßen Aufstriche nehmt ihr?