Moringa Pulver im Test

 

Vor einer Weile wurde mir von Terra Elements Bio Moringa Pulver zum Testen zugeschickt. Ich war total gespannt, da ich Moringa bisher noch nie selbst probiert habe, weil grüne Smoothies nicht ganz meins sind und da mir sonst keine Verwendung dafür einfiel.

Das Pulver ist sehr fein und löst sich sehr gut bei der Zubereitung auf, selbst wenn man es kalt anrührt, was für Rohkostrezepte natürlich wichtig ist. Zunächst haben wir es im Bananen-Shake probiert. Es riecht ein wenig wie Henna-Haarfärbepulver, was mich total irritiert hat. Auch der Geschmack geht ein wenig in die Richtung, was aber gar nicht schlimm ist. Der Shake war super lecker und auch mein Mann wollte direkt einen Nachschlag.

Danach musste ich erstmal recherchieren, wie ich diese Zutat noch verwenden kann und habe herausgefunden, dass es sich tatsächlich sehr vielseitig einsetzen lässt. Wir haben das Pulver in Kartoffelsuppe ausprobiert (Suppe nach Lieblingsrezept gekocht und das Moringa Pulver beim Pürieren untergemischt). Da wir uns mit der Dosierung ziemlich zurückgehalten haben, haben wir es kaum rausgeschmeckt. Danach haben wir es noch ins „Joghurt“-Dressing gemixt, was für mich auch ein wenig nach Henna geschmeckt hat, aber auch hier war es ganz lecker. Als nächstes will ich ein Rezept mit Spinat damit verfeinern, da Moringa sehr gut zu Spinat passen soll. Und eigentlich wollte ich auch noch ein Eis damit herstellen. Ich glaube, ich muss noch einen zweiten Artikel darüber schreiben.

Jetzt gerade trinke ich übrigens eine Tasse Moringa-Tee, den ich auch mit dem Pulver aufgegossen habe. Der Tee schmeckt gewöhnungsbedürftig, aber mit einem guten Schuss Agavendicksaft wirkt er überraschend wohltuend. Es riecht nach einer Mischung aus Henna und Spinat, was im Geschmack allerdings nicht so intensiv ist.

Moringa wird übrigens aus den Blättern des Meerrettichbaumes hergestellt, wird in Rohkostqualität geliefert und enthält folgende Stoffe: Vitamine A, B2, C und E, Calcium, Eisen, Ballaststoffe, Proteine und Antioxidantien. Wer die ayurvedische Küche kennt, ist mit Sicherheit auch schon über Moringa gestolpert.

Bei Terra Elements könnt ihr bis zum 7. Mai übrigens noch versandkostenfrei ab einem Bestellwert von nur 10 € bestellen. Im Shop gibt es auch andere Superfoods, wie z. B. Maca, Goji und Acai. Außerdem Naturkosmetik, u. a. Konjac-Schwämme, über die ich hier auch schon mal geschrieben habe.

Power Frühstück für (vegane) Kids

Ich möchte euch heute mal zeigen, was unsere (mittlerweile zweijährige) Zaubermaus nahezu täglich frühstückt. Sie liebt nämlich Müsli und das besteht bei uns aus folgenden Zutaten:

  • 3-4 EL Babymüsli-Mischung (von z. B. DM Bio, Alnatura oder Freche Freunde)
  • ca. 1 TL oder 1 EL Chiasamen
  • ca. 1 EL gepuffter Amaranth (oder Quinoa)
  • 1 TL Leinöl mit DHA (kaufen wir immer im Reformhaus)
  • 1 TL weißes Mandelmus
  • eine Handvoll Obst (z. B. eine Kiwi)
  • Pflanzenmilch (z. B. Hafermilch + Calcium)

Und da die Kleine es immer nicht aushalten kann, bis das Müsli endlich fertig ist, bekommt sie für die Wartezeit gerne mal einen Snack, bestehend aus:

  • 1 Banane
  • Erdnussmus

Was lieben eure Kids?

Rohköstlicher, veganer „Käse-Kirsch-Kuchen“

Auch dieses Rezept ist aus dem Buch Going Raw von Judita Wignall, von dem ich euch schon in meinem Artikel über Rohkostpizza erzählt habe. Auch für dieses Rezept braucht ihr Zeit, aber nicht so viel, wie für die Pizza, da ihr zwar Nüsse einweichen und trocknen lassen müsst, aber dafür das Dörrgerät nicht braucht. Naja, stattdessen muss der Kuchen zum Schluss erstmal ins Gefrierfach. Und die Nussmilch muss man ja auch selbst machen. Okay, so schnell geht es dann wohl auch nicht. Die meisten Rohkostzutaten habe ich übrigens bei PureRaw gekauft, wobei es einige Sachen, wie z. B. Kakaobutter mittlerweile auch in Reformhäusern und Bioläden gibt. Lecithinpulver habe ich nicht gefunden, dafür Granulat in der Apotheke gekauft. Das ist zwar nicht optimal, funktioniert aber super.

Für den Boden

  • 225 g eingeweichte, getrocknete und zu Schrot gemahlene Walnüsse
  • 48 g Datteln
  • 30 g Palmzucker
  • 20 g Rohkost-Kakaopulver
  • 44 g Kakaonibs
  • 1/8 TL Meersalz

Alles zu einem Teig vermixen und 60 g für den Belag aufheben. Den Rest in einer mit Backpapier ausgelegten Springform verteilen und damit Boden und Rand formen und fest andrücken. Bis zum nächsten Schritt in den Kühlschrank stellen.

Für die „Käsecreme“

  • 360 g eingeweichte Cashews
  • 235 ml Nussmilch
  • 255 g Agavendicksaft
  • 60 ml Zitronensaft
  • Mark einer Vanilleschote
  • 30 g Lecithinpulver
  • 164 g Kakaobutter, verflüssigt

Alles bis auf das Lecithinpulver und die Kakaobutter glatt pürieren, dann die restlichen Zutaten dazu geben und noch mal kurz pürieren. Das Ganze auf dem Kuchenboden verteilen und glatt streichen.

Für den Belag

155 g Kirschen (oder andere Beeren) auf dem Kuchen verteilen und teilweise in die Creme eindrücken. Schließlich den übrig gelassenen Teig auf dem Kuchen verteilen, der dann zwei Stunden ins Gefrierfach kommt. Man kann ihn entweder vor dem Servieren auftauen oder, an besonders heißen Tagen, wie Eistorte genießen.

Guten Appetit!

Vegane Rohkostpizza

Diejenigen von euch, die meine Minimalismus-Challenge verfolgen, werden mitbekommen haben, dass ich mein Sedona Dörrgerät bei Ebay versteigert habe. Ich habe es einfach nicht oft genug genutzt, um zu rechtfertigen, dass es hier rumsteht. Aber beim Abschied ist mir da noch ein Gericht eingefallen, das ich mit dem Gerät gemacht habe und das ich euch gerne noch vorstellen möchte: vegane Rohkostpizza.

Das Rezept habe ich aus dem Buch Going Raw von Judita Wignall, in dem wirklich extrem viele super leckere Rezepte sind. Ihr solltet es euch unbedingt zulegen, insbesondere um neue Dessert-Ideen zu bekommen. Es war eine wirklich verdammt leckere Pizza und sie hat auch wirklich nach Pizza geschmeckt, aber … es ist unglaublich, wie lange es gedauert hat, um diese eine Pizza herzustellen. Ihr glaubt es nicht!

  • ca. 30 Stunden, um den Kamut für den Pizzateig keimen zu lassen. Der Kamut wird mit Salz, Wasser und Olivenöl zu einem Teig püriert. Danach werden Leinsamen in den Teig geknetet und man verteilt das Ganze mit einem Teigroller auf einer Dörrfolie. Mit meinem Küchengerät, das ich mittlerweile auch aussortiert habe, hat diese Prozedur insgesamt sicher mehr als eine halbe Stunde gedauert.
  • 4 Stunden, um den Pizzaboden im Dörrgerät zu trocknen.
  • 2 Stunden, um die sonnengetrockneten Tomaten für die Sauce einzuweichen. Die Tomaten werden dann mit einer frischen Tomate, Zitronensaft, Olivenöl, Knoblauch, einer Dattel, Salz, Cayennepfeffer und frischen Kräutern im Mixer püriert, was inkl. der Schnippelei ungefähr 30 Minuten dauert.
  • 2 Stunden, um die Cashewkerne für den Käse einzuweichen. Die Cashews werden dann mit Wasser Hefeflocken, Zitronensaft und Salz im Mixer püriert. Also fürs Pürieren auch gut noch mal 15 Minuten. Eher mehr, weil sich so eine Masse echt schlecht mixen lässt.
  • 10 Minuten, um Champignons, Zwiebeln und Knoblauch zu hacken. Das Ganze mit Tamari und Olivenöl zu vermischen und noch mal 15 Minuten, um diese Mischung durchziehen zu lassen.
  • ca. 15 Minuten, um den Pizzaboden mit Pilzen und frischem, geschnippeltem Gemüse zu garnieren und letztlich 3 Stunden, um die komplette Pizza noch mal im Dörrautomaten zu trocknen.
  • 2 Stunden, um Macadamianüsse und Pinienkerne für den Veggie-Parmesan einzuweichen. Beides wird mit Zitronensaft, Hefeflocken, Salz und Wasser in einer Küchenmaschine verrührt (immer mal wieder Wasser zugeben). Die Nussmasse muss dünn auf einer Dörrfolie ausgestrichen werden und braucht 6-8 Stunden, um zu trocknen, danach kommt sie in eine Gewürzmühle, um sie streufähig zu machen.

Okay, man kann das ein oder andere parallel einweichen, um Zeit zu sparen. Aber angesichts der Tatsache, dass man Mixer und Küchengerät immer wieder reinigen muss, bevor man das Nächste mixt und dass man ständig schneiden und hacken muss, benötigt man echt ewig Zeit. Ich weiß nicht mehr ganz genau, wie lange es gedauert hat, aber da ich Nüsse gerne über Nacht einweichen lasse und dann morgens verarbeite, habe ich insgesamt gut 4-5 Tage gebraucht vom ersten Einweichen des Getreides, bis zur allerletzten Trocknung im Dörrgerät. Die Erfahrung war es wert, aber so eine Pizza lohnt sich wirklich nur, wenn man sowieso regelmäßig Zutaten wie die Sauce, den Veggie-Parmesan, den Käse und gekeimtes Getreide vorrätig hat. Aber dann sollte man hauptberuflich z. B. Food-Blogger oder Mitarbeiter in einer Rohkost-Küche sein. 😉

Wie ist das bei euch? Habt ihr Erfahrung mit Rohkostgerichten oder habt ihr schon mal andere, vergleichbar umständliche Gerichte zubereitet? Natürlich nur, um sie dann in wenigen Minuten zu verspeisen. 😀