Hof Butenland und Vegane Wochen bei Biodeals

Ich habe Hof Butenland bei Facebook kennengelernt. Die Seite dort könnt ihr euch auch anschauen, wenn ihr selbst nicht bei Facebook angemeldet seid. Hof Butenland ist eine Tierschutz Stiftung, die sich durch Spenden und Kapitalerträgen finanziert. Aktuell leben auf dem Hof 174 Tiere, wobei die Zahl regelmäßig steigt. Auf der Internetseite liest man über das Ziel der Stiftung: „…die auf Hof Butenland lebenden Tiere zu schützen und abzusichern sowie zukünftig weitere Tiere zu retten, um Ihnen ein artgerechtes Leben zu ermöglichen und Rechte zu zugestehen.“

Wenn man die Geschichten der einzelnen Tiere auf der Internetseite durchliest und/oder bei Facebook verfolgt, ist man ganz schnell mittendrin und erlebt Schicksalsschläge und Happy Ends, als wäre man selbst dabei. Dabei sein ist übrigens auch möglich, indem man sich für eine Zeit in eine der beiden Ferienwohnungen einmietet, die allerdings bereits bis Ende November ausgebucht sind. Zudem kann man Patenschaften übernehmen und natürlich anderweitig unterstützen. Wenn man sich eine Weile mit Hof Butenland auseinander gesetzt hat, lernt man auch ganz schnell die besondere Nähe zu den einzelnen Tieren kennen. Jedes Tier hat einen ganz eigenen Charakter und einen ganz persönlichen Lebens- und Leidensweg und dies alles wird erlebbar in den Berichten dargestellt. Und genau das, diese Wahrnehmung der einzelnen Persönlichkeiten, macht die Stiftung in meinen Augen so besonders.

Allein wenn man sieht, wie die Kaninchen gehalten werden, geht einem schon das Herz auf. Ich wünschte, meine Not-Meeries könnten es auch sooo gut haben. Es gilt das Prinzip, den Tieren die maximal mögliche Freiheit zu erlauben. Sie sind also nicht da, um Menschen zu bespaßen, sondern können sich nahezu frei auf dem Hof bewegen. Aber mit ein Bisschen Glück lassen sie sogar Besucher an sich ran und einige freuen sich über Streicheleinheiten, wie man auf den vielen Videos im Youtube-Channel sehen kann.

Erst vor Kurzem konnte man die traurige Geschichte von acht Kühen, drei Bullen und einem Bullenkalb verfolgen, die angebunden an Ketten in einem dunklen Stall leben mussten. Für acht dieser Tiere wurde der Schlachttermin bereits bestimmt, bevor Hof Butenland eine Lösung vorschlagen konnte. Ein Rechtsanwalt hat schließlich dabei geholfen, die Behörden zu überzeugen, das es außer Schlachtung noch einen anderen Weg geben kann. Vier Tiere konnten also gerettet werden, d. h. tatsächlich sind es fünf, denn eine der Kühe ist hochträchtig. Wäre sie also nicht gerettet worden, wäre sie mitsamt ihres Kalbs beim Schlachter gelandet (was übrigens keine Seltenheit sondern Alltag ist).

Als ich mich vorhin noch einmal auf der Internetseite umgesehen habe, habe ich mich dazu entschlossen, eine Patenschaft zu übernehmen. Ich kann mich noch nicht entscheiden, für wen. Vielleicht für die Gänse Franz und Franziska? Oder für Loriot, das ehemalige Schulpferd? Was meint ihr? Ich glaube, ich lasse die Geschichten noch eine Weile auf mich wirken und entscheide dann.

Letzte Woche bekam ich übrigens eine E-Mail von Biodeals. Es gibt wieder vegane Wochen (die Aktion läuft schon). 10 % des Umsatzes werden zu gleichen Teilen an Hof Butenland und die Vegane Gesellschaft gespendet.

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