lovechock

Die Biomesse ist schon wieder so lange her. Trotzdem habe ich noch immer Produkte zu Hause liegen, die ich auf der Messe kennengelernt habe und über die ich euch noch schreiben muss. Eines dieser Produkte ist lovechock, eine geniale Bio-Rohkost-Schokolade. Ich kann gar nicht sagen, welche mir am besten schmeckt… Vielleicht die mit Ananas und Inkabeere.

Die Kakaobohnen kommen aus Ecuador. Hier bestehen wohl faire Verträge mit den Bauern – nicht zertifiziert, sondern nach eigenen Grundsätzen. Leider findet sich auf der Webseite nichts weiter darüber, aber im persönlichen Gespräch auf der Messe wurden meine Fragen dazu direkt beantwortet und bei lovechock scheint man sich viele Gedanken über eine faire Zusammenarbeit mit den Bauern zu machen. Die Weiterverarbeitung geschieht in einer Werkstatt für Benachteiligte (auch noch Behindertenwerkstatt genannt, was aber mittlerweile politisch nicht mehr korrekt ist).

Bei der Herstellung wird der Kakao kaltgemahlen, weshalb diese Schokolade einen „größeren Effekt“ hat, als gerösteter Kakao. Es gibt ein „spezielles Produktionsverfahren“ und besondere Zutaten, wie z. B. Gula Java (getrockneter Kokosblüten-Nektar). Dieser wird zum Süßen genutzt und hat einen karamellähnlichen Geschmack. Gula Java hat einen sehr niedrigen Glykämischen Index und ist deswegen für Diabetiker geeignet, außerdem soll er der nachhaltigste Zucker sein (laut Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation). Der Gula Java-Lieferant sitzt in Indonesien und „arbeitet zusammen mit Fairworld, die die Richtlinien des fairen Handels überwachen.“ Dadurch werden laut Webseite von lovechock ca. 2000 Javanische Familien unterstützt. Klingt schon mal gut!

Weiterhin enthalten sind Zutaten, die von lovechock „Superfoods“ genannt werden. Dazu gehören Goji-Beeren, von denen man in letzter Zeit immer öfter hört, auch im Kosmetik-Bereich. Außerdem Maca-Pulver aus den Anden, welches nährstoffreich ist und sich u.a. positiv auf Libido und Fruchtbarkeit von Männern und Frauen auswirken soll. Eine weitere Zutat ist die Inka-Beere, welche viele positive Eigenschaften aufweist – anscheinend auch einen hohen B12-Gehalt.

Die Verpackung ist sehr nett anzusehen. Sie besteht aus „einfach (wieder) verschließbarem PEFC Einwickelpapier“. Die Verpackungsfolie ist aus Holz-Zellstoff und kann zu Hause kompostiert werden. Die Tinte ist „umweltfreundlich“.

Was ich an lovechock besonders toll finde: Den Geschmack! Vollmundig ist schon untertrieben. Die Schokolade ist sehr stark im Geschmack, dazu kommen dann die fruchtigen Beeren. Mir reicht ein Stück, höchstens zwei, um meine Lust nach einer Leckerei zwischendurch zu befriedigen. Mehr geht auch gar nicht, dafür ist der Geschmack wirklich zu stark. Zudem gefällt mir, dass es Rohkost ist, womit ich mich demnächst näher befassen will. Bio und Fair sind zwei weitere Argumente für diese Schokolade.

Was ich nicht so toll finde: Ich überlege noch! 😉 Im Avocado-Store liest man einen Hinweis von einem User, dass der verwendete Kokoszucker angeblich nicht roh ist. Wenn das stimmt, gefällt mir dieser Punkt natürlich nicht.

Pukka Tees

Weil es in den letzten Wochen einfach nicht Sommer werden wollte und unsere Wohnung abends immer winterlich abgekühlt ist, haben wir jede Menge Tee getrunken. Dabei habe ich auch pukka Teesorten probiert, die ich vorher noch nicht kannte. „love“ hatte ich schon letzten Winter gekauft, einfach weil love drauf stand und weil die Packung pink ist. Obwohl ich selbst Marketing mache, bin ich nicht vor spontanten, unnötigen Kaufentscheidungen aufgrund von auffälligem Verpackungsdesign gefeit 😉 – ich müsste es doch eigentlich besser wissen. Dabei kaufen wir sonst auch eher losen Tee, weil der weniger verpackt ist. pukka Tees eignen sich aufgrund ihrer Verpackung jedoch perfekt als Geschenk, finde ich.

Auf der Biomesse in Berlin war pukka mit einem Stand vertreten und ich habe die anderen Sorten probiert. Süßholz ist überhaupt nicht mein Ding, aber bei diesem Geschmack ist es wohl wirklich so, dass man ihn entweder liebt oder hasst. love ist wirklich lecker, refresh und drei mint sind beide sehr minzig und kühl sogar für heiße Sommertage geeignet. revitalise schmeckt stark nach Orange und Zimt und ist eher für den Winter gedacht, wenn man sich unter die Decke kuschelt. Kamille & vanille ist nicht so meins, aber ich mag generell keine Tees mit Vanille-Geschmack.

Was ich toll finde: Die Tees sind bio, man bekommt sie auch bei uns im Bio-Supermarkt. Die Verpackungen sind richtig hübsch, also super als Mitbringsel für liebe FreundInnen geeignet. Was ich weniger toll finde: Den Preis. Eine Packung hat 20 Teebeutel und kostet bei uns fast fünf Euro. Das ist sogar für Bio teuer.

Bio Messe Berlin 09.-10.06.2012

 

 

Am zweiten Wochenende im Juni wird in Berlin-Treptow zum ersten Mal die Bio Messe stattfinden. Zielgruppe ist zwar ausschließlich Fachpublikum und Gastronomie, aber parallel zur Veranstaltung findet ein „offenes Forum“ mit Vorträgen, Diskussionen und Verkostungs-Aktionen statt. Eintritt pro Tag: 15 € bzw. ermäßigt 9 €.

Das Besondere (und vor allem das besonders Ökologische) an dieser Messe wird das große „MesseResteEssen“ am Sonntag sein. Die Reste der Messe landen also nicht einfach in der Tonne, sondern auf den Tellern ausgewählter Leute, welche auch gleich über Lebensmittelverschwendung und Artenvielfalt aufgeklärt werden. Ein tolles Konzept, dass – wie ich finde – alle anderen Messen direkt übernehmen sollten. Spätestens seit dem Film Taste the Waste wissen wir schließlich, wie unglaublich viele Lebensmittel im Müll landen.

Ich freue mich auf meinen Besuch in der Hauptstadt und werde euch im Anschluss über meine persönlichen Messe-Highlights berichten! Vielleicht sieht man sich ja auch vor Ort?!