Im Test: Roggenmehlshampoo #NoPoo

Shampoo

Ich bin schon lange auf der Suche nach einer Alternative zu herkömmlichem Shampoo. Warum?

  1. Seit ich selbst für mich einkaufen muss, habe ich eine starke Abneigung dagegen entwickelt. Shampoo ist nur ein Produkt von vielen, deren Einkauf mich richtig nervt. Es gibt Hunderte: Für gefärbte Haare, für rote Haare, für blonde Haare, für braune Haare, für lockige Haare, für dünnes Haar, für leicht fettendes Haar, für spröde Haare, gegen Spliss, Shampoo und Spülung in einem, für lange Haare, für Volumen, für empfindliche Haare, Pflegeshampoo, für Männer, für Glanz … um nur einige zu nennen und für diese Liste musste ich jetzt gar nicht lange überlegen. Da stehe ich dann vor dem Regal und denke mir: „Hmm, ich habe gefärbte, blonde, schnell fettende Haare, die zu Spliss neigen. Was mache ich denn nun?“ Ich habe mich eigentlich riesig gefreut, als ich vegan wurde und sich die Möglichkeiten stark eingeschränkt haben. Allerdings ist die Auswahl jetzt wieder unnötig groß, weil immer mehr Produkte vegan sind (was ja eigentlich eine tolle Entwicklung ist, aber kann es nicht einfach nur eine kleine Auswahl geben?).
  2. Ich verbrauche große Mengen. Da ich langes, sehr dickes Haare habe, brauche ich auch entsprechend viel Shampoo. Den Verbrauch konnte ich schon gut reduzieren, indem ich a) meine Haare daran gewöhnt habe, dass ich sie nur noch ca. alle drei Tage wasche. Vorher haben sie extrem gefettet und ich musste täglich waschen. b) nur noch die Kopfhaut shampooniere und so weniger nehmen muss. Trotzdem verbrauche ich viel Spülung, weil ich meine Haare nach dem Waschen sonst nicht durchkämmen kann.
  3. Vermeidung von Plastik: Wenn man mal alles zusammen zählt: Shampoo, Spülung, Duschgel, Zahnpasta, ggf. diverse Cremes, Kosmetik, Handseife etc. Wir produzieren im Bad viel zu viel Plastikmüll.
  4. Inhaltsstoffe: Liest man sich die Liste der Inhaltsstoffe von herkömmlichen Shampoos (auch Naturkosmetik) mal durch, wird einem schwindelig. Für Mensch und Umwelt ist das bei den Mengen, die wir verbrauchen und die dadurch ins Abwasser gelangen, pures Gift.

Eigentlich wollte ich schon lange feste Haarseife ausprobieren. Allerdings gibt es auch hier so viele Varianten, selbst bei veganen Seifen, dass mir das schon wieder zu viel war und ich erst gar nicht bestellt habe. Auf diesem Stand war ich jetzt also schon seit Monaten. Aber in den letzten Tagen habe ich immer häufiger (gerade im Zusammenhang mit Minimalismus) von selbst gemachtem Shampoo aus Roggenmehl gehört und gelesen. Das Mehl ist schnell besorgt und so habe ich es gestern direkt ausprobiert.

Also ich habe ja wirklich nicht damit gerechnet, aber es war echt super. Die Herstellung geht richtig fix. Ich habe ein Rezept gefunden, bei dem man für lange Haare 5 Esslöffel auf 300 ml lauwarmes Wasser nehmen soll. Leider hat diese Mischung bei mir nicht die richtige shampooartige Konsistenz gebracht, sondern war viel zu dünn. Ich musste ungefähr 8 Esslöffel Mehl nehmen. Beim nächsten Mal würde ich allerdings eher 200 ml anrühren, da ich nach dem Waschen einiges übrig hatte und das Shampoo leider nicht haltbar ist – ich habe den Rest dann als Duschgel genutzt. Das Einmassieren beim Waschen hat vergleichsweise lange gedauert, weil es sich nicht so leicht verteilen lässt, aber das war noch okay. Je nach Quelle soll es übrigens 1-5 Minuten einwirken. Bei mir waren es ca. drei Minuten. Das Auswaschen ging sehr gut. Ich habe keine Spülung benutzt und bin mit handtuchtrockenen Haaren ins Bett gegangen. Meine Haare ließen sich am Morgen danach sehr gut bürsten und waren glatt und geschmeidig. Das habe ich bei den meisten gekauften Shampoos nicht mal. Und nun frage ich mich den ganzen Tag, warum wir uns die Haare immer mit Shampoo waschen, wenn es doch auch so einfach geht?

Hier noch mal die Vor- und Nachteile für Roggenmehlshampoo:

  • Vorteile: sehr günstig, plastikfrei (sowohl Verpackung als auch im Produkt selbst), schnell angerührt, enthält von Natur aus viele Vitamine und Mineralstoffe, vor allem pflegendes Vitamin B5 (Pantothensäure), welches vielen Haarpflegeprodukten zugesetzt wird, nach meiner Erfahrung benötigt man keine Spülung, die Kopfhaut soll nicht so schnell nachfetten (davon werde ich noch berichten) …
  • Nachteile: nicht haltbar, bei Vollkornmehl soll es vor Gebrauch bestenfalls zwei Stunden ziehen (ist aber wohl kein Muss), duftet nicht (was für manche unter euch aber vielleicht auch ein Vorteil ist) …

Hast du es schon ausprobiert und noch ein paar Vor- und Nachteile für die Liste?

Übrigens: Wer denkt, dass Mehlpampe die Haare doch verkleben müsste, sollte wissen, dass der Glutenanteil im Roggenmehl sehr gering ist und es daher nicht klebt. Dies ist aber auch der Grund, weshalb andere Mehle, wie Weizen und Dinkel nicht geeignet sind.

Sante B12 Zahnpasta – ohne Fluorid

B12_Zahnpasta_ohneKurz nachdem Sante zusammen mit dem Vegetarierbund die erste B12-Zahnpasta auf den Markt gebracht hat, ging es los: Fluorid, welches Zahnpasta zugefügt wird, um Bakterien zu töten und den Zahnschmelz aufzubauen, ist giftig für uns. Ab geringen Mengen kann Fluorid sogar tödlich sein, weshalb es wichtig ist, Zahnpasta nicht runterzuschlucken oder gar größere Mengen zu essen (hmmm, lecker!).

Sante hat schnell reagiert und seit Kurzem ist auch in unserem Biomarkt die fluoridfreie Version zu finden.

Was meint ihr? Fluoridfrei, weil ungiftig oder mit Fluorid, weil besser für den Zahnschmelz?

 

Ich war kurzzeitig tatsächlich blond …

haarfarbe_sante

 

Ich kann mich nicht entscheiden. Jedes Mal, wenn ich eine Haarfarbe habe, gefällt sie mir schon nicht mehr. Blond, Braun, Schwarz, Rot, Pink … Alles schon gehabt, alles noch nicht endgültig. Momentan bin ich wieder dunkelblond, dieses Mal mit Sanotint gefärbt und ich heule dem hellen Blond schon wieder hinterher. Davon abgesehen, dass die Friseurin meine Haare völlig verschnitten hat. Also hier ein Bild, wie es bald wieder aussehen soll. Allerdings werde ich meine Haare nie wieder mit Directions Blondierung aufhellen. Das hat sie extrem ausgetrocknet und kaputt gemacht.

ich2

Köln – Well Being, LUSH, Vegane Zeiten

wellb_vk

Letzten Samstag war ich geschäftlich in Köln unterwegs und habe die Arbeit direkt mit dem Vergnügen verbunden. D. h. als Ort für den Termin habe ich das vegane Restaurant Well Being festgelegt, das gar nicht so weit entfernt vom Neumarkt liegt. Die Dame, mit der ich mich getroffen habe, ist zwar omnivor, war dennoch sehr begeistert von der Idee und hat direkt eine Pro Vegan-Broschüre mitgenommen. Von außen mutet das Restaurant recht unscheinbar an, die Einrichtung ist einfach, jedoch einladend und gemütlich. Die Bedienung ist sehr höflich, wie man es von asiatischen Restaurants meist kennt. Die Speisenauswahl ist mehr als ausreichend, wenn man bedenkt, dass alles vegan ist. Und die Preise sind völlig akzeptabel, zu zweit haben wir für Vorspeise, Hauptgericht und Getränke etwas über 30 € gezahlt.

Als Vorspeise gab es für mich trotz des warmen Wetters Miso-Suppe. Sehr lecker, so wie man Miso-Suppe kennt. Ich liebe Seetang und Seidentofu!

wellb_misoAls Hauptgericht habe ich die Gemüse-Pfanne mit Veggie Chicken gewählt. Auch lecker, bloß zu wenig Veggie Chicken (vielleicht drei Scheiben).

wellb_gempfanne_veggiechicken

Nach dem Termin war ich dann noch schnell shoppen. Bei LUSH sollte eigentlich nur ein Geburtstagsgeschenk besorgt werden, aber wenn ich schon mal dort bin, schaue ich natürlich auch für mich. Ich habe mich für das Gorilla Perfume IMOGEN ROSE entschieden, weil es neben KARMA der einzige der alten LUSH-Düfte ist, den ich gut finde. Außerdem habe ich einen der neuen Lippenstifte, nämlich „Leidenschaft“ gekauft. Die Farbe ist der Hammer und passt zu meinen Directions-Strähnchen. Allerdings ist das Pink nichts für den Alltag, da es wirklich extrem knallig ist. Die Farbe hält übrigens unglaublich lange – dafür ist der Preis mit 17,95 € auch ’ne Ansage. Aber vegane Lippenstifte kosten eh meist um die 15 €.

lush_parfum

Und da ich keine Sommer-Turnschuhe mehr hatte, bin ich auch gleich im Vegane Zeiten vorbei. Leider werden die Ethletics gerade abverkauft und keine neuen nachbestellt. Warum das so ist, konnte mir die liebe Verkäuferin nicht sagen. Eigentlich hätte ich gerne HiCut in Olive gehabt, aber dann sind es LoCut in Pink geworden – mit 20 € Rabatt, weil Restposten. Falls ihr welche haben wollt, es gibt z. B. bei Avesu eine große Auswahl. Ich überlege, ob ich mir auch noch mal welche bestelle – allerdings neige ich eher dazu, wenig Schuhe zu haben und die dafür richtig aufzutragen.

ethletics