Power Frühstück für (vegane) Kids

Ich möchte euch heute mal zeigen, was unsere (mittlerweile zweijährige) Zaubermaus nahezu täglich frühstückt. Sie liebt nämlich Müsli und das besteht bei uns aus folgenden Zutaten:

  • 3-4 EL Babymüsli-Mischung (von z. B. DM Bio, Alnatura oder Freche Freunde)
  • ca. 1 TL oder 1 EL Chiasamen
  • ca. 1 EL gepuffter Amaranth (oder Quinoa)
  • 1 TL Leinöl mit DHA (kaufen wir immer im Reformhaus)
  • 1 TL weißes Mandelmus
  • eine Handvoll Obst (z. B. eine Kiwi)
  • Pflanzenmilch (z. B. Hafermilch + Calcium)

Und da die Kleine es immer nicht aushalten kann, bis das Müsli endlich fertig ist, bekommt sie für die Wartezeit gerne mal einen Snack, bestehend aus:

  • 1 Banane
  • Erdnussmus

Was lieben eure Kids?

Stoffwindeln, die Dritte

Je nach Quelle verbraucht man für ein Wickelkind 4.500 – 6.000 Wegwerfwindeln. Das allein ist schon eine Zahl, die mich nur noch mit dem Kopf schütteln lässt. Wenn man dann mal hochrechnet, wie viele Windeln tagtäglich auf dem Müll landen, kann einem schon schlecht werden. Aber (was ich vorher wirklich nicht wusste) es gibt auch Einweg-Schwimmwindeln – ohne Mist! Und die Dinger halten nur die „groben“ Sachen, Pipi läuft aus.

Imsevimse

Babyschwimmen ist heutzutage wohl schon obligatorisch. Ich kenne nur wenige Mütter, die mit ihren Mäusen nicht an solchen Kursen teilnehmen. Wir selbst machen mittlerweile sogar zwei Kurse, mein Freund geht samstags und ich mittwochs. Unsere Tochter ist genau so eine Wasserratte, wie ich auch als Kind war. Sie hat richtig viel Spaß beim Schwimmen. Und wenn ich da sehe, dass die Muttis ihren Zwergen Wegwerf-Schwimmwindeln anziehen, werde ich innerlich richtig wütend. Weniger auf die Mamis als viel mehr auf die Windelindustrie, die die Dinger verkauft. Dabei gibt es so schöne Schwimmwindeln (sogar bei DM), die Stuhl genau so zuverlässig halten (hoffe ich, bisher hatten wir noch keinen Unfall) und die gar nicht mal teuer sind. Warum also diese Müllberge produzieren?

Ich selbst habe für meine Tochter eine Schwimmwindel von ImseVimse. Passt perfekt, die Bündchen schließen schön an den Speckbeinchen ab. Aber Pipi hält die auch nicht. 😉

Also Mamis und Papis, das Wetter wird schöner, bald beginnt auch die Urlaubs- und Badesaison. Finger weg von den Wegwerfdingern und her mit den schönen Schwimmwindeln!

Stoffwindeln, die Zweite

petitlulu

Ich habe euch ja bereits von den All-In-Ones erzählt – super Anfängerwindeln, mit Vor- und Nachteilen. Bei uns haben sie nachts leider überhaupt nicht gehalten, also brauchten wir hierfür eine neue Lösung. Oben seht ihr sog. Höschenwindeln, hier von petit lulu. Die Dinger saugen sich komplett voll und haben somit das größte Saugvolumen aller Stoffwindeln (mit Einlagen besonders viel). Uns haben diese Windeln in Extrempipi-Zeiten (ich weiß nicht, wie ich das sonst nennen soll) sehr geholfen. Damit muss man das Kind nachts nicht unnötig wach halten, um ständig zu wickeln. Es gibt auch extra Fleece-Einlagen, die die Nässe von der Babyhaut fernhalten.

Über Höschenwindeln zieht man Überhosen:

MiloviaAuf diesen Bildern seht ihr eine Auswahl meiner Überhosen von Milovia. Sie passen gut über Höschenwindeln, man kann sie sonst aber auch mit Einlagen oder Prefolds (z. B. aus Bambus oder Hanf) oder ganz normalen Mullwindeln nutzen. Manche stopfen die Überhosen auch mit selbstgenähten Einlagen aus Handtüchern oder anderen Stoffen – je nach Belieben bzw. je nachdem, was gerade gebraucht wird. Im Gegensatz zu All-In-Ones muss man also nur die Einlagen wechseln und kann die Überhosen mehrmals benutzen, bevor man sie wäscht, was ein großer Vorteil ist.

Derzeit nutzen wir nachts zwar noch die Höschenwindeln, brauchen sie aber eigentlich nicht mehr, da unsere Maus nachts mittlerweile meist trocken ist, d. h. sie meldet sich 1 x pro Nacht, weil sie aufs Töpfchen muss und schläft dann glücklich in der gleichen (weil noch trockenen) Windel weiter. Das kam übrigens ganz von ihr selbst, ich musste die Zeichen bloß erkennen und verstehen. Aber hierüber schreibe ich euch in einem eigenen „Windelfrei“-Artikel. Habt ihr Erfahrungen mit Windelfrei gemacht, von denen ihr erzählen wollt?

Stoffwindeln – von der Anfängerin zur Süchtigen

Angefangen habe ich mit gebrauchten Stoffwindeln. Ich hatte gar keine Ahnung, was Stoffwindeln überhaupt sind (außer, dass es die bessere Alternative zu Wegwerfwindeln sein muss) und musste mich erst mal auf dem großen Markt der „Stoffis“ umschauen. Mein Freund und ich haben uns stundenlang YouTube-Videos angeschaut und das Einfachste schienen die sog. All-In-Ones zu sein. Windeln, die man genau so nutzt, wie Wegwerfwindeln – mit dem Unterschied, dass man sie nach Gebrauch nicht in den Müll- sondern in den Windeleimer wirft und wäscht. Da ich die meiste Babykleidung gebraucht gekauft habe, war mir klar, dass ich die Stoffwindeln auch gebraucht kaufe und habe diesbezüglich sogar ein richtig gutes Schnäppchen bei mamikreisel gemacht.

Einmal angefixt, habe ich mich jedoch weiter mit dem Thema beschäftigt und zu den gebrauchten Stoffwindeln kamen neue – erst All-in-Ones, dann Überhosen mit Einlagen aus diversen Stoffen, schließlich Höschenwindeln mit anderen Überhosen für nachts und zu guter Letzt All-in-Threes für unglaublich viel Geld, dafür ganz fair in Deutschland in einer kleinen Schneiderei genäht.

Was mich ein Bisschen ärgert, ist, dass sich Windeln im 2nd-Hand-Handel extrem von sonstiger Babykleidung unterscheidet. Wo man beim Body, Oberteil oder Strampler bis zu 90 % für gute 2nd-Hand-Kleidung sparen kann, zahlt man bei Stoffwindeln für (teilweise lange) gebrauchte Teile bis zu 90 % des Ursprungspreises. Bei Tragetüchern und -hilfen zahlt man bei gebrauchten Teilen manchmal sogar mehr als für Neuware, aber das ist noch ein ganz anderes Thema. Jedenfalls verleidet es einem den nachhaltigen 2nd-Hand-Kauf und so habe ich mittlerweile selbst nur noch neue Stoffwindeln – und das ist fast schon eine Wertanlage.

bumgenius1

Hier seht ihr ein schönes Beispiel für o. g. All-in-Ones. bumgenius Elemental sind Öko-Stoffwindeln mit Bio-Baumwolle in Onesize (d. h. sie passen von 4-16 kg). Sie machen – im Gegensatz zu einigen anderen Stoffis – einen vergleichsweise schlanken Windelpo, saugen aber ohne Extraeinlage auch nicht so viel und sind für Vielpinkler nicht unbedingt geeignet. Dafür trocknen sie wunderbar schnell, sind schön weich und schmiegen sich an den Bündchen schön an die Haut an. Für mich als Einsteigerin waren es die perfekten Stoffwindeln.

Wenn man mit All-In-Ones wickeln will, braucht man gut 20 Stück und muss erst mal eine schöne Stange Geld investieren. Auch auf den Strom- und Wasserrechnungen macht es sich bemerkbar. Wobei ich zugeben muss, dass wir uns kurz vor der Geburt einen Trockner angeschafft haben. Eigentlich haben wir das aus ökologischen Gründen immer vermeiden wollen, aber jetzt weiß ich, dass es eine der besten Entscheidungen war. Zumal jetzt auch endlich die Tierhaare restlos von den Wäschestücken verschwinden. Noch so ein Kompromiss, den wir eingegangen sind. Zurück zum Thema: Wenn man nicht gerade die teuersten Stoffwindeln kauft und auch wirklich nur so viele, wie man tatsächlich braucht, zahlt man unterm Strich aber mit Abstand weniger auf die Wickelzeit gerechnet als für Wegwerfwindeln. Und wenn man die Windeln dann noch für ein oder mehrere Geschwisterkinder nutzt und sie zum Schluss vielleicht sogar noch weiterverkauft, hat man wirklich eine Menge Geld und vor allen Dingen Müll gespart. Und die Produktion von Stoffwindeln ist letztlich auch nachhaltiger, als die von Wegwerfwindeln.

Wie ist das bei euch? Nutzt ihr Stoffwindeln? Seid ihr Kompromisse bzgl. eures Konsums eingegangen?