Die besten veganen Brownies!

Ich habe bald wieder Geburtstag und da ich nicht zu denen gehöre, die besonders viel Zeit für die Vorbereitungen aufbringen wollen (zumal das mit Kleinkind eh eine kritische Sache ist), überlege ich schon wieder, was ich anbieten möchte. Dabei ist mir mal wieder ein Rezept aus Björn Moschinskis Kochbuch „Vegan kochen für alle“ eingefallen, das einfach immer funktioniert, super schnell geht und auch immer gut ankommt (auch bei Nichtveganern), wobei ich es ein klein wenig abwandle. Überhaupt habe ich die Erfahrung gemacht, dass die Moschinski-Rezepte immer richtig gut gelingen, auch Waffeln und Pancakes werden bei mir extrem lecker.

Zutaten für ein Blech Brownies:
500 g Mehl – (ich nehme meist Dinkel)
350 g Rohrohrzucker – (ich reduziere gerne auf 250-300 g)
170 g Kakaopulver
1 Pck. Bourbon-Vanillezucker
1½ Pck. Backpulver – (ich nehme immer zwei, um keine halbe Packung übrig zu lassen)
1 Msp. Natron – (lasse ich weg)
650 ml Sojamilch – (ich nehme immer Vanille-Sojamilch zum Backen)
150 ml mildes Rapsöl
nach Wunsch Schokoladenkuvertüre, Cranberrys, gehackte Mandeln – (auf dem Bild oben seht ihr Krokantstreusel und Dekoherzen von BioVegan)

Einfach die trockenen Zutaten vermischen und dann Öl und Sojamilch einrühren. Den fertigen Teig danach auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech geben und bei 210 °C ca. 15-20 Minuten backen. Da ich den Backofen selten vorheize, variiert die Backzeit ein wenig, das Ergebnis bleibt jedoch super.

Lasst es euch schmecken und probiert unbedingt auch andere Rezepte von Björn Moschinski!

Minimalismus Challenge – Noch mehr aussortieren

Wir werden am 18.02. wieder auf einen Trödelmarkt gehen, weil wir auch nach unserem Umzug (oder gerade deswegen) noch sehr viele Trödelsachen im Keller und auf dem Dach haben, die wir nun langsam wirklich loswerden wollen. Gerade den Keller benötigen wir demnächst für andere Dinge und außerdem will man sich auch darin bewegen und Sachen wiederfinden können. Wir wollen dort also aufräumen und die verbleibenden Sachen ordentlich verstauen. Und obwohl ich in den letzten drei Monaten schon sehr viel (auch große Teile) verkauft und verschenkt habe, ist der Keller immer noch übervoll. Außerdem haben wir auch in der Wohnung immer noch Dinge, die bei den letzten Ausmist-Aktionen noch eine Schonfrist bekommen haben und die jetzt gehen dürfen. Darunter befinden sich auch mindestens zwei größere Geräte.

Also habe ich mir gedacht, an der Minimalismus Challenge teilzunehmen, bei der man jeden Tag etwas aussortiert. Und zwar an Tag Eins eine Sache, an Tag Zwei zwei Sachen, an Tag 14 14 Sachen usw. Insgesamt sortiert man also 465 Dinge aus.

Da ich selbst auf Youtube zu dieser Challenge inspiriert worden bin, habe ich mir gedacht, dass ich das ganze auch filmen und dann hochladen möchte. Ein Einführungsvideo hierzu habe ich bereits vor ein paar Tagen hochgeladen. Hier könnt ihr jetzt sehen, was ich an den Tagen 1-6 aussortiert habe.

Und das Wichtigste, was man bei dieser ganzen Minimalismus-Geschichte lernt ist, dass man sich bei allen neuen Anschaffungen genau überlegt, ob man sie benötigt oder nicht. Denn, ganz ehrlich, es ist in unserer Gesellschaft so extrem einfach, Dinge schnell zu erwerben, aber es ist immer mit viel Anstrengung verbunden, Dinge wieder loszuwerden, wenn man sie nicht einfach wegschmeißen will.

Wie sind eure Erfahrungen? Meint ihr, dass ihr minimalistisch lebt oder auf dem Weg dahin seid? Oder ist das gar nichts für euch? Was ist eure Meinung zu Nachhaltigkeit vs. Konsum?

Die Sache mit dem Palmöl

Wer sich mit Umweltschutz befasst kommt nicht um das Thema Palmöl herum. Als Veganer kennt man sich ja schon mit Inhaltsstoffen von Lebensmitteln aus und studiert beim Einkaufen fleißig die Zutatenlisten, was immer häufiger überraschend positiv ausfällt. Aber je mehr man sich damit beschäftigt, desto weniger von den veganen, aber dafür ungesunden oder eben umweltschädlichen Zutaten möchte man überhaupt noch konsumieren. Versucht man dann, auf Produkte mit Palmöl zu verzichten, kann man fast alles wieder ins Regal zurücklegen. Das schont den Geldbeutel, aber angenehm ist es meist trotzdem nicht. Gut zu wissen, dass man sich schon im Vorfeld mit Hilfe einer Datenbank über palmölfreie Produkte informieren kann. Und hey, bei veganen Produkten hat es auch mal in diesen Dimensionen angefangen, also können wir nur hoffen, dass immer mehr Hersteller auf Palmöl-Alternativen zurückgreift, wenn der Konsument sich entsprechend verhält. Wobei jede erhöhte Nachfrage nach bestimmten umweltfreundlichen Produkten immer zu Massenproduktion und damit auch Schäden für Umwelt und Mensch führt, was man aktuell auch an z. B. Waschnüssen und Avocados sehen kann, aber um die soll es hier jetzt nicht gehen. (Trotzdem dürft ihr darüber gerne mal nachdenken, falls ihr von diesen Problemen noch nichts gehört habt.)

Ich wurde vor einer Weile vom SAVE Wildlife Conservation Fund angeschrieben und gebeten, einen Artikel über Palmöl zu veröffentlichen und die Datenbank bzw. die dazugehörige App vorzustellen. Da ich schon länger weiß, dass Palmöl ein Problem ist, will ich mich schon eine ganze Weile mit der Thematik befassen, habe mich allerdings nie sehr eingehend damit beschäftigt, wobei Aspekte wie Waldrodungen, Monokulturen und Tierschutz natürlich bekannt sind. Daher habe ich um einen Gastartikel gebeten und möchte ihn euch hiermit endlich zur Verfügung stellen (Links zur App findet ihr unten):

7 Antworten zu Palmöl

Wir vom SAVE Wildlife Conservation Fund, einer non-profit-Stiftung, gestalten aktuell eine Kampagne welche unter anderem die Aufmerksamkeit der Verbraucher auf die Palmöl-Problematik richten soll. Dazu haben wir eine App entwickelt und informieren regelmäßig auf Facebook über neue Entwicklungen.

Was ist Palmöl überhaupt?

Palmöl ist ein Pflanzenfett das aus den Früchten der Ölpalme gewonnen wird. Die Ölpalme kann nur in tropischem Klima wachsen und wird deshalb vor allem in Südostasien, genauer in Indonesien und Malaysia auf großen Plantagen angebaut. Zudem wächst auch langsam die Anzahl der Plantagen in Westafrika.

Was ist das Problem mit Palmöl?

Es gibt zwei Hauptprobleme mit Palmöl: Zunächst ist da die Zerstörung von Regenwald in großem Stil und damit die Vernichtung des artenreichsten Ökosystems der Welt. Hiervon sind unter anderem die stark bedrohten Orang-Utans, Tiger und Waldelefanten betroffen, um die drei bekanntesten Arten zu nennen. Zweitens geht es um die Bedingungen, unter denen der Anbau auf den Plantagen stattfindet. Wie Sklaven müssen die Menschen dort arbeiten, Kinderarbeit ist an der Tagesordnung, Pestizide werden ohne Schutz von Hand gespritzt.

Damit ist leider noch nicht genug, denn die Brandrodung der Regenwälder sorgt dafür, dass riesige Mengen CO2 freigesetzt werden. Außerdem entsteht durch die Brände eine riesige Smog-Wolke, die über mehrere Länder hinweg zieht und massenhaft Atembeschwerden und Erkrankungen auslöst. Davon waren 2015 in Indonesien circa eine halbe Million Menschen betroffen.

Gibt es überhaupt (halbwegs) nachhaltiges Palmöl?

Tatsächlich gibt es nachhaltiges Palmöl, das bekannteste Beispiel ist Serendi-Palm in Ghana, unter anderem ein Lieferant von Rapunzel. Der globale Marktanteil dieser Kleinbauernkooperativen liegt aber im Promille-Bereich. Eine Umstellung auf Alternativen ist daher unabdingbar, kauft man heute ein Produkt mit Palmöl im Supermarkt, kann man sich sicher sein dass dieses alles andere als nachhaltig ist. Auch Nachhaltigkeitssiegeln wie dem RSPO-Siegel kann man leider nicht trauen, dabei handelt es sich leider eher um ein Greenwashing-Siegel mit laschen Vorschriften und schlechten Kontrollen.

Wo ist überall Palmöl enthalten?

Palmöl befindet sich in jedem zweiten Produkt im Supermarkt, auch in Biomärkten. Und gerade in veganen Produkten wird es leider häufig verwendet, zum Beispiel um Milch zu ersetzen.

Generell findet es sich vor allem in den Produktkategorien Lebensmittel, Kosmetika und Reiniger. Bei Lebensmitteln sind es vor allem Produkte mit Schokolade (als berühmtestes Beispiel sicher Nutella) aber auch Gebäck, Käse, Marmelade und Margarine, die das Pflanzenfett enthalten. Bei Kosmetika ist Palmöl meist in Shampoos, Make-Up, Seifen und in jedem Rasierschaum enthalten.

Was kann ich tun?

Verzichten. Das ist die einzig sinnvolle Option. Die Nachfrage nach Palmöl muss geringer werden und viel mehr Hersteller müssen umstellen, so schnell wie möglich, denn jede Minute wird mehr Regenwald abgeholzt.

Um den Verzicht auf Palmöl leichter zu machen, haben wir eine App entwickelt (ZERO – Produkte ohne Palmöl, für iOS und Android), die palmölfreie Produkte identifiziert. Gerade bei Kosmetika und Reinigern, wo es keine Deklarationspflicht gibt, ist es für den Verbraucher unmöglich zu erkennen, ob z.B. ein Waschmittel oder Shampoo Palmöl enthält.

Was sind die besten Alternativen zu Palmöl?

Palmöl verfügt über viele positive Eigenschaften die es bei Herstellern sehr beliebt machen. Zum einem hat es bei Raumtemperatur eine feste Konsistenz, andererseits ist es trotzdem sehr streichzart. Gleichzeitig ist es Geschmacksneutral. Der größte Vorteil von Palmöl ist allerdings der unschlagbar niedrige Preis, der leider auf Kosten der Umwelt und den Menschen in Regenwaldgebieten entsteht.

Alternativen sind heimische Öle, etwa Rapsöl oder Sonnenblumenöl. Letzteres ist beispielsweise auch Geschmacksneutral, genauso wie auch Sojaöl oder Avocadoöl. Für Schokoladenprodukte ist Kakaobutter ein guter Ersatz, das Schmelzverhalten und die Konsistenz ähneln der von Palmöl. Auch Kokosöl, Erdnussöl, Olivenöl oder Sheabutter finden sich in alternativen Rezepturen.

Eine Umstellung ist natürlich mit einem Mehraufwand und einem Entwicklungsprozess verbunden, und diesen Weg wollen viele Unternehmen noch nicht gehen. Das finale palmölfreie Produkt ist jedoch nicht unbedingt teurer als herkömmliche Varianten mit Palmöl, das beweist etwa die palmölfreie Aldi-Schokocreme mit einem 100 Gramm Preis von 31 Cent.

Treffen Konsumboykotte nicht eher die kleinen Hersteller, während sich die großen um ihre Zutaten gar keine Gedanken machen müssen?

Kleinere Hersteller tragen generell mehr Risiken als große und müssen sich mehr Gedanken um die allgemeine Resonanz ihrer Produkte machen. Aber uns geht es allgemein um Palmöl, unabhängig davon welcher Hersteller es nun verwendet. Für viele kleinere Hersteller ist es oft sogar einfacher, Rezepturen zu verändern und bewusst auf umweltschädigende und menschenrechtsgefährdende Zutaten zu verzichten. Da gibt es zum Beispiel zahlreiche kleine Seifenmanufakturen, die wir in unserer App-Datenbank haben und die ganz bewusst auf Palmöl verzichten. Diese können dann ganz gezielt damit werben. Wir arbeiten ja zudem auch nicht mit Blacklists, sondern versuchen Unternehmen unter anderem mit der positiven Werbewirkung, welche von einer Umstellung ausgeht, zu überzeugen.

 

 

Links zur App und mehr:

Hydrophil vegane Zahnbürste

Ich war der festen Überzeugung, dass ich schon über diese Zahnbürsten geschrieben habe. Das kommt davon, wenn man so viele Themen hat, sich aber monatelang nicht an die Umsetzung macht. 😉 Asche auf mein Haupt! (Jetzt musste ich tatsächlich erstmal Google fragen, woher diese Redewendung überhaupt kommt.)

Wie auch immer … Zahnbürsten sind a) meist nicht vegan und b) nicht gerade umweltfreundlich, da sie aus Plastik bestehen und man normalerweise einen recht hohen Verbrauch hat. Ich selbst benutze hauptsächlich die umweltfreundlichere Alternative von Hydrophil. Wobei auch hier die Borsten aus Nylon bestehen, der Rest ist allerdings Bambus und somit biologisch abbaubar und aus einem schnell nachwachsenden Rohstoff. Zwischenzeitlich war ich auf eine andere (vermutlich unvegane) Zahnbürste mit Wechselkopf (also zumindest etwas umweltfreundlicher) umgestiegen, die es im Denns zu kaufen gibt. Ein Grund dafür war die Verfügbarkeit, weil man die Hydrophil-Zahnbürsten immer bestellen musste bzw. es sie auch jetzt nur sehr spärlich im Einzelhandel gibt. – Ich hatte zunächst ein Abo (was wirklich sehr praktisch ist) und habe sie dann im Veganz gekauft. – Ein anderer Grund war, dass ich zwei sehr raue Exemplare erwischt habe, die mir beim Zähneputzen die Mundwinkel verletzt haben. Mittlerweile scheint das aber kein Problem mehr zu sein, weshalb ich darüber nachdenke, wieder das Abo zu bestellen. Fürs Erste habe ich eine dieser Zahnbürsten zu Weihnachten geschenkt bekommen.

Hydrophil als Hersteller hat allerdings noch weitere positive Aspekte: Die Produkte (neben Zahnbürsten gibt es weitere Produkte, wie z. B. Seife, Kondome und Regenponchos) werden fair produziert und mit möglichst geringem Wasserverbrauch, außerdem gehen 10 % der „Gewinnerlöse“ an Viva con Agua (ein deutscher Verein, der sich dafür einsetzt, dass alle Menschen Zugang zu sauberem Trinkwasser haben).

Leider werden die Kinderzahnbürsten vom Hersteller erst ab einem Alter von drei Jahren empfohlen, weshalb ich sie für meine Tochter noch nicht kaufe. Welche Zahnbürsten nutzt ihr? Seid ihr zufrieden?