Stoffwindeln, die Zweite

petitlulu

Ich habe euch ja bereits von den All-In-Ones erzählt – super Anfängerwindeln, mit Vor- und Nachteilen. Bei uns haben sie nachts leider überhaupt nicht gehalten, also brauchten wir hierfür eine neue Lösung. Oben seht ihr sog. Höschenwindeln, hier von petit lulu. Die Dinger saugen sich komplett voll und haben somit das größte Saugvolumen aller Stoffwindeln (mit Einlagen besonders viel). Uns haben diese Windeln in Extrempipi-Zeiten (ich weiß nicht, wie ich das sonst nennen soll) sehr geholfen. Damit muss man das Kind nachts nicht unnötig wach halten, um ständig zu wickeln. Es gibt auch extra Fleece-Einlagen, die die Nässe von der Babyhaut fernhalten.

Über Höschenwindeln zieht man Überhosen:

MiloviaAuf diesen Bildern seht ihr eine Auswahl meiner Überhosen von Milovia. Sie passen gut über Höschenwindeln, man kann sie sonst aber auch mit Einlagen oder Prefolds (z. B. aus Bambus oder Hanf) oder ganz normalen Mullwindeln nutzen. Manche stopfen die Überhosen auch mit selbstgenähten Einlagen aus Handtüchern oder anderen Stoffen – je nach Belieben bzw. je nachdem, was gerade gebraucht wird. Im Gegensatz zu All-In-Ones muss man also nur die Einlagen wechseln und kann die Überhosen mehrmals benutzen, bevor man sie wäscht, was ein großer Vorteil ist.

Derzeit nutzen wir nachts zwar noch die Höschenwindeln, brauchen sie aber eigentlich nicht mehr, da unsere Maus nachts mittlerweile meist trocken ist, d. h. sie meldet sich 1 x pro Nacht, weil sie aufs Töpfchen muss und schläft dann glücklich in der gleichen (weil noch trockenen) Windel weiter. Das kam übrigens ganz von ihr selbst, ich musste die Zeichen bloß erkennen und verstehen. Aber hierüber schreibe ich euch in einem eigenen „Windelfrei“-Artikel. Habt ihr Erfahrungen mit Windelfrei gemacht, von denen ihr erzählen wollt?

Veganes Schuhwerk

vegetarianshoes

Manchmal lohnt es sich doch, mit einem Blog-Artikel lange zu warten. Dieses Paar Stiefel von nae habe ich bereits Anfang 2014 gekauft. Ich glaube, ich habe die Marke das erste Mal auf der Veggieworld in Wiesbaden gesehen und die Schuhe anprobiert. Gekauft habe ich sie kurze Zeit später im Online-Shop von Avesu (wo ich sie jetzt in schwarz leider nicht mehr finden kann). Jedenfalls war ich nach der Lieferung zunächst ziemlich enttäuscht, weil im linken Schuh innen die Spitze einer Schraube heraus schaute und ich mir am ersten Tag den Fuß blutig gelaufen bin (ich habe daheim nur den rechten Schuh anprobiert). Ich habe die Schraubenspitze am nächsten Tag mit einer Zange abgeknipst, mich aber dennoch an Avesu gewandt, in der Hoffnung, dass wenigstens ein „Danke für die Info, wir werden uns mit dem Hersteller in Verbindung setzen.“ oder „Danke, wir werden die gelagerten Schuhe auf Fehler überprüfen.“ zurückkommt. Leider habe ich nie eine Antwort bekommen.

Tja und heute, über zwei Jahre später, trage ich diese Stiefel immer noch – bei schlechtem Wetter täglich, auch auf Hundespaziergängen und sie sind immer noch top. Die Qualität ist wirklich super, was man heutzutage kaum noch gewöhnt ist. Gerade bei Schuhen hat man das Gefühl, dass sie nur für eine Saison gefertigt wurden, weil sie dann auseinander fallen. Nicht so bei meinen Stiefeln von nae. Die Marke kommt übrigens aus Portugal, wo die Schuhe auch produziert werden.

Da ich zu denen gehöre, die Schuhe gerne lange tragen und nur wenige Paare besitzen, werde ich die Stiefel hoffentlich noch lange tragen und später gerne wieder auf die Marke zurückgreifen.

vegetarianshoes1

Mit meinen Ethletics Sneakers, die ich im März 2014 bei Grundstoff gekauft habe, hatte ich leider weniger Glück. Bei beiden Schuhen war die Sohle nach drei, vier Wochen gebrochen, was wohl auf einen Produktionsfehler zurückzuführen war. Dafür war der Support von Grundstoff super freundlich (An dieser Stelle noch mal vielen Dank an das Support-Team!). Ich konnte die Schuhe zurück schicken und habe daraufhin neue bekommen. Diese waren allerdings auch nach weniger als einem halben Jahr durchgelatscht, weshalb ich Schuhe von Ethletics nicht mehr kaufen werde. Bei aller Liebe zu nachhaltigen und fairen Produkten – wenn ich alle halbe Jahre neu kaufen muss, bleibt die Nachhaltigkeit dann doch auf der Strecke. Ich habe mir dann doch Sneakers von Converse gekauft, die vegan aber leider nicht fair sind, denn Converse gehört zu Nike und die schneiden in Bezug auf Arbeitsbedingungen etc. ziemlich schlecht ab. Trotzdem halten die All Stars (bei mir) viel, viel länger als die Ethletics. Es wäre wünschenswert, dass sich das bald ändert.

Mich interessiert dennoch, wie ihr da entscheidet und ob ihr Erfahrungen mit Ethletics oder anderen veganen Schuhmarken gemacht habt.

Stoffwindeln – von der Anfängerin zur Süchtigen

Angefangen habe ich mit gebrauchten Stoffwindeln. Ich hatte gar keine Ahnung, was Stoffwindeln überhaupt sind (außer, dass es die bessere Alternative zu Wegwerfwindeln sein muss) und musste mich erst mal auf dem großen Markt der „Stoffis“ umschauen. Mein Freund und ich haben uns stundenlang YouTube-Videos angeschaut und das Einfachste schienen die sog. All-In-Ones zu sein. Windeln, die man genau so nutzt, wie Wegwerfwindeln – mit dem Unterschied, dass man sie nach Gebrauch nicht in den Müll- sondern in den Windeleimer wirft und wäscht. Da ich die meiste Babykleidung gebraucht gekauft habe, war mir klar, dass ich die Stoffwindeln auch gebraucht kaufe und habe diesbezüglich sogar ein richtig gutes Schnäppchen bei mamikreisel gemacht.

Einmal angefixt, habe ich mich jedoch weiter mit dem Thema beschäftigt und zu den gebrauchten Stoffwindeln kamen neue – erst All-in-Ones, dann Überhosen mit Einlagen aus diversen Stoffen, schließlich Höschenwindeln mit anderen Überhosen für nachts und zu guter Letzt All-in-Threes für unglaublich viel Geld, dafür ganz fair in Deutschland in einer kleinen Schneiderei genäht.

Was mich ein Bisschen ärgert, ist, dass sich Windeln im 2nd-Hand-Handel extrem von sonstiger Babykleidung unterscheidet. Wo man beim Body, Oberteil oder Strampler bis zu 90 % für gute 2nd-Hand-Kleidung sparen kann, zahlt man bei Stoffwindeln für (teilweise lange) gebrauchte Teile bis zu 90 % des Ursprungspreises. Bei Tragetüchern und -hilfen zahlt man bei gebrauchten Teilen manchmal sogar mehr als für Neuware, aber das ist noch ein ganz anderes Thema. Jedenfalls verleidet es einem den nachhaltigen 2nd-Hand-Kauf und so habe ich mittlerweile selbst nur noch neue Stoffwindeln – und das ist fast schon eine Wertanlage.

bumgenius1

Hier seht ihr ein schönes Beispiel für o. g. All-in-Ones. bumgenius Elemental sind Öko-Stoffwindeln mit Bio-Baumwolle in Onesize (d. h. sie passen von 4-16 kg). Sie machen – im Gegensatz zu einigen anderen Stoffis – einen vergleichsweise schlanken Windelpo, saugen aber ohne Extraeinlage auch nicht so viel und sind für Vielpinkler nicht unbedingt geeignet. Dafür trocknen sie wunderbar schnell, sind schön weich und schmiegen sich an den Bündchen schön an die Haut an. Für mich als Einsteigerin waren es die perfekten Stoffwindeln.

Wenn man mit All-In-Ones wickeln will, braucht man gut 20 Stück und muss erst mal eine schöne Stange Geld investieren. Auch auf den Strom- und Wasserrechnungen macht es sich bemerkbar. Wobei ich zugeben muss, dass wir uns kurz vor der Geburt einen Trockner angeschafft haben. Eigentlich haben wir das aus ökologischen Gründen immer vermeiden wollen, aber jetzt weiß ich, dass es eine der besten Entscheidungen war. Zumal jetzt auch endlich die Tierhaare restlos von den Wäschestücken verschwinden. Noch so ein Kompromiss, den wir eingegangen sind. Zurück zum Thema: Wenn man nicht gerade die teuersten Stoffwindeln kauft und auch wirklich nur so viele, wie man tatsächlich braucht, zahlt man unterm Strich aber mit Abstand weniger auf die Wickelzeit gerechnet als für Wegwerfwindeln. Und wenn man die Windeln dann noch für ein oder mehrere Geschwisterkinder nutzt und sie zum Schluss vielleicht sogar noch weiterverkauft, hat man wirklich eine Menge Geld und vor allen Dingen Müll gespart. Und die Produktion von Stoffwindeln ist letztlich auch nachhaltiger, als die von Wegwerfwindeln.

Wie ist das bei euch? Nutzt ihr Stoffwindeln? Seid ihr Kompromisse bzgl. eures Konsums eingegangen?

Ein Jahr Gemüsebaby

Baelle

Tja, so schnell geht das. Gerade ist man noch schwanger und plötzlich feiert das Kind seinen ersten Geburtstag. Ich weiß gar nicht, wo die Zeit hin ist und ich frage mich, wie andere Mütter es schaffen, weiterhin regelmäßig zu bloggen. Ich bin ja schon ein Bisschen wehmütig, dass die Maus schon so groß geworden ist. Und die ständigen Fragen danach, ob ich denn noch stille, ob das Töchterchen denn nun endlich im eigenen Zimmer schläft oder ob ich immer noch trage, machen es nicht besser. Und ja, ich stille noch, das Kind schläft weiterhin neben mir und sie wird auch immer noch getragen.

Und nicht nur mein Kind hat sich im letzten Jahr krass entwickelt, auch ich bin mental gewachsen – aber nicht unbedingt erwachsener geworden, eher im Gegenteil, im bin wieder mehr Kind. Das Gemüsekind ist einfach der lustigste Mensch, den ich je kennengelernt habe.

Wie ist das denn nun eigentlich, wenn man vegan durch die Schwangerschaft, Still- und Beikostzeit geht, wenn man versucht, möglichst ökologisch und nachhaltig zu konsumieren und dabei alle Bedürfnisse decken möchte? Es ist einfacher, als so mancher denken würde, aber auf Kompromisse haben wir uns dann doch immer wieder eingelassen. So wickeln wir z. B. mit Stoff, sind zwischenzeitlich allerdings auch mal auf Öko-Wegwerfwindeln ausgewichen (Urlaub, Krankheit). Wir versuchen, Plastik zu vermeiden (s. u.), konnten dem obligatorischen Bällebad jedoch nicht widerstehen (s. o.). Wir tragen, haben aber nach drei Monaten dann doch einen Kinderwagen gekauft (den wir bisher ca. zehn Mal benutzt haben). Nur beim Thema Vegan bin ich kompromisslos, zumindest was Lebensmittel, Kleidung, Spielzeug etc. angeht. Und ja, vegane Kinderernährung ist möglich und gesund, man sollte sich jedoch mit ausgewogener Ernährung und Nährstoffen auseinandersetzen – was aber kein Hexenwerk ist und es gibt mittlerweile einiges an Literatur, Ernährungsberatungen und Webseiten, die sich mit diesem Thema beschäftigen. Und ganz langsam kommt auch bei der Deutschen Gesellschaft für Ernährung (DGE) an, dass sie das Thema nicht mehr gänzlich ablehnen kann.

Geschirr

Hier seht ihr übrigens ein hübsches Kindergeschirr von Becothings, das zu ca. 80 % aus Pflanzenfaser (Bambus, Reisschalen) besteht und kompostierbar ist (unter besten Voraussetzungen natürlich). Es ist trotzdem bruch- und spülmaschinenfest und der kleine Becher kann super von Kinderhänden gehalten werden. Eine tolle Alternative zu den üblichen Geschirren aus diversen Kunststoffen, wie PA oder Melamin.

Wie ist das eigentlich bei euch? Gibt es unter meinen Lesern/Leserinnen Schwangere oder Mütter?