Mein Rohkostexperiment – Tag 2

Mein zweiter Rohkosttag begann wieder mit einem Blick in den Kühlschrank, aber dieses Mal wusste ich, was ich frühstücken möchte: Einen richtig geilen Smoothie aus Banane, Beeren und einer Handvoll Lollo Bianco. Das hat tatsächlich nicht so viel Dreck gemacht, wie ein „normales“ Frühstück. Und es hat nicht nur geschmeckt, sondern richtig satt gemacht – ohne Völlegefühl. Ich habe mich eigentlich recht wohl gefühlt, allerdings ein wenig matt und ich hatte das Gefühl, dass sich Kopfschmerzen anbahnen. Zwei Wochen Rohkost – das bedeutet auch zwei Wochen keinen Kaffee oder Tee. Eigentlich trinke ich täglich beides. Ich glaube, mein Körper meckert gerade, weil er sich Koffein wünscht. Allerdings ist heute auch der erste Tag meiner Periode, daher können die Kopfschmerzen genauso kommen. Warten wir’s mal ab!

Nach dem Frühstück bin ich dann direkt eine große Runde mit den Hunden durch den Wald und konnte an dem Berg, wo ich sonst immer schwer atme und Pausen mache, einfach weiter gehen. Das liegt aber wohl daran, dass ich wieder mit dem Sport angefangen habe und mir mehr Ausdauer antrainiert habe. Zu Hause ging’s ab unter die Dusche. Als Snack für zwischendurch habe ich mich auf Sesamcracker von Govinda gestürzt und diese mit Soyananda gegessen. Sehr lecker! Soyananda ist zwar keine Rohkost in dem Sinne, aber für Rohkost geeignet, da die Bohnen fermentiert werden. Ich lasse das gelten und da ich die Produkte auf der Rohvolution kennengelernt habe, bin ich wohl nicht die Einzige. Bis hier war am zweiten Rohkosttag alles gut.

Rohsnacks

Nachmittags bin ich zu einem Kunden gefahren (selbstständig bin ich ja immer noch), um ein neues Projekt zu besprechen. Der hat mir gleich einen Keimling-Katalog mitgegeben und mir das Buch „Grün Essen“ empfohlen. Seiner Meinung nach sind dort alle wichtigen Fakten aus „Alles Roh“ und der „China Study“ einfach zusammengefasst. Ich soll es unbedingt lesen. Puh, das nächste Buch also. Naja, ich habe ja Urlaub. Auf dem Rückweg habe ich dann gleich Martin von der Arbeit abgeholt und frühere Arbeitskollegen besucht. Endlich zu Hause habe ich mich direkt in die Küche begeben, um leckere Rohkost zuzubereiten. Hmmm, naja, zubereitet habe ich, lecker war’s aber nicht. Es gab Blumenkohl“Couscous“, das überhaupt gar nicht geschmeckt hat. Martin konnte einiges davon essen, ich nicht. Ich habe die Reste dann für ihn in einen Topf geschmissen und zu Suppe verarbeitet – hoffentlich schmeckt die wenigstens. Das Rezept war übrigens aus „Raw & Simple“.

RohCouscous

 

Damit ich nicht leer ausgehe (ich kann wirklich unerträglich werden, wenn ich nicht eine richtige Mahlzeit am Tag hatte), habe ich mir einen Salat gemacht. Leider ist der dank meiner frustrierten Stimmung nicht sehr gut geworden. Ich habe die Salatsauce irgendwie verhauen, was mir noch nie passiert ist. Naja, die Hälfte habe ich immerhin gegessen. Danach gab es dann einen RAW BITE Riegel (den Spicy Lime), der extrem lecker war und mich wieder aufgeheitert hat. Die restlichen Schokomandeln habe ich auch noch aufgegessen.

RohSalat2

Nach dem Essen stand dann plötzlich ein Nachbar in unserem Garten – mit einem riesigen Paket im Arm. Der Sedona Dörrautomat ist da!!! Die nächsten Tage werden sicher wieder besser. Was mich aber ein wenig ärgert ist, dass man für viele Gerichte so extrem lange vorbereiten muss – hier mal vier Stunden einweichen, da mal sechs Stunden dörren. Ich muss einfach die vielen Tipps zur Vereinfachung aus den Büchern beherzigen. Ohne Vorbereitung ist zwei Wochen Rohkost wohl nicht so einfach – es sei denn, man bleibt einfach beim Salat. 😉 Ihr dürft weiter gespannt sein!

Mein Rohkost-Experiment – 14 Tage kalte Küche

AllesRoh

Schon lange will ich mich näher mit dem Thema Rohkost befassen, aber dadurch, dass ich durch Job, Fahrtzeiten, Haustiere, Freund, neuerdings wieder Sport und Haushalt ziemlich eingespannt bin und kaum Zeit für’s Einkaufen geschweige denn für’s Kochen habe, ernähre ich mich eher halbherzig. Klar, vegan muss es sein, aber häufig esse ich unterwegs und wenn wir selbst kochen, ist zwar viel Frisches dabei, aber dennoch greifen wir ständig auf halbfertige Lebensmittel zurück, die nur noch erhitzt werden müssen. Zu viel Fett, zu viele falsche Kohlenhydrate … Wir abonnieren zwar eine Biokiste mit regionalem Obst und Gemüse, trotzdem könnte die Ernährung besser sein. Warum sonst ist mein Hautbild so schlecht und ich schaffe es nicht, mal langfristig ein paar Kilos loszuwerden?

Wie auch immer, jetzt habe ich es tatsächlich mal geschafft, mir Urlaub zu nehmen. Zwei Wochen keine Fahrten nach Köln, zwei Wochen die Möglichkeit, spontan einkaufen zu können und stundenlang in der eigenen Küche zu stehen. Da kam mir die super Idee, ich könnte doch direkt auch zwei Wochen Rohkost daraus machen. Beginn: Dienstag, der 25. Februar.

Okay, der erste Schritt war also die Idee – schon mal gut soweit. Der zweite Schritt war, soweit ich die Zeit gefunden habe, im Internet zu schauen, was man für Rohkost benötigt. Grundnahrungsmittel? Nüsse und Samen sind wohl wichtig, Avocados (die mag ich überhaupt nicht), reife Bananen und anderes Obst, Beeren, (Wild-)Kräuter, Salate, Mangos (die mag ich auch nicht), gute Öle, jede Menge grünes Gemüse und ein Bisschen Wurzelgemüse und sogar Kohl – das bekommt man alles recht leicht. Küchenzubehör? Mixer, Messer, Keimgläser und -schalen, Küchenmaschine, Kühlschrank und einen Dörrautomaten. Letzteren habe ich nicht, aber ist der wirklich wichtig, wenn ich das nur zwei Wochen lang machen will?

Rohbuecher

Naja, erstmal weiter denken. Vielleicht wären ein paar Bücher nicht schlecht, da das Thema wohl doch sehr umfangreich ist. Ich habe mir vor ca. 1,5 Jahren das Buch „AllesRoh“ von Angelika Fischer auf der Rohvolution in Mülheim gekauft und nie wirklich reingeschaut. Das wäre jetzt wohl ein guter Anfang, aber ich brauche ja auch Rezepte. Zwei Rezeptbücher für Rohkost hatte ich sogar tatsächlich schon, aber von Torten, Kuchen, Keksen und Grünen Smoothies kann ich keine zwei Wochen überleben. Vor allem nicht, wenn die Kuchenrezepte alle wieder die Zubereitung im Dörrautomaten beinhalten.

An dieser Stelle ist mir eine meiner lieben Kolleginnen eingefallen, die selbst zig Kochbücher hat und auch gerne Rohkost mag. Also habe ich mir bei ihr ein paar Bücher über’s Wochenende ausgeliehen und mal wieder festgestellt, dass ein Dörrautomat wohl unverzichtbar ist. Das Resultat dieses Wochenendes war dann, dass ich eins der Kochbücher meiner Kollegin erstmal behalten habe „Gorilla Food“ von Aaron Ash und mir zwei noch dazu bestellt habe „Raw & Simple“ und „Going Raw“ von Judita Wignall, weil in diesen Büchern schöne Einleitungen und Tipps sind – bestens für eine Anfängerin wie mich. Und wir haben tatsächlich einen Dörrautomaten bestellt … und weil wir keine halben Sachen machen, gleich den Sedona von Keimling – wenn, dann richtig.

ChocoDelic

Gestern war dann der erste Rohkosttag. Begonnen hat er mit einem Blick in den Kühlschrank und der Frage „Was kann ich eigentlich jetzt essen?“. Da ich keine Zeit hatte, großartig vorzubereiten, war der Einstieg in die Rohkost leider ziemlich ernüchternd. Ich habe mich mit einer Banane und Schokomandeln von Choco Delic gerettet. Da das so aber keine zwei Wochen gehen kann, obwohl die Schokomandeln der Knaller sind, habe ich noch mal in’s Internet geschaut und mir eine Einkaufsliste geschrieben. Der Dörrautomat und die bestellten Bücher waren leider noch nicht da. Also Einkaufszettel schnappen und eine Einkaufstour machen – natürlich nachdem die Hunde für eine Stunde im Wald gelüftet wurden. Ich war in zwei Bioläden, einem Supermarkt und einem Reformhaus. Ich habe ziemlich viel Geld ausgegeben, glaube ich, aber wofür eigentlich? Ein paar Snacks und Riegel, damit ich im Notfall etwas zu essen habe. Nüsse, Samen, ein Keimgerät (zusätzlich zu den Keimgläsern, die ich schon habe), Obst und Gemüse, Gewürze … Etwas für den Anfang. Unterwegs habe ich dann ein wenig Dattelkonfekt und Snacks aus gekeimten Saaten gegessen, weil der Hunger sich langsam bemerkbar machte.

Nach der Einkaufstour durch sämtliche Nachbarstädte bin ich dann direkt zum Sport, wo ich mich in den ersten zehn Minuten ein wenig schlapp fühlte, was aber auch daran liegen kann, dass ich mich die letzten Tage körperlich mehr als sonst verausgabt habe. Nach dem Sport gab es zu Hause dann endlich etwas Richtiges zu essen: ein Rote Beete Carpaccio mit Salat, Champignons, Gurken, kleinen Tomaten und Zedernkernen.

Rohkostsalat

Das Hauptgericht waren Zucchini-Nudeln (wie gut, dass ich schon einen Spiralschneider habe) mit Pesto (wie gut, dass ich auch schon einen Blender habe) aus getrockneten Tomaten, Pinienkernen, Basilikum, Öl und Gewürzen. Das Rezept findet ihr hier. Das Essen war richtig lecker und ich habe meine Hälfte nicht mal ganz geschafft, weil ich ziemlich schnell satt war. Martin hat alles aufgegessen und fand es auch sehr lecker. Allerdings hat er danach noch aufgewärmte Reste vom Gemüseauflauf vom Vortag gegessen. Er braucht halt mehr als ich.

Als Dessert gab es dann Eis aus gefrorenen Beeren, Minzblätter aus dem eigenen Garten und Vanillepulver. Rohkost kann so lecker sein!

Rohkostspaghetti

Unter’m Strich war der erste Urlaubs-Rohkosttag ganz okay. Ich musste nicht hungern und hatte Spaß bei der Zubereitung. Aber dass Rohköstler in der Küche weniger aufräumen und putzen müssen, kann nicht stimmen. Durch die Schnibbelei habe ich doch ganz schön viel Dreck gemacht, auch wenn Ofen und Herdplatten nicht benutzt wurden. Mit meinem großen AllesRoh-Buch bin ich dann in’s Bett gegangen und habe spannende Fakten über Tomaten und Möhren gelesen. Wusstet ihr, dass reife Tomaten jede Menge Glutamat enthalten und Möhren nicht zum rohen Verzehr geeignet sind? Und ich glaube, ich muss ganz dringend mal bei einer Wildkräuterführung mitmachen. Am Wegesrand wachsen so viele Schätze …

Mal schauen, wie es die nächsten Tage weitergeht … Habt ihr Ideen, Tipps und/oder Rezepte für mich?

Ich war kurzzeitig tatsächlich blond …

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Ich kann mich nicht entscheiden. Jedes Mal, wenn ich eine Haarfarbe habe, gefällt sie mir schon nicht mehr. Blond, Braun, Schwarz, Rot, Pink … Alles schon gehabt, alles noch nicht endgültig. Momentan bin ich wieder dunkelblond, dieses Mal mit Sanotint gefärbt und ich heule dem hellen Blond schon wieder hinterher. Davon abgesehen, dass die Friseurin meine Haare völlig verschnitten hat. Also hier ein Bild, wie es bald wieder aussehen soll. Allerdings werde ich meine Haare nie wieder mit Directions Blondierung aufhellen. Das hat sie extrem ausgetrocknet und kaputt gemacht.

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Errungenschaften aus Berlin

TeetassenBei meinen letzten beiden Berlin-Besuchen war ich in einem süßen kleinen Laden in Prenzlauer Berg. Leider habe ich vergessen, wie er heißt. Ich bin überzeugt, dass er in der Senefelder Straße war, aber leider finde ich ihn auch bei Google Maps nicht mehr. Jedenfalls ist es einer dieser Läden, in denen sich jeder ein paar Regale oder einen Teil Ladenfläche mieten und Handgemachtes verkaufen kann.

Die Teetassen haben es mir ganz besonders angetan. Wenn sie nicht (berechtigterweise) so teuer wären, hätte ich sicherlich direkt ein ganzes Service gekauft. Weiß vielleicht jemand von euch, wie der Laden heißt und ob es ihn noch gibt?