Mein Rohkostexperiment – Tag 4

PilzeHeute war ein produktiver Urlaubstag. Endlich nicht einkaufen müssen, endlich mal was schaffen. Außerdem geht es mir richtig gut, ich bin motiviert und aktiv. Zum Frühstück gab es einen Smoothie aus Ananas, Banane, Apfelsaft, Salat und gemahlenen Erdmandeln. Super lecker und super sättigend. Nach meinem langen Hundespaziergang im Wald habe ich erst noch den Rest Smoothie getrunken und danach mit der Vorbereitung diverser Rohkost-Gerichte begonnen. Das Ganze ging über in ein Um- und Aufräumen der Küche, um mal ein wenig Ordnung zu schaffen und endete im vollumfänglichen Hausputz. 🙂

Übermorgen möchte ich Rohkost-Pizza machen, wofür ich heute schon Kamut in’s Keimglas geben musste. Für die Pizza muss man min. zwei Tage Keimzeit, Einweichzeit von zwei Stunden und Trockenzeit von ca. vier Stunden einplanen. Ich weiß jetzt, was Slowfood ist! Den Veggie-Parmesan, der auf die Pizza kommt, habe ich heute schon gemacht, weil er sich hält und man ihn auch für andere Gerichte nutzen kann. Außerdem spart es Sonntag ein wenig Arbeit.

Mittags wollte ich eigentlich Salat essen, aber da ich so im Aufräum- und Putzwahn war, habe ich mich auf die Schnelle mal wieder mit einem Riegel begnügt. Der war aber auch völlig okay. Abends gab es dann Champignons aus dem Dörrautomat mit Soyananda gefüllt und Ruccola-Paprika-Salat mit Vinaigrette und Veggie-Parmesan.

AepfelUnd als Nachtisch gab es dann den Oberhammer! „Überbackene Äpfel mit Ahornsirup-Creme“. Äpfel, Trockefrüchte, Nüsse, Lebkuchengewürz, mehrere Süßungsmittel … Das ist so lecker, das kann gar nicht gesund sein. Vermutlich heißt roh auch nicht unbedingt gesund. Aber das war mir heute egal. Dieses Dessert hat mich so glücklich gemacht! Und ich war schon nach einer Mini-Portion pappsatt. Das bin ich jetzt noch. Der Aufwand hat sich wirklich gelohnt (Nüsse über Nacht einweichen, min. eine Stunde Zubereitung und dann noch mal eine Stunde Trockenzeit).

Da heute Freitag ist, kam auch unsere Biokiste. Leider weiß ich jetzt gar nicht, was ich mit dem Lauch, den Pastinaken, Möhren und Schwarzwurzeln machen soll. Ich hoffe, die halten sich eine Weile. Oder ich koche etwas und friere es ein – ich habe ja Zeit. 😉

 

 

Sante B12 Zahnpasta – ohne Fluorid

B12_Zahnpasta_ohneKurz nachdem Sante zusammen mit dem Vegetarierbund die erste B12-Zahnpasta auf den Markt gebracht hat, ging es los: Fluorid, welches Zahnpasta zugefügt wird, um Bakterien zu töten und den Zahnschmelz aufzubauen, ist giftig für uns. Ab geringen Mengen kann Fluorid sogar tödlich sein, weshalb es wichtig ist, Zahnpasta nicht runterzuschlucken oder gar größere Mengen zu essen (hmmm, lecker!).

Sante hat schnell reagiert und seit Kurzem ist auch in unserem Biomarkt die fluoridfreie Version zu finden.

Was meint ihr? Fluoridfrei, weil ungiftig oder mit Fluorid, weil besser für den Zahnschmelz?

 

Mein Rohkostexperiment – Tag 3

fettucineIch möchte unbedingt ein ganz bestimmtes Rezept ausprobieren und für Samstag einen rohveganen Schoko-Käse-Kirsch-Kuchen machen. Dazu brauche ich u. a. Palmzucker, Kakaopulver und Kakaonibs in Rohkostqualität, Lecithinpulver und Kakaobutter. Da ich nicht bestellen wollte, um Versandkosten zu vermeiden und damit ich Samstag auch wirklich alles habe, wollte ich die Zutaten einkaufen. Das hat nur leider nicht funktioniert. Aber hier mal mein heutiger Tag (zumindest das, was für euch interessant ist):

Ich war heute nach dem Aufstehen vergleichsweise fit und habe mich richtig wohl aber hungrig gefühlt. Zum Frühstück gab es einen Smoothie aus Banane, TK-Beeren, Salat, Vanillepulver und Apfelsaft. Der hat mich sogar tatsächlich satt gemacht. Auch nach meinem langen Spaziergang mit den Hunden wollte ich noch nichts essen. Nach dem erneuten Stöbern in meinen Rohkostbüchern ist mir dann bewusst geworden, dass ich schon wieder einkaufen muss …

Also los, zuerst in einen Supermarkt, um noch mehr Nüsse, Früchte, Gemüse etc. zu holen. Von dort aus zu einem Bio-Markt, wo es zumindest Agavendicksaft, Ahornsirup, Kakaobutter und andere Kleinigkeiten gab. Für das Lecithinpulver bin ich in zwei Reformhäuser gefahren, aber leider leer ausgegangen. Dafür habe ich Spirelli-Nudeln aus Linsen entdeckt – nach meiner Rohkostzeit werde ich die unbedingt mal ausprobieren. In der dritten Apotheke bin ich dann endlich fündig geworden und konnte zumindest Lecithin von meiner Liste streichen. Ich bin dann noch in das Allerwelthaus in Hagen gegangen, um zu schauen, ob es dort nicht wenigstens rohen Kakao gibt, aber wieder Fehlanzeige. Im Allerwelthaus finden übrigens monatlich Vegan-Treffen und vegane Mitbringbrunchs statt. Die Leute dort sind alle sehr lieb. Es gibt auch täglich vegane Gerichte und Kuchen, sowie Kaffee mit Pflanzenmilch. Es lohnt sich! Leider bin ich nicht mehr so häufig in Hagen, so dass ich schon lange nicht mehr bei den Treffen war.

Zwei Stationen gab es dann noch auf meiner Einkaufstour: Ein türkischer Supermarkt, in dem ich viele Köstlichkeiten gefunden habe, aber leider nichts von meiner Liste und ein asiatischer Supermarkt, in dem ich zumindest Palmzucker bekam. Danach ging es direkt zum Sport. Unterwegs habe ich übrigens eine super leckeren Riegel von lifebar gegessen und eine Chi Kugel von Govinda probiert. Also diese Kugel hätte nicht während der Fahrt probieren sollen. Mein Gesicht muss sich ganz übel verzogen haben, weil das Zeug so eklig schmeckt. Am Liebsten hätte ich das Fenster geöffnet und alles ausgespuckt, was aber nicht möglich war. Ich habe es also gekaut und runtergeschluckt. Nichts für mich, wirklich nicht!

Wieder zu Hause angekommen wollte ich etwas essen und entschied mich für Fettuccine aus Zucchini mit Tomaten-Cashew-Sauce und etwas Salat. Dafür müssen die Cashews allerdings erst mal zwei Stunden einweichen, was dazu führte, dass ich vorhin gegen Mitternacht noch den Mixer angeschmissen habe. Rohkost ist also auch nicht unbedingt als Mitternachtssnack geeignet. Okay, ich hätte sicherlich auch etwas Leiseres gefunden. 😉 Bei der Zubereitung fiel mir übrigens auf, dass wir keinen Gemüsehobel haben. Also schon wieder ein Utensil, das in meiner Küche fehlt. Die Fettuccine waren sehr lecker, es hätte jedoch weniger Knoblauch sein können. Auf jeden Fall ein Gericht, dass ich jetzt häufiger machen werde. Die Sauce kann man sicher auch als Aufstrich, Dip oder für andere Gerichte nehmen. Das Rezept habe ich wieder aus „Going Raw“ von Judita Wignall.

So, es ist spät. Ich habe morgen viel vor. All die Dinge, die ich heute nicht geschafft habe, weil ich nur unterwegs war …

Gute Nacht!

 

 

Lena Schokolade

LenaSchokoladeVor Kurzem wollte ich mir Sportsachen im Avocado-Store kaufen und bin über eine sehr nette Modemarke gestolpert: LENA SCHOKOLADE. Das Label produziert Kleider, Röcke, Shirts und Accessoires. Alle Produkte sind bio und fair (mit GOTS-Siegel). Einige bekommt man mit Zitaten über diverse kritische Themen. Es gibt insgesamt sieben Motive: Endlager, Gold, Beifang, Kinderarbeit, Yiddish – Mentsh, Völkermord und Unterernährung. Ich habe mir einen Rock mit dem Motiv „Kinderarbeit“ gekauft. Natürlich muss jemand schon ganz lange hinschauen, um den Text lesen zu können, während der Rock getragen wird, aber das ist okay. Immerhin hat man direkt ein Gesprächsthema. Die Röcke werden übrigens in Hamburg fertiggestellt.

Das Label hat mit mir jedenfalls einen neuen Fan gewonnen. Ich mag die Idee und die Sachen sehen alle sehr hübsch aus. Man merkt, dass ganz viel Liebe dahinter steckt, auch die Verpackung war super süß. Eine Sporthose habe ich übrigens auch noch gefunden, und zwar eine von JAYA (bereits meine zweite Hose dieser Marke). jaya2

JAYA organics stellt Joga-Kleidung her. Röcke, Oberteile, Hosen … Ich habe mir den Leggins-Rock „ALICE“ in schwarz gekauft. Sehr bequem, wirklich sehr angenehm zu tragen. Ich glaube, ich kaufe mir die Hose noch ein zweites Mal, weil ich sie jedes Mal beim Sport trage. Die Produkte sind übrigens natürlich auch bio und fair (mit GOTS-Siegel).

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