VeganWonderland und Vegilicious

Ich war shoppen, zuerst im Internet, dann noch mal vor Ort. Ich muss echt gestehen, dass ich ein Problem damit habe, mir den Namen vom Laden von Kim Kalkowski alias Wonderland in Dortmund zu merken. Also der Online-Shop heißt VeganWonderland, das kann ich mir gut merken. Das Geschäft heißt Vegilicious und ihr Café nebenan heißt Cakes ’n Treats. Oben seht ihr meine Online-Bestellung (auch schon wieder eine ganze Weile her):

  • Soja-Würfel
  • Soja-BigSteaks
  • Nuss-Mandelecken
  • Canigourmet (veganes Nass-Hundefutter) und Feligourmet Miau (veganes Nass-Katzenfutter)
  • Eine Probepackung AMICAT (veganes Trocken-Katzenfutter)
  • TerraPura (veganes Bio-Nass-Hundefutter) Linsenmahlzeit und Gemüsetopf
  • Dairy Free „Käse“saucenpulver
  • no egg Eiersatz
  • Logona Pflanzliche Haarfarbe
  • Samenbomben
  • schwarzes Salz Kala Namak (Indisches Salz, das nach Ei schmeckt)
  • Knusper Bälle (Cornflakes-artiges Zeug)
Und nun zur Bewertung der einzelnen Produkte
  • Die Soja-Würfel habe ich kennengelernt, als wir in Iserlohn im JaVeGo waren und Holger Mauermann dort Gulasch gezaubert hat. Er schafft es wirklich, diesen typischen Nebengeschmack wegzukriegen und das Gulasch war der Hammer. Wir haben es noch nicht nachgekocht, aber dafür sind die Soja-Würfel schon mal da und warten auf ihren Einsatz. Vielleicht wird das ein Gericht, mit dem ich meine Fleisch-liebende Familie beeindrucke.
  • Die Soja-BigSteaks sollen ja ganz toll sein. Ich habe sie besorgt, um etwas für den Grill zu haben. Leider habe ich sie wohl nicht lange genug eingeweicht oder mariniert oder zu lange auf dem Grill liegen gehabt (vermutlich alles zusammen). Jedenfalls waren es harte, pappige, gewürzte Teile. Naja, zwei sind übrig und da ich mir schon Tipps geholt habe, sollte es beim nächsten Mal besser klappen.
  • Die Nuss-Mandelecken schmecken nicht wie Nussecken, aber trotzdem sehr lecker.
  • Das vegane Nassfutter von Terra-Pura und das Canigourmet verträgt mein Hund super und es schmeckt ihm total. Bisher hatte ich schon Yarrah Biofutter, was er auch verträgt und was ich auch okay finde. Benevo hatten wir auch schon, aber das stinkt ekliger als „normales“ Hundefutter. Viktor ist übrigens noch nicht rein vegan, aber dazu mehr in einem der nächsten Artikel. Es würde hier den Rahmen sprengen.
  • Ich habe mich noch nicht getraut, das vegane Nass-Katzenfutter zu füttern, weil meine Dame wirklich extrem launisch ist, was Futter angeht. Sie hat ihre zwei, drei Marken/Geschmacksrichtungen, alles andere verschmäht sie. Dafür durfte ich jetzt schön ne fette Zahnsteinbehandlung bezahlen. Niemals würde eine Katze in der Natur auf die Idee kommen, jeden Tag so eine Matsche zu fressen. Naja, das Trockenfutter von AMICAT habe ich aber direkt nachbestellt. Das frisst allerdings nur mein Kater. Und nein, meine Katzen sind auch (noch?) nicht vegan. Aber dazu schreibe ich vielleicht auch noch nen Absatz mehr… später.
  • Das „Käse“saucenpulver liebe ich. Ich nehme es quasi für jede Sahnesauce zum andicken. Ich muss immer eine Packung daheim haben.
  • Den Eiersatz habe ich bisher nur einmal für Bratlinge genutzt. Er kann aber wohl viel mehr, sogar aufgeschlagen werden. Mal sehen, für was ich es noch brauche.
  • Die Haarfarbe besteht hauptsächlich aus Henna. Also ist es ein Pulver, welches man mit heißem Wasser vermengt und dann wie Haarfarbe nutzt. Es stinkt ziemlich, aber ich habe meine Haare früher immer mit Henna gefärbt und bin noch gut an den Geruch gewöhnt.
  • Die Samenbomben stehen hier noch und warten auf den nächsten Frühling. Hier in Radevormwald sind die eigentlich nicht so nötig, weil sogar die Stadt kleine Blumenwiesen an den Straßen anlegt. Aber für graue Großstädte ist Guerilla Gardening echt super.
  • Das indische Salz ist der Hammer. Es schmeckt wirklich nach Ei! Wir haben Rührtofu damit gemacht und es hat dem Ganzen den letzten Kick gegeben. Jetzt gibt es regelmäßig „Rührei“ zum Frühstück. Ein Traum! Aber Vorsicht! Man muss es sparsam mit dem Salz umgehen (was den Preis dann wieder gut macht).
  • Die Knusper-Bälle waren auch lecker, ungefähr drei Tage lang. Dann hatte ich sie schon aufgegessen. Das war nicht gut für meinen Magen… aber für den Gaumen.

 

Auf dem zweiten Bild seht ihr, was wir direkt im Laden in Dortmund gekauft haben:

  • Kassler von Wheaty
  • „Zwiebelmetty“ von VeganWonderland
  • Räuchertofu
  • Vleischsalat vom Tofutier von viana
  • wie feine Lyoner von Heirler
  • Vegankebap Gyros von Wheaty
  • vegane Mayo von Veganworx
  • Provamel Schnitzel mit Champignon-Füllung
  • Wilmersburger Scheiben
  • TerraPura (veganes Bio-Nass-Hundefutter) Linsenmahlzeit und Gemüsetopf
  • Dairy Free „Käse“saucenpulver
  • B12-Zahnpasta von Sante
  • Sud-Gewürzmischung für Trockensoja von VeganWonderland
  • Soja-Granulat
  • 4Korn Schokokekse von Werz
  • Kokos-Leckerlies
  • Orangen-Reiskekse

Bewertung

  • Der Kassler von Wheaty schmeckt nicht nach Kassler (sagt der Schatz, ich weiß nicht so richtig, wie Kassler schmeckt). Wir haben ihn (den Kassler, nicht den Schatz) in Gemüsesuppe geschnibbelt. War super lecker und meiner Meinung nach mit Abstand besser als Räuchertofu.
  • Das Zwiebelmett ist aus gepufftem Vollkornreis, Zwiebeln, Tomaten, Sonnenblumenöl, Salz und Gewürzen gemacht. Also quasi so, wie man es auch aus dem Rezept für veganes Mett kennt. Es ist noch nicht perfekt, aber besser als das, was ich bisher hergestellt habe.
  • Räuchertofu ist halt Räuchertofu. Martin mags, ich nicht so… Aber ich mochte noch nie Geräuchertes.
  • Den Vleischsalat kenne ich schon aus diversen Bioläden. Ich mag ihn, obwohl ich noch nie Fleischsalat gegessen habe. Super lecker auf Brot.
  • Die wie feiner Lyoner ist einer von vielen Aufschnitten von Heirler. Leider sind einige andere Sorten nicht vegan. Ich hoffe, sie stellen das mal langsam um, die veganen Varianten sind nämlich echt lecker.
  • Das Gyros von Wheaty schmeckt wie Gyros… Wir haben es einfach so mit Beilagen gegessen, werden es aber noch mal kaufen, Tzatziki herstellen und dann lecker Gyros-Pita zaubern. Ich bin gespannt und werde berichten, wenn’s funktioniert oder nicht.
  • Die Mayo war leider nicht so lecker, wie andere Mayo, die ich bisher ausprobiert habe. Daher ist sie bloß als Margarine-Alternative auf dem Brot gelandet. Für Pommes o. ä. nicht wirklich zu empfehlen.
  • Die Champignon-Schnitzel von Provamel waren auch nicht wirklich lecker.
  • Wilmersburger Scheiben… Oh man, Leute, ihr wisst gar nicht, wie sehr man sich über ein „Käsebrötchen“ auf der Arbeit freuen kann. 🙂 Die Käsescheiben sind echt super geworden. Kleiner Verbesserungswunsch: weniger Salz. Großer Verbesserungswunsch: Verzicht auf Palmöl. Liebes Wilmersburger-Team: Ich habe auf Facebook mitbekommen, wie sehr ihr nach einer Verpackung gesucht habt, die vegan ist, also auch kein Casein enthält. Wie kommt ihr dann auf die blöde Idee, Palmöl zu verarbeiten? Ich versteh‘ das nicht. Bitte ändern!
  • Die B12-Zahnpasta sollte mittlerweile jedem Veganer etwas sagen. Für alle anderen: Sante hat zusammen mit dem VEBU eine Zahnpasta entwickelt, die folgendes macht: „60% Vitamin B12-Anreicherung nach 4-wöchiger Anwendung – Testergebnis bei 2x täglicher Anwendung einer B12-Zahncreme über einen Zeitraum von 4 Wochen. Quelle: Institute of Clinical Chemistry and Biochemistry, University of Magdeburg, Germany, 2011.“ Also eine vegane Zahnpasta, die B12-Mangel vorbeugt. Tolle Idee!
  • Die Gewürzmischung haben wir noch nicht ausprobiert. Vermutlich beim nächsten Soja-BigSteak-Versuch.
  • Soja-Granulat benutze ich gerne für Bolognese-Saucen. Ich mag das Granulat lieber, als z. B. die Schnetzel, weil ich den Nebengeschmack bei den größeren Stücken nicht ganz weg bekomme. Aber andere schaffen es doch auch… Hmmm!
  • Sowohl die Schoko- als auch die Kokoskekse waren sehr lecker (ja auch schon aufgefuttert). Orangenkekse mag ich nicht, die waren für Martin, aber er mag sie leider überhaupt nicht.

Nach dem Einkauf gab’s übrigens noch einen Amerikaner vom Cakes ’n Treats. Der war auch super. Kein Wunder, dass ich die ganze Zeit zunehme, seit ich vegan bin. Bin ich da eigentlich echt die Einzige?

Wiederverwendbare Obst-Gemüse-Beutel

Noch so ein Artikel, den ich seit der Bio Messe Berlin vor mir her schiebe. Aber ich musste die Beutel und Netze von again and a-gain auch erst einmal eine Weile testen. Es geht hier um eine Alternative zu den dünnen Plastiktütchen, in die man sein Obst und Gemüse im Supermarkt füllt. Ich selbst finde diese Tütchen auch lästig… Ich meine, man packt sein Gemüse da rein, wiegt es ab, klebt so ein Barcode-Etikett drauf, bezahlt an der Kasse und daheim schmeißt man das Tütchen weg. Ich z. B. bekomme den Knoten nicht mehr auf und reiße das Plastik gleich ganz kaputt. Falls es heile bleibt, wird die Tüte vielleicht irgendwann mal wiederverwendet – oder verweilt über Wochen zwischen anderen Beuteln, bis sie mal gebraucht wird. Was für eine Verschwendung! Immerhin gibt es mittlerweile in dem ein oder anderen Laden, der Wert auf grünes Image legt, wieder Papiertüten – in manchen Läden kann man sich aussuchen, was man lieber hat und es greifen tatsächlich trotzdem genug Leute zum Plastik. Wie auch immer… again and a-gain hat eine Lösung gefunden: Wiederverwendbare Netze und Beutel.

Es gibt Beutel in grün und einen größeren in schwarz und es gibt Netze in grün (für Obst und Gemüse) und Netze in gelb (für Brot). Ich selbst nutze die Netze jetzt schon seit der Messe und sie kommen sogar in den Läden gut an. Ich bin schon von Kassiererinnen darauf angesprochen worden: Sowas habe man noch nicht gesehen, aber es sei eine wirklich gute Idee. Ich würde mich echt freuen, wenn solche wiederverwendbaren Netze überall in den Obst- und Gemüseabteilungen erhältlich wären und dafür die Plastiktütchen verschwinden würden. Und: Man kann die Netze auch noch für ganz andere Dinge nutzen. Z. B. für Schuhe, wenn man verreist. Oder für Socken, damit sie in der Waschmaschine nicht verloren gehen oder für Strumpfhosen/andere empfindliche Unterwäsche beim Waschen. Oder für Legosteine im Kinderzimmer. Oder für Kabel, die man sonst im Computerzimmer rumfliegen hat, wenn man sie nicht nutzt. Oder halt einfach für Obst und Gemüse und das doofe Plastikzeug links liegen lassen.

Bei dm gibt es übrigens Pfandbeutel – auch eine super Sache. Bei uns ist es so, dass wir häufig neue Jute-Beutel kaufen, wenn wir wieder vergessen haben, welche zum Einkauf mitzunehmen. Plastik kaufen wir eigentlich gar nicht mehr, zur Not wird der Einkauf lose in den Kofferraum gelegt (hier muss man eh immer mit dem Auto zum Einkaufen). Bei dm kann man in dem Fall einen Beutel gegen Pfand erwerben und jederzeit zurückbringen. Find‘ ich super! Wie macht ihr das? Habt ihr überhaupt schon mal darüber nachgedacht.

Ein Nachmittag in Hamburg

Vor Kurzem war ich eine Freundin in Hamburg besuchen und durfte eine Oase mitten im Großstadtgetummel kennenlernen. Das Golden Temple Teehaus in der Grindelallee 26. Der Teegarten hinter dem Haus ist wirklich ein Traum. Zwischen grauen Häusern findet sich ein bunter Hinterhof mit vielen Pflanzen und jeder Menge Farben, einem Pavillon, einigen Sitzgruppen und sogar einer Hollywood-Schaukel. Wir haben leckeren Tee getrunken und Curry mit Sojajoghurt gegessen. Nach vier Stunden Autofahrt haben mein Hund und ich diese angenehme Atmosphäre wirklich genossen.

Highlight war das plötzlich Auftauchen von ca. 20 Leuten, die sich zum Mantra singen getroffen haben. Wow! Bisher kannte ich das nur aus Büchern und es hat mich echt fasziniert. Allerdings hat es gar nicht zu unserer Stimmung gepasst. Wir hatten uns viel zu erzählen und nur wenig Zeit, da ich auf dem Weg nach Rügen war und immer noch drei Stunden Autofahrt vor mir hatte. (Zug war mit dem ganzen Gepäck + Hund alleine keine Alternative.) Ich kam mir ein wenig vor, als würden wir die Gruppe stören, aber es war das genaue Gegenteil. Man hat uns quasi sofort mit aufgenommen und jeden (auch Viktor, den Hund) mit einem Aloha begrüßt. Viktor ist dann bei der Singerei gleich weggeschlummert… Solch spirituelle Veranstaltungen gibt es dort übrigens alle paar Tage.

Es gibt in dem Teehaus zig verschiedene Yogi-Tees und andere heiße und kalte Getränke. Außerdem Frühstück, Waffeln (vegan), Suppen, das erwähnte Curry, gefülltes Pita-Brot, Salat und diverse kleine Snacks. So ziemlich alles ist vegan, das ein oder andere gibt es auch in vegetarischer Variante.

Ich kann diesen Ort jedem von euch nur empfehlen und werde selbst sicherlich auch früher oder später noch einmal dort einen Tee trinken und vielleicht sogar mal ein Mantra summen/singen.

Vegan essen in Essen


Tja, so ist das, wenn man vor Ort nicht essen gehen kann. Man muss jede Gelegenheit ausnutzen, wenn man mal irgendwo unterwegs ist. Wir waren in Essen im Einkaufszentrum Limbecker Platz. Dort gibt es, wie in allen Einkaufszentren, jede Menge übliche Fressbuden, aber eine ist außergewöhnlich gut – naja, ich will es mal lieber Restaurant nennen, weil es sich von allen anderen abhebt: das Cha Chà mit dem netten Zusatz „Positive Eating“, das thailändische Küche anbietet (naja, thailändisch inspiriert trifft es eher).

Auf der Speisekarte kann man schnell erkennen, welche Speisen glutenfrei sind. Es gibt einige Speisen, die offenbar vegetarisch und teilweise sogar vegan sind. Wobei ich mittlerweile (der Erfahrung sei dank) immer betone, dass das Gericht doch bitte vegan sein soll. Ständig passiert es mir, dass ich auf die Frage, ob ein Gericht vegan ist, ein „Ja, das ist vegan, das können Sie essen.“ als Antwort bekomme. Das merke ich natürlich (wenn es lecker ist), bestelle es beim nächsten Mal direkt (ohne Nachfrage) und merke dann, dass beim ersten Mal offensichtlich etwas an der Zubereitung geändert wurde. Sei es, dass das Joghurt-Dressing ersetzt oder der Parmesan, wahlweise Sahne weggelassen wurde. Das passiert mir hoffentlich nicht mehr.

Zurück nach Essen (wobei es Cha Chà Restaurants auch in Berlin, Hamburg, Düsseldorf und der Schweiz gibt): Martin hatte Gelbes Gemüse-Curry (s. Bild oben), was erstaunlich gut gewürzt ist. Ich hätte mich reinsetzen können. Ich hatte Thai-Gemüse-Reis mit Cashew-Nüssen (ohne Ei, s. Bild unten). Mit dem Sesam und den Cashew-Nüssen war es super lecker, wobei ich den Reis an sich nicht sooo gut fand. Die frischen Kräuter und Gewürze haben es aber zu einem fast schon aufregenden Essen gemacht. „Positive“ kann ich also bestätigen, „leicht“ sind die meisten Speisen sicher auch, ob sie einen „gesunden Beitrag für Körper und Geist“ leisten, möchte ich nicht bestätigen – aber es fühlt sich schon ein Bisschen danach an. Link zur Speisekarte

Als Getränk hatte ich übrigens Hibiskus-Drink mit Kumquats (Mini-Orangen in rotem Blütensaft mit gefäßschützender Wirkung).