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Täglich beschäftige ich mich mit News und Informationen rund um die Themen Nachhaltigkeit, Bio-Produkte, vegane Produkte, Fleischkonsum und -produktion, Umweltschutz bzw. -schädigung, Fairtrade etc. Da ich nicht gleich über alles einen Artikel schreibe, poste ich vieles auf Facebook, Twitter und Google+, teilweise sogar Xing und Pinterest. Wenn ihr also bei einem dieser sozialen Netzwerke unterwegs seid, dürft ihr mir gerne folgen, Fan werden, mich in euren Kreis aufnehmen… wie auch immer.

Hier findet ihr regelmäßig Links zu aktuellen Nachrichten, Videos, Berichten, Interviews und natürlich den Hinweis, wenn mal wieder ein neuer Artikel hier im Blog erschienen ist. Die Facebook-Seite ist übrigens öffentlich, ihr benötigt dafür also keinen eigenen Account. Ich freue mich auf euch!

Wuppertal kann auch vegan


Vor zwei Wochen bin ich in einer Facebook-Gruppe über den Hinweis gestolpert, dass es einen Burger-Laden in Wuppertal gibt, der auch einen veganen Burger anbietet. Also sind Martin und ich direkt noch vor unserem Urlaub dorthin gefahren. Wuppertal ist eine Nachbarstadt von unserem Wohnort. Das Hans im Glück liegt sehr zentral gelegen in Elberfeld. Weitere Filialen gibt es in Köln und München. In Wuppertal kann man sowohl drinnen als auch draußen sitzen und insgesamt ist der Laden recht groß. Tischreservierungen sind also nicht nötig. Hunde sind willkommen und bekommen natürlich auch einen Napf Wasser hingestellt. Die Einrichtung ist aufeinander abgestimmt. So findet man im Inneren überall Birkenstämme wieder, sowohl über die volle Höhe des Raums als auch als Halter für Soßen und Speisekarten. Sogar in den Speisekarten ist auf jedem Bild eine Birke zu finden, oder (s. Bild oben) als abgeholzte Baumstämme. Die Karte ist übrigens wirklich schön bebildert und erklärt, warum Hans im Glück nicht nur der Name sondern auch das Motto ist. Alles in allem würde ich den Laden schon fast als Restaurant bezeichnen, in dem es übrigens auch eine Cocktail-Bar gibt.

Es gibt einige vegetarische Burger bei Hans im Glück, darunter aber leider nur einen veganen, der aus einem „würzigen Weizen-Bratling mit extra Tomate, Rauke und Sprossen“ besteht. In der Karte findet man übrigens auf einer extra Seite diesen Hinweis: „Hans im Glück-Soße – Unsere hausgemachte Burgersoße wird ohne Eier und Milch angerührt und ist dadurch auch für Veganer geeignet“. Allein die Tatsache, dass dies bedacht wird, hat mich überrascht. Was in großen Großstädten langsam zur Normalität wird, ist hier nämlich noch eine Seltenheit. Aber gut, vermutlich hat das Hans-im-Glück-Konzept seinen Ursprung nicht in Wuppertal, sondern in einer der beiden anderen Städte.

Wir hatten also den Veganer Burger, Fritten und den „Garten Salat Natur“ mit Kernen, Sprossen, Nussdressing und Brot. Die Fritten sind der Hammer, auch der Salat ist wirklich lecker. Der Burger geht so… Das Brötchen ist leider kalt und durch den Haufen Salat, Sprossen und Tomatenscheiben (was alles natürlich auch kalt ist), fällt der kleine, anfangs vielleicht noch heiße Bratling nicht mehr auf. Das ist allerdings auch gar nicht so schlimm, weil ich generell eher auf Gemüsebratlinge stehe, die bestenfalls noch paniert sind. Das bisher beste Beispiel für einen richtig leckeren veganen Auswärts-Burger ist für mich immer noch der Cheeseburger im Blondies in Bochum.

Als Getränk hatte ich übrigens eine super leckere Schorle mit Hibiskusblüte und Minze, die den Namen „Durstlöscher“ verdient hat. Fazit: Unterm Strich fanden wir es sehr lecker, auch wenn der Burger optimiert werden sollte. Der Service ist nett – vor allem unser Kellner mit dem passenden Namen Seytan ;). Das Lokal ist toll eingerichtet, mich fasziniert natürlich vor allem die stimmige Corporate Identity (ja, auch in der Freizeit beschäftige ich mich damit). Wir waren nach dem Urlaub noch einmal dort, mit meinen Eltern. Sie haben zwar leider nicht zu einem fleischlosen Burger gegriffen, fanden ihre Burger jedoch lecker und waren auch begeistert. Achso, eins noch… die Preise sind im Vergleich zu anderen Burger-Läden eher hoch. Für uns bleibt Hans im Glück also eher eine Ausnahme. Die besten Burger gibt’s übrigens immer noch bei uns zu Hause!

Hof Butenland und Vegane Wochen bei Biodeals

Ich habe Hof Butenland bei Facebook kennengelernt. Die Seite dort könnt ihr euch auch anschauen, wenn ihr selbst nicht bei Facebook angemeldet seid. Hof Butenland ist eine Tierschutz Stiftung, die sich durch Spenden und Kapitalerträgen finanziert. Aktuell leben auf dem Hof 174 Tiere, wobei die Zahl regelmäßig steigt. Auf der Internetseite liest man über das Ziel der Stiftung: „…die auf Hof Butenland lebenden Tiere zu schützen und abzusichern sowie zukünftig weitere Tiere zu retten, um Ihnen ein artgerechtes Leben zu ermöglichen und Rechte zu zugestehen.“

Wenn man die Geschichten der einzelnen Tiere auf der Internetseite durchliest und/oder bei Facebook verfolgt, ist man ganz schnell mittendrin und erlebt Schicksalsschläge und Happy Ends, als wäre man selbst dabei. Dabei sein ist übrigens auch möglich, indem man sich für eine Zeit in eine der beiden Ferienwohnungen einmietet, die allerdings bereits bis Ende November ausgebucht sind. Zudem kann man Patenschaften übernehmen und natürlich anderweitig unterstützen. Wenn man sich eine Weile mit Hof Butenland auseinander gesetzt hat, lernt man auch ganz schnell die besondere Nähe zu den einzelnen Tieren kennen. Jedes Tier hat einen ganz eigenen Charakter und einen ganz persönlichen Lebens- und Leidensweg und dies alles wird erlebbar in den Berichten dargestellt. Und genau das, diese Wahrnehmung der einzelnen Persönlichkeiten, macht die Stiftung in meinen Augen so besonders.

Allein wenn man sieht, wie die Kaninchen gehalten werden, geht einem schon das Herz auf. Ich wünschte, meine Not-Meeries könnten es auch sooo gut haben. Es gilt das Prinzip, den Tieren die maximal mögliche Freiheit zu erlauben. Sie sind also nicht da, um Menschen zu bespaßen, sondern können sich nahezu frei auf dem Hof bewegen. Aber mit ein Bisschen Glück lassen sie sogar Besucher an sich ran und einige freuen sich über Streicheleinheiten, wie man auf den vielen Videos im Youtube-Channel sehen kann.

Erst vor Kurzem konnte man die traurige Geschichte von acht Kühen, drei Bullen und einem Bullenkalb verfolgen, die angebunden an Ketten in einem dunklen Stall leben mussten. Für acht dieser Tiere wurde der Schlachttermin bereits bestimmt, bevor Hof Butenland eine Lösung vorschlagen konnte. Ein Rechtsanwalt hat schließlich dabei geholfen, die Behörden zu überzeugen, das es außer Schlachtung noch einen anderen Weg geben kann. Vier Tiere konnten also gerettet werden, d. h. tatsächlich sind es fünf, denn eine der Kühe ist hochträchtig. Wäre sie also nicht gerettet worden, wäre sie mitsamt ihres Kalbs beim Schlachter gelandet (was übrigens keine Seltenheit sondern Alltag ist).

Als ich mich vorhin noch einmal auf der Internetseite umgesehen habe, habe ich mich dazu entschlossen, eine Patenschaft zu übernehmen. Ich kann mich noch nicht entscheiden, für wen. Vielleicht für die Gänse Franz und Franziska? Oder für Loriot, das ehemalige Schulpferd? Was meint ihr? Ich glaube, ich lasse die Geschichten noch eine Weile auf mich wirken und entscheide dann.

Letzte Woche bekam ich übrigens eine E-Mail von Biodeals. Es gibt wieder vegane Wochen (die Aktion läuft schon). 10 % des Umsatzes werden zu gleichen Teilen an Hof Butenland und die Vegane Gesellschaft gespendet.

lovechock

Die Biomesse ist schon wieder so lange her. Trotzdem habe ich noch immer Produkte zu Hause liegen, die ich auf der Messe kennengelernt habe und über die ich euch noch schreiben muss. Eines dieser Produkte ist lovechock, eine geniale Bio-Rohkost-Schokolade. Ich kann gar nicht sagen, welche mir am besten schmeckt… Vielleicht die mit Ananas und Inkabeere.

Die Kakaobohnen kommen aus Ecuador. Hier bestehen wohl faire Verträge mit den Bauern – nicht zertifiziert, sondern nach eigenen Grundsätzen. Leider findet sich auf der Webseite nichts weiter darüber, aber im persönlichen Gespräch auf der Messe wurden meine Fragen dazu direkt beantwortet und bei lovechock scheint man sich viele Gedanken über eine faire Zusammenarbeit mit den Bauern zu machen. Die Weiterverarbeitung geschieht in einer Werkstatt für Benachteiligte (auch noch Behindertenwerkstatt genannt, was aber mittlerweile politisch nicht mehr korrekt ist).

Bei der Herstellung wird der Kakao kaltgemahlen, weshalb diese Schokolade einen „größeren Effekt“ hat, als gerösteter Kakao. Es gibt ein „spezielles Produktionsverfahren“ und besondere Zutaten, wie z. B. Gula Java (getrockneter Kokosblüten-Nektar). Dieser wird zum Süßen genutzt und hat einen karamellähnlichen Geschmack. Gula Java hat einen sehr niedrigen Glykämischen Index und ist deswegen für Diabetiker geeignet, außerdem soll er der nachhaltigste Zucker sein (laut Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation). Der Gula Java-Lieferant sitzt in Indonesien und „arbeitet zusammen mit Fairworld, die die Richtlinien des fairen Handels überwachen.“ Dadurch werden laut Webseite von lovechock ca. 2000 Javanische Familien unterstützt. Klingt schon mal gut!

Weiterhin enthalten sind Zutaten, die von lovechock „Superfoods“ genannt werden. Dazu gehören Goji-Beeren, von denen man in letzter Zeit immer öfter hört, auch im Kosmetik-Bereich. Außerdem Maca-Pulver aus den Anden, welches nährstoffreich ist und sich u.a. positiv auf Libido und Fruchtbarkeit von Männern und Frauen auswirken soll. Eine weitere Zutat ist die Inka-Beere, welche viele positive Eigenschaften aufweist – anscheinend auch einen hohen B12-Gehalt.

Die Verpackung ist sehr nett anzusehen. Sie besteht aus „einfach (wieder) verschließbarem PEFC Einwickelpapier“. Die Verpackungsfolie ist aus Holz-Zellstoff und kann zu Hause kompostiert werden. Die Tinte ist „umweltfreundlich“.

Was ich an lovechock besonders toll finde: Den Geschmack! Vollmundig ist schon untertrieben. Die Schokolade ist sehr stark im Geschmack, dazu kommen dann die fruchtigen Beeren. Mir reicht ein Stück, höchstens zwei, um meine Lust nach einer Leckerei zwischendurch zu befriedigen. Mehr geht auch gar nicht, dafür ist der Geschmack wirklich zu stark. Zudem gefällt mir, dass es Rohkost ist, womit ich mich demnächst näher befassen will. Bio und Fair sind zwei weitere Argumente für diese Schokolade.

Was ich nicht so toll finde: Ich überlege noch! 😉 Im Avocado-Store liest man einen Hinweis von einem User, dass der verwendete Kokoszucker angeblich nicht roh ist. Wenn das stimmt, gefällt mir dieser Punkt natürlich nicht.