Frauenkram!

Es ist mittlerweile schon ein paar Jahre her, dass ich eine Dokumentation über ein junges Mädchen gesehen habe, das an TSS (Toxisches Schock Syndrom) erkrankt ist. Sie fiel in’s Koma, wachte erst nach einigen Monaten wieder auf und musste die einfachsten Dinge neu lernen – gehen, sprechen… Hervorgerufen war das TSS bei ihr vermutlich durch das Tragen von Tampons, welche häufig mit TSS in Verbindung gebracht werden: In der Scheidenflora leben gewisse Bakterien, die sich sehr gut vermehren können, wenn ein Tampon lange genug getragen wurde bzw. sehr saugfähig ist und dadurch die Scheidenflora austrocknet. Diese Bakterien produzieren ein Toxin, welches einen toxischen Schock auslösen kann. Anzeichen sind Fieber, Hautausschlag, Organschäden/-versagen, Übelkeit, Durchfall… Ein geringer, einstelliger Prozentteil der Erkrankungen verläuft tödlich – hier gehen die Internetquellen weit auseinander – von zwischen 1 % und 6 % habe ich gelesen.

Das hier soll kein Artikel über die Krankheit werden, für weitere Informationen solltet ihr die Suchmaschine eures Vertrauens oder besser eure Frauenärztin/euren Frauenarzt befragen. Jedenfalls wurde mir damals bei der Dokumentation ziemlich mulmig, aber ich wollte dennoch nicht auf Binden umsteigen – ich find’s angenehmer, wenn es da aufgesaugt wird, „wo es passiert… im Inneren des Körpers“ (so oder so ähnlich war doch der Werbetext?!). Obwohl ich zugeben muss, dass Tampons an den „schwächeren Tagen“ alles andere als angenehm sind.

Davon abgesehen, dass Tampons also gefährlich für die Gesundheit sein können und teilweise ziemlich unangenehm sind (auch dieses Bändchen hat mich oft gestört), sind sie nicht gut für die Umwelt. Ich habe gelesen, dass eine Frau etwa 16.800 (!) Tampons bzw. Binden in ihrem Leben verbraucht. Die landen dann nach Benutzung entweder im Müll oder im Klo. Die Dinger bestehen aus durch Sauerstoff oder Chlor gebleichtem Zellstoff, was im Herstellungsprozess jede Menge Energie und Wasser verbraucht. Um die reine Weiße (nur für’s Auge) zu erhalten, werden zusätzlich optische Aufheller genutzt, die als umweltschädlich gelten. Hinzu kommen Baumwolle (beim Anbau mit Pestiziden behandelt) und das ganze Plastik, das teilweise im Produkt selbst Anwendung findet und natürlich in der Verpackung. Es gibt ökologische Alternativen, die man z. B. in Biomärkten und bestimmten Drogerien findet, aber auch diese sind Einwegprodukte. (Quelle und weitere, sehr interessante Infos: Utopia.de)

Ich hätte niemals gedacht, dass es eine Alternative zum Tampon gibt und bin nie auf die Idee gekommen, eine zu suchen. Aber Ende letzten Jahres dann bin ich auf eine Alternative gestoßen – Menstruationsbecher von MeLuna. Im ersten Augenblick fand ich den Gedanken, Monatshygiene-Produkte wiederzuverwenden, nicht so angenehm, aber dann habe ich mich mit dem Produkt auseinander gesetzt.

Laut MeLuna sind die Menstruationsbecher (auch Menstruationstasse genannt) frei von PVC, Silikon, Latex, Proteinen und Alkylphenol, es können also keine Allergien auftreten. Die Becher von MeLuna bestehen aus TPE (Thermoplastisches Elastomer), welches auch für medizinische Produkte und Geräte zugelassen ist. Becher von anderen Herstellern sind meist aus medizinischem Silikon (z. B. LadyCup).

Da die Becher Flüssigkeiten also nicht aufsaugen, sondern auffangen, trocknen sie die Scheide nicht aus und die Scheidenflora bleibt ganz natürlich. Das Einsetzen und Herausnehmen ist anfangs sehr umständlich. Ich wollte schon nach den ersten Versuchen aufgeben, aber mittlerweile habe ich meine Technik gefunden. Es gibt verschiedene Größen, Weichheitsgrade und Griffe, sollte also für jede Frau die passende Variante verfügbar sein. Ich habe die kleinste Größe bestellt und war im ersten Augenblick überrascht, wie groß der Becher tatsächlich ist, allerdings passt er sich super an und ist überhaupt nicht zu spüren. MeLuna hat auch direkt einen weiteren Becher in anderer Größe und mit anderem Griff zur Probe mitgeschickt. Menstruationsbecher können gut acht Stunden getragen werden, dann werden sie einfach entleert und wieder eingesetzt. Vor der nächsten Periode dann werden sie abgekocht bzw. desinfiziert und wieder benutzt – so können sie bis zu zehn Jahre (manche Hersteller schreiben sogar 15 Jahre) benutzt werden. Umweltschonend, hygienisch, verträglich, vegan… Die Anschaffungskosten liegen bei 10 – 20 €.

Wenn Veganer grillen…

…liegt nicht nur Gras auf’m Rost!

Links seht ihr gefüllte Paprika. Die Füllung besteht aus Soja-Granulat, gewürzt mit Gemüsebrühe, diversen Kräutern und Gewürzen, Tomatenmark, Vrischkäse und verschlossen mit Pizzaschmelz.

Rechts seht ihr Zucchini, Zwiebeln, Tomaten, Champignons, Ruccola und Soja-Schnitzel – beträufelt mit einer Marinade aus Öl, Kräutern und Gewürzen, Knoblauch und jeder Menge anderem Zeug, was ich so in unserer Küche gefunden habe.

Dazu gab’s grünen Salat und Krautsalat, Soßen, marinierte Champignons und Rosmarinkartoffeln. Ich warte schon darauf, dass das Wetter endlich wieder schön wird, damit wir wieder grillen können.

Öko-Waschmittel aus Waschnüssen

Eigentlich wollte ich mal Waschnüsse ausprobieren, aber Martin hat Waschnuss-Waschmittel mitgebracht – auch gut. Es riecht anders als „normales“ Waschmittel, aber nicht schlecht – halt ohne künstliche frische Brise. Es wäscht offensichtlich sauber – was ein Waschmittel können sollte. Weichspüler benötigt man auch nicht mehr. Weichspüler war bei uns immer ein Konfliktpunkt, weil Martin es unnötig und umweltverschmutzend findet, ich aber harte Handtücher nicht mag. Und da mir jetzt auch noch ein Verkäufer gesagt hat, dass es (Bio)Jeansfasern zerstört, bin ich froh, endlich eine Alternative gefunden zu haben. Reinigt also auch den Haussegen… 😉

Waschnuss-Waschmittel ist nicht nur öko, sondern auch vegan. So, wie wir es gerne haben.

Kein Hühnerfrikassee

 

Als ich am Sonntag in Janes Blog von diesem Gericht gelesen habe, überkam mich sofort die Erinnerung an das Hühner-Frikassee aus Kindheitstagen. Wobei es dabei mehr um den Reis mit dieser cremigen Soße geht, als um Huhn. Bisher gab’s bei mir nur fertiges, veganes Frikassee aus der Dose (Reformhaus), frisch habe ich es selbst noch nicht gemacht.

Also habe ich am Sonntag direkt Erbsen eingeweicht und den Spargel vorbereitet (viel zu viel für so ein Frikassee). Champignons und Soja Cuisine musste am Montag noch besorgt werden. Auf „Hähnchen“ habe ich bewusst verzichtet, wobei ich das Rezept mal mit Soja-Schnetzeln ausprobieren möchte.

Ich kann nicht sagen, dass es mich an den Geschmack von damals erinnert hat, aber es war super lecker. Daumen hoch! Werden wir noch mal machen.