Sea Sheperd – Ein Kapitän in Not

Quelle: Wikipedia, Urheber: Witty Iama

Ich kenne Sea Shepherd noch gar nicht so lange. Boote, die auf hoher See gefährliche Schlachten im Namen von Meeressäugern ausfechten und z. B. Walfang-Flotten rammen, gehörten in meiner Vorstellung immer zu Greenpeace. Dass sich vor rund 35 Jahren einer der Greenpeace-Gründer von dieser Organisation abgespalten und eine eigene (weniger bürokratische) Organisation zum Schutz der Natur gegründet hat, welche Direkt-Aktionen auf hoher See durchführt, war mir nicht bekannt. Vor einigen Wochen bin ich dann bei Facebook auf die „Sea Shepherd Deutschland“-Gruppe gestoßen, in der stets Neuigkeiten – teils direkt von den Aktionen vor Ort – gepostet werden. Teilweise merkte ich, wie ich selbst mitfieberte, als die Crew-Mitglieder japanische Walfang-Flotten aufspürten und so Walfänge verhinderten oder als es um Delfin-Treibjagden ging und berichtet wurde, wie viele Delfine schon wieder in Taiji/Japan abgeschlachtet wurden.

Paul Watson (Gründer) wurde 1950 in Kanada geboren, wuchs in einem Fischerdorf auf und boykottierte schon im Alter von neun Jahren Biber-, Wild- und Entenjäger, indem er ihre Fallen zerstörte. 1969 heuerte er auf einem norwegischen Massengutfrachter an und landete schließlich bei der Marine. Er war Mitbegründer von Greenpeace und war bereits Anfang der 70er aktiv bei den Protesten gegen Atomtests auf See. Seit dieser Zeit ist Paul Watson aktiv im Umwelt- und Tierschutz unterwegs. Wo es um Vereitelung von Robbenschlachtungen geht, Befreiung von schlecht gehaltenen Zootieren, Kampf gegen Wal- und Haifisch-Fängern, ist er ganz vorne mit dabei. Liest man die Historie von Sea Shepherd, erfährt man von den vielen Höhen und Tiefen der Stiftung. Aber gerade die Höhen scheinen Paul Watson und all diejenigen, die ihm während dieser Laufbahn zur Seite gestanden zu haben, als Belohnung gereicht zu haben, um stets weiterzumachen. Und die Tiefen scheinen ihn nicht zu stoppen. So liest man von Ländern, die das Robbenschlachten eingestellt haben, von Walfang-Schiffen, die außer Gefecht gesetzt wurden und von Gewinnen in diversen Rechtsstreits.

Sea Shepherd hat sich zur Aufgabe gemacht, den Lebensraum und die Artenvielfalt der Meerestiere nachhaltig zu schützen. Die Organisation beruft sich auf die World Charta for Nature, die 1982 von der Generalversammlung der Vereinten Nationen verabschiedet wurde. In dieser Charta geht es darum, weltweit die Reichtümer der Erde nachhaltig zu bewahren und Maßnahmen zu diesem Schutz einzuleiten. Da sich nicht alle Regierungen um diese Absprache kümmern (und diejenigen, die es tun, tun es nicht ausreichend/glaubwürdig), übernimmt Sea Shepherd solche Aufgaben auf hoher See. Sie selbst sagen von sich, dass sie keine Gewalt gegen Menschen anwenden. Ich bitte euch an dieser Stelle einfach, dass ihr euch genauer mit diesem Thema auseinandersetzt. Man muss nicht selbst auf einem solchen Schiff anheuern, aber vielleicht reicht es auch nicht, die Thunfisch-Dose im Supermarkt-Regal stehen zu lassen.

In den letzten Tagen haben sich die Meldungen über Paul Watson in den Medien überschlagen. Er wurde am 13.05. in Frankfurt festgenommen, weil gegen ihn ein Haftbefehl aus Costa Rica vorliegt. Begründung hierfür ist eine Aktion aus dem Jahre 2002 während der Dreharbeiten für den Film Sharkwater, in dem es um den grausamen Fang von Haien geht. Ihnen werden auf hoher See die Flossen abgeschnitten und danach schmeißt man sie lebendig wieder ins Meer zurück. Zur Zeit der Dreharbeiten soll Paul Watson das Seeverkehrsrecht verletzt haben, als Sea Shepherd illegale Shark-Finning-Aktivitäten entdeckte, dokumentierte und teilweise beendete. Sollte Paul Watson nach Costa Rica ausgeliefert werden, droht ihm dort der Tod. Die Meldungen über Paul Watson’s Festnahme scheinen einen Sturm an Anrufen und E-Mails mit den Empfängern Sabine Leutheusser-Schnarrenberger/Justizministerin und Guido Westerwelle/Außenminister ausgelöst zu haben (auch von mir). Zudem gibt es die ein oder andere Petition in diesem Fall. Am 18.05. wurde Watson auf Kaution (250.000 € freigelassen), er kann aber weiterhin ausgeliefert werden. Am 23.05. soll ein weltweiter Aktionstag stattfinden. Die Präsidentin von Costa Rica, Laura Chinchilla, wird bei der deutschen Kanzlerin Merkel in Berlin zu Besuch sein. Alle Unterstützer sind eingeladen, zwischen 11 und 13 Uhr weltweit vor deutschen Botschaften und Konsulaten bzw. direkt in Berlin (Schloss Bellevue, Beginn 11 Uhr, mit Watson persönlich) die Stimme zu erheben. Ich habe bereits von weiteren geplanten Aktionen in Deutschland gehört, von denjenigen und für diejenigen, die nicht in Berlin sein können. Hört euch doch einfach in eurer Nähe um. Schreibt der Justizministerin und dem Außenminister und unterschreibt die Petitionen.

 

In der nächsten Woche ist bei biodeals.de übrigens „Vegane Woche“ und es werden 10 % vom Umsatz an Sea Shepherd gespendet. Ihr könnt also tatsächlich auch mit Shopping etwas Gutes tun. Wenn ihr beim Kauf den Code „veganblog12“ eingebt, bekommt ihr 10 % Rabatt – woran ich übrigens nichts verdiene ;).

 

Bio Messe Berlin 09.-10.06.2012

 

 

Am zweiten Wochenende im Juni wird in Berlin-Treptow zum ersten Mal die Bio Messe stattfinden. Zielgruppe ist zwar ausschließlich Fachpublikum und Gastronomie, aber parallel zur Veranstaltung findet ein „offenes Forum“ mit Vorträgen, Diskussionen und Verkostungs-Aktionen statt. Eintritt pro Tag: 15 € bzw. ermäßigt 9 €.

Das Besondere (und vor allem das besonders Ökologische) an dieser Messe wird das große „MesseResteEssen“ am Sonntag sein. Die Reste der Messe landen also nicht einfach in der Tonne, sondern auf den Tellern ausgewählter Leute, welche auch gleich über Lebensmittelverschwendung und Artenvielfalt aufgeklärt werden. Ein tolles Konzept, dass – wie ich finde – alle anderen Messen direkt übernehmen sollten. Spätestens seit dem Film Taste the Waste wissen wir schließlich, wie unglaublich viele Lebensmittel im Müll landen.

Ich freue mich auf meinen Besuch in der Hauptstadt und werde euch im Anschluss über meine persönlichen Messe-Highlights berichten! Vielleicht sieht man sich ja auch vor Ort?!

Ich wollte gar keinen Food-Blog machen…

…aber veganes Essen ist einfach soooo lecker!

Heute gab es Lasagne bei uns. Wirklich unglaublich, wie lecker die war. Ich bin verliebt!

 

Hier die Zutaten:

  • Lasagnenudeln
  • Knoblauch
  • Zwiebeln
  • vegane Hackbällchen in Tomatensauce von Netto (rot/gelb)
  • veganes Hack von viala
  • Paprika
  • Zucchini
  • Dosenmais
  • passierte Tomaten
  • geschälte Tomaten
  • Tomatenmark
  • Sojasahne
  • Wilmersburger Pizzaschmelz oder Hefeschmelz
  • Öl
  • Balsamico-Essig oder Rotweinessig
  • Free & easy Käsesaucen-Pulver
  • Diverse Kräuter und Gewürze: Oregano, Basilikum, Salz, Pfeffer, Petersilie, Paprikagewürz edelsüß, Chilipulver, Kräuter de Provence

Zubereitung

Etwas Öl in einen großen Topf und gewürfelte Zwiebeln und gehackten Knoblauch darin glasig dünsten. Paprika und Zucchini schneiden und zusammen mit dem Mais dazu geben. Dann die veganen Hackbällchen klein schneiden und mit in den Topf geben. (Die Hackbällchen müssen nicht unbedingt sein, ich werde sie beim nächsten Mal weglassen, dafür zwei Packungen veganes Hack nehmen.) Nach und nach die anderen Zutaten, also passierte Tomaten, Tomatenmark, geschälte Tomaten, veganes Käsesaucen-Pulver, Soja-Sahne und sehr spät das vegane Hack. Zum Schluss das Essig und mit den Gewürzen und Kräutern abschmecken. Alles gut insgesamt 20 – 30 Minuten köcheln lassen und rühren.

Schließlich schichtweise Nudeln und Topfinhalt in eine Auflaufform füllen (Inhalt reicht bei mir für eine große und eine kleine Auflaufform, also gut fünf bis sechs Personen). Obendrauf den Pizzaschmelz und diesen mit Öl beträufeln (dann zerläuft er besser).

In den vorgeheizten Backofen bei ca. 180 °C 20 – 30 Min. backen.

 

Außerdem haben wir in den letzten Tagen mal Chili sin Carne gemacht

 

Zutaten

  • Zwiebeln
  • getrocknete Chilischoten
  • Tomaten, passierte Tomaten
  • veganes Hackfleisch
  • Kartoffeln
  • je eine Dose weiße Bohnen, Kidney-Bohnen und Chili-Bohne
  • Tomatenmark
  • Diverse Gewürze und Kräuter: Paprikapulver, Pfeffer, Oregano, Salz, ggf. Chilipulver, Basilikum und weiteres

Zubereitung:

Zwiebeln in einem großen Topf in Öl glasig dünsten, Chilischoten, passierte Tomaten, Bohnen, Tomatenmark, und Kartoffeln. Wenn die Kartoffeln gar sind, kommen die geschnittenen Tomaten und das vegane Hack dazu. Zum Schluss dann mit Kräutern und Gewürzen abschmecken. Fertig!

Zum Nachtisch gab es dann Schokokuchen mit veganer Sprühsahne. *seufz* Das Rezept dazu findet ihr im Backbuch „Vegan Wondercakes“ von Kim Wonderland.

 

 

Veganer-Treffen in Hagen

Am 4. Mai hat sich zum bereits dritten Mal eine Gruppe von Veganern in Hagen im Café Bistro Mundial getroffen. Beim ersten Mal waren es noch vier Leute, nun schon 16. Das Treffen ist durch eine Facebook-Gruppe zustande gekommen. Mittlerweile gibt es bei Facebook Vegan-Gruppen für viele Städte. Das Café, in dem wir uns in Hagen treffen, gehört zum Allerwelthaus und bietet vegane Speisen nach Rezepten aus aller Welt an, so z. B. Reisgerichte mit diversem Gemüse, Soßen und Gewürzen. Dazu Kuchen und Nachspeisen. Alle Kaffee-Sorten, die natürlich fair gehandelt sind, gibt es auch mit Soja- oder Reismilch.

Dieses Mal gab es Armenische Gemüsepfanne mit Mango und Mandel-Reis.

 

Und zum Nachtisch gab es leckeren Kirsch-Nuss-Kuchen. Das Rezept wurde freundlicherweise bei Facebook gepostet, also übernehme ich es hier.

Zutaten:

  • 250 g Vollkornmehl
  • 125 g gem. Haselnüsse
  • 100 g Roh-Rohrzucker
  • 2 EL Kakao
  • 1 Tasse Schokoraspel (85% Mascobado)
  • 1 Pk. Vanillezucker
  • 1/2 Pk. Backpulver

So wird’s gemacht: alle Zutaten vermischen, 0,3 L Sojadrink zuführen, Mischung in gefettete Springform geben, 1 Glas Schattenmorellen (abgetropft), Kirschen unter den Teig heben, 75 Minuten bei 175°C backen

 

Beim Treffen geht es natürlich nicht nur um’s Essen und um Rezeptaustausch. Man tauscht sich darüber aus, wie man dazu gekommen ist, sich vegan zu ernähren – das reicht vom Welthunger, über Tierschutz bis hin zu gesundheitlichen Gründen und Umweltschutz. Der ein oder andere Teilnehmer ist vielleicht noch nicht 100 %ig vegan und holt sich Tipps und Unterstützung. Es geht auch um Ernährung von Kindern und Haustieren und alltägliche Situationen, die man mit omnivoren Menschen erlebt. Man verabredet sich zu Demos und Mahnwachen, oder zu einem veganen Brunch. Außerdem spricht man über Einkaufsmöglichkeiten und Restaurants. Letztendlich drehen sich nicht alle Gespräche um die vegane Ernährung, aber man kommt immer wieder darauf zurück.

Die Treffen finden ab sofort an jedem ersten Freitag im Monat im Café Bistro Mundial statt. Alle Interessenten sind herzlichst eingeladen!