Die Greenbag – das wöchentliche Veggie-Überraschungspaket

 

Es ist Freitag und somit Greenbag-Tag. Seit wir im November noch weiter raus auf’s Dorf gezogen sind, ist der nächste Bioladen leider noch weiter weg und deswegen lassen wir uns seitdem jede Woche Obst und Gemüse in’s Büro liefern. Außerdem ist es viel besser, wenn der Bioladen-Lieferant hierher kommt und mehreren Leuten was bringt, als wenn jeder einzelne in den Bioladen fährt.

Was ist das Konzept der Greenbag? Es ist eine Papiertasche, je nach Variante (Obst, family, snacks oder duo) mit frischem Bio-Obst und Bio-Gemüse der Saison gefüllt. Die Produzenten werden eigens ausgesucht und es werden Verträge über lange Zeiträume abgeschlossen, die die Zusammenarbeit, Qualität und Preise sichern. Hauptsächlich sind die Produkte auch heimisch, das ist aber leider nicht immer so. Ich würde mich freuen, wenn man komplett auf regionale Produkte umstellen würde. Auf Kiwi aus Neuseeland oder Kokosnüsse kann ich gut verzichten.

Außerdem liegen jeder Greenbag Rezepte bei, was insgesamt ein rundes und abwechslungsreiches Paket ausmacht. Natürlich muss man für die Rezepte noch die ein oder andere Zutat dazu kaufen bzw. bereits im Haus haben.

Wenn ich es richtig verstanden habe, ist unser Bioladen der einzige, der auch liefert. Dieser Service bedeutet für mich eine riesige Erleichterung. Zum einen gehe ich nicht gerne einkaufen, zum anderen habe ich dazu keine Zeit, weil die Fahrerei so lange dauert und der Hund im Auto warten müsste.

Meine Erfahrungen: 

  • Wenn ich mal ein Produkt nicht haben wollte (z. B. Kokosnuss), hat man es gerne gegen ein anderes getauscht.
  • Sollte die Qualität eines Produkts nicht okay sein, wird einem der entsprechende Betrag vom Gesamtpreis abgezogen. Bisher hatte ich noch nichts zu bemängeln, außer dass einmal die Gewichtsangabe auf ’ner Pilzpackung nicht stimmte.
  • Ich kann immer einfach anrufen und mir noch etwas anderes aus dem Laden mitbringen lassen.
  • Leider ist die Greenbag nicht ganz so abwechslungsreich, wie sie angepriesen wird, was natürlich auch saisonal bedingt ist. So viel Kohl und Pastinaken, wie ich in den letzten Monaten gegessen habe, habe ich in meinem ganzen Leben nicht gegessen.
  • Ich habe sehr viele Gemüsesorten kennengelernt, die ich vorher nicht kannte, weil ich im Laden immer dran vorbei gelaufen bin. Ganz nach dem Motto: „Kenn ich nich‘, mag ich nich'“
  • Die Produkte sind fast ausschließlich unverpackt, was viel Müll einspart.
  • Nach den Rezepten kochen wir selten, u. a. weil diese oft nicht vegan sind.

Und weil nicht nur ich so überzeugt von unserem Bioladen bin, beziehen wir jetzt auch im Unternehmen vegetarisches Bio-Catering und Kundengeschenke von ihm.

Alles in allem also ’ne gute Sache! Erkundigt euch doch mal, ob es in eurer Nähe einen ähnlichen Service gibt. Ich höre da z. B. immer wieder von der „Gemüsekiste“.