Ein neues Kochbuch

Sehr schön: Wenn man vergisst, dass man etwas bestellt hat, kann man sich quasi selbst eine Überraschung bereiten.

Heute war „Das OX-Kochbuch vier“ in der Post, zusammen mit zwei Frühstück-Sets, einem Schälmesser und einem „Kochen ohne Knochen“-Beutel. Das alles gibt es im Online-Shop des Ox Fanzine.

Das Kochbuch bietet sowohl vegetarische als auch vegane „Punk-Rezepte“ von so äußerst interessant klingenden Speisen, wie „Frittiertes Gemüse in Schokoladensauce“ oder „Pasta on Speed“. Da ich noch ’ne Packung Sauerkraut hier habe, werde ich morgen mal das „Sauerkrautcurry“ versuchen. Und für’s Wochenende ist schon das vegane „Sushi für Uschi“ geplant. Ich werde euch berichten!

Ab jetzt gibt’s Punk-Rock in unserer Küche!

Upcycling: Vitrinenschrank

Hier im Blog soll es nicht nur um das Thema Vegan gehen, sondern u. a. um Nachhaltigkeit. Und nachhaltig ist es eben auch, nicht immer alles neu zu kaufen, sondern auch mal gebrauchten Dingen ein neues Aussehen zu verpassen. Das hat gleich mehrere Vorteile: es schont die Umwelt, ist günstig, macht Spaß und man freut sich über das Erschaffene und die Komplimente darüber.

Da mein Vitrinenschrank Thema beim Geburtstags-Kaffee war, bekam ich die Idee zu diesem Blog-Eintrag.

Vor ca. acht Jahren wurde mir der Schrank geschenkt und ich fand ihn wirklich schön, er passte auch gut zur restlichen Einrichtung. Dann hatte ich mich dran satt gesehen und wollte ihn bei Ebay verkaufen – es hat niemand darauf geboten und der Schrank landete zuächst für einige Monate im Keller. Beim letzten Umzug kam er trotzdem nicht auf den Sperrmüll, sondern wurde zum „Projekt“.

Das war dafür nötig:
Weiße und graue Wandfarben, die noch vom Umzug übrig waren, etwas weißer Lack, Pinsel in versch. Größen und Tapete. Die Tapete ist von Lars Contzen, man erkennt sie auf dem folgenden Bild.

 

So wurd’s gemacht:
Die gelbe Vitrinenscheibe vorsichtig entfernen. Ca. drei bis vier Mal mit der weißen Wandfarbe über das Holz malen, auf der Oberseite des Schranks mit Lack (damit man drüber wischen kann) und dann mit dem Grau die Akzente malen. Darauf achten, dass die einzelnen Farbschichten trocken sind, bevor man die nächste malt. Rückwand und Türinnenseiten tapezieren. Ich habe übrigens bewusst nicht vorher abgebeizt oder abgeschmirgelt. Die Farbe darf und soll ruhig Macken bekommen.

Und so sah der Schrank vorher aus:

 

Veganes Geburtstagskäffchen

Ich hab’s geschafft! Ich habe die 30 überschritten und die Welt ist nicht untergegangen. Ein guter Grund, die Familie zu Kaffee und Kuchen einzuladen.

Und das gab’s:

Kaffee mit (aufgeschäumter) Milch – zur Auswahl standen selbstgemachte Haselnuss-Cranberrie-Milch mit Gewürz „Dunkler Diwan“ von Herbaria und Mandel-Weinbeeren-Milch, aber auch Soja-Drink.

Mit den Nussresten aus der Milch habe ich einen Schoko-Nuss-Kuchen gebacken. Die Tortenstücke, die ihr auf dem Bild oben seht, hat mein Freund frisch am Samstag Vormittag bei Cakes ’n Treats in Dortmund besorgt. Dahin fährt man von hier zwar 45 Minuten mit dem Auto, aber das war es uns wert. Im Lädchen nebenan hat er dann auch gleich Soja-Sprühsahne besorgt, die gibt’s leider nicht bei uns in den Bio-Läden und ’nen Käseersatz für’s Abendbrot. Zusätzlich gab es noch Dinkel-Torteletts mit Kiwi und Tortenguss von BioVegan.

Die Tortenstücke waren übrigens extrem lecker, aber leider auch so mächtig, das wir alle nicht viel davon essen konnten. Der Kuchen schmeckt ein wenig wie Dominosteine.

Mandelmilch
Zutaten:75 g Mandeln, 2,5 EL getrocknete Weinbeeren, 400 ml Vanille-Soja-Drink, 600 ml Wasser
Zubereitung: Mandeln über Nacht einweichen lassen (min. einmal auswaschen) und mit den Weinbeeren und 100 ml Wasser in den Mixer geben bis alles gut gehäckselt ist. Dann den Rest Wasser und Vanille-Drink zugeben und noch mal mixen. Das Ganze dann durch ein Käsetuch abseihen. Die Nussmasse kann man dann zum Backen nehmen.

Gewürzte Haselnussmilch
Zutaten: 75 g Haselnüsse, 2,5 EL getrocknete Cranberries, 400 ml Vanille-Soja-Drink, 600 ml Wasser, Gewürz „Dunkler Diwan“ von Herbaria
Zubereitung: wie Mandelmilch, allerdings zum Schluss noch 2 TL von dem Gewürz zugeben und noch mal mixen.

Schoko-Nuss-Kuchen
Zutaten: ca. 300 g Nussmasse, 250 g Mehl, 250 g Rohrzucker, 50 g Margarine, 150 ml Kaffee, 1 Päckchen Backpulver, 1 Päckchen Vanillezucker, 150 ml Vanille-Soja-Drink, etwas Kakaopulver, Zimt und Salz zum würzen
Zubereitung: Alles in einer Rührschüssel vermengen (Zimt, Kakaopulver und Salz nach Geschmack), in eine Backform und dann in den Ofen. In meiner Silikon-Gugelhupf-Form bei Ober- und Unterhitze hat der Kuchen weit über eine Stunde gebraucht.

 

 

Vegane Burger & Co.

Es ist gar nicht so einfach, mal eben ein veganes Restaurant in der Nähe meines Wohnorts zu finden. Nach etwas Recherche im Internet bin ich auf eine interessante Seite gestoßen, die eine ganze Liste von zumindest Bio-Gastronomie-Betrieben anbietet – sogar nach Postleitzahlen sortiert. Das Bioverzeichnis bietet auch noch ganz andere Informationen rund um Bio, aber darum soll es jetzt nicht gehen.

Ich habe mich dann für das Blondie’s in Bochum entschieden, da ich durch die vielversprechende Internetseite Lust auf einen veganen Cheeseburger bekam. Dank der angegebenen Handynummer konnte ich außerhalb der Öffnungszeiten einen Tisch reservieren. Hunde sind auch erlaubt. Die Fahrt von mir zum Blondie’s dauert ca. 40 Minuten mit dem Auto. Parkplätze gab es in einer Seitenstraße reichlich. Wir kamen so früh, dass die Tischreservierung gar nicht nötig war und wir noch die freie Platzwahl hatten.

Getränkekarte: äußerst umfangreich, nahezu alle Getränke sind Bio, Milchshakes und Kaffee gibt es sowohl mit Soja- als auch mit Kuhmilch. Speisekarte: übersichtlich, aber mehr als ausreichend. Auch hier nahezu alles Bio. Mein Begleiter ist etwas schwierig, da er nicht nur keine tierischen Produkte isst, sondern außerdem keine Kohlenhydrate oder glutenhaltige Speisen. Leider gab es kein entsprechendes warmes Gericht, auch nicht auf Nachfrage, aber es ist zugegebenermaßen ungewöhnlich.

Und das gab’s für uns: Ich hatte einen veganen Cheeseburger, dessen Bratling eine positive Abwechslung zu den bisherigen Gemüse-Frikadellen war – knusprig, körnig und würzig. Und da ich weiß, das veganer Käseersatz eine Herausforderung ist, war ich umso überraschter, da dieser unerwartet gut geschmeckt hat, dabei recht herzhaft. Der kleine gemischte Salat und der Rohkostsalat waren nett angerichtet. Dazu gab’s Jasmin-Tee und Erdbeer-Rhabarbar-Brause. Die Bedienung war gut gelaunt und freundlich. Das Mobiliar und die Toiletten erinnern eher an Eck-Kneipe, hier fehlt noch ein wenig Liebe zum Detail. Ab 18 Uhr (Mittwoch) hat sich der Laden gefüllt – wer also später in’s Blondie’s will, sollte lieber reservieren. Alles in allem lohnt sich der Besuch und ich bin froh, einen veganen Diner gefunden zu haben, den ich unter einer Stunde Autofahrt erreichen kann.