Jackfruit im Test

 

Zu Weihnachten gab’s von Schwiegermama einen Bioladen-Gutschein. Da neigt man dazu, auch mal wieder etwas Neues ausprobieren zu wollen, durch den Laden zu spazieren und die Regale mal genauer zu inspizieren. In einem Regal für Fertiggerichte, auf dem untersten Regalboden, bin ich dann über das Produkt „Jack’s Fruchtfleisch“ von GOVINDA gestoßen. Da ich schon mal hier und da von der Jackfruit als Fleischersatz gehört oder gelesen hatte, habe ich zwei Pakete (gewürfelt und geschnetzelt, je 3,99 €) in den Einkaufswagen gepackt.

Das erste Gericht, das ich ausprobiert habe, war ganz klassisch Spaghetti Bolognese. Die Schnetzel kommen in einer vakuumierten Verpackung (aus Aluminium?) und müssen vor der Zubereitung in Öl und einer beiliegenden Gewürzmischung mariniert werden. Für mich zu viel Verpackung und Würzen kann ich eigentlich selbst, aber es ist ein Fertiggericht, also muss man das erwarten. Ich habe die fertig marinierten Schnetzel mit Passata vermengt, mit Salz und Pfeffer abgeschmeckt und schließlich mit Vollkorn-Spaghetti angerichtet. Geschmackliches Fazit: Schmeckt ganz okay, übertrifft andere Bolognese-Alternativen (ob z. B. aus Soja oder Linsen) jedoch nicht.

Das zweite Gericht war dann ein paar Tage später Gulasch – wieder mit Vollkorn-Spaghetti. Die Würfel sind in der Vakuum-Verpackung fertig mariniert. Auch hier habe ich Passata, Tomatenmark, diverse Gewürze hinzugefügt – nicht zuviel, um den Geschmack nicht zu verfälschen. Geschmackliches Fazit: Hier ist unverkennbar eine Frucht im Essen. Auch wenn der Geschmack nicht wirklich stört und kaum hervorsticht, hat er doch etwas ganz eigenes, fruchtiges. Die Konsistenz ist sehr gut, wobei ich es nicht unbedingt als fleischartig beschreiben würde. Was mich gestört hat, waren zwei, drei nicht zerkaubare „Teilchen“ im Essen. Beim ersten Mal dachte ich noch, es hätte sich etwas von der Verpackung eingeschlichen (was mir sonst eigentlich nicht passiert), aber dann habe ich ein weiteres beim Kauen in einem der Würfel entdeckt. Es sah aus wie Haut, Papier oder Schale, ließ sich leider überhaupt nicht zerkauen und musste mühselig aussortiert werden. Für mich kein Grund, das Produkt zu meiden, aber meinen Kindern würde ich es daher auf gar keinen Fall anbieten.

Noch ein paar Infos zur Jackfruit: Die Frucht kommt aus Asien und wird hauptsächlich in Monokulturen angebaut. Um das Fruchtfleisch genießbar zu machen, muss es lange weichgekocht und anschließend mariniert werden. Von den Nährwerten her ist die Jackfruit nichts Besonderes, dafür ist es eine sehr gute Alternative für diejenigen, die z. B. kein Gluten oder Soja vertragen und daher nicht auf die üblichen Produkte am Markt zurückgreifen können. Es gibt Jackfruit von anderen Herstellern zwar auch im Glas, aber wirklich nachhaltiger macht es das Produkt dadurch doch nicht.

Mein Gesamtfazit: Kann man mal probieren, schmeckt ganz gut, ist aber weder Highlight noch ein Muss in der veganen Küche.

Was ist mit euch? Habt ihr Jackfruit-Produkte schon probiert? Wie hat es euch geschmeckt?

Panda Coffee – Nachhaltig, fair und bio

Vor einiger Zeit wurde ich gefragt, ob ich gerne einen Kaffee testen wollen würde. Und da mein Mann und ich leidenschaftliche Kaffeetrinker oder eher -genießer sind, habe ich dieses Angebot natürlich angenommen. Doch bevor ich etwas zum tollen Panda Coffee schreibe, möchte ich euch etwas über unseren Kaffeekonsum erzählen:

Wir haben unsere Kaffeemaschine abgeschafft, was mittlerweile fast 1,5 Jahre her ist. Die Maschine ist sowohl dem Minimalismus als auch unserer Abneigung gegen Filterkaffee zum Opfer gefallen. Ich mag Filterkaffee aus der Maschine einfach nicht und mein Mann verträgt ihn nicht. Wenn wir Besuch haben, nutzen wir deshalb einen Keramikaufsatz für die Kanne. Leider ist unser Wasserkocher kaputt und ich habe es seit Monaten nicht geschafft, das Teil zum Repair-Café zu bringen, also kochen wir das Wasser auf dem Herd (Induktion) auf und lassen es mit der Kelle langsam durch den Filter laufen. Wenn wir nur für uns kochen, nutzen wir eine Bialetti, die den besten Kaffee macht, den ich bisher zu Hause gezaubert habe. Wir kaufen übrigens nur ganze Bohnen, die wir dann immer frisch im Personal Blender mahlen.

Und natürlich ist es uns wichtig, fairen Kaffee aus Bio-Anbau zu kaufen. Wenn der dann noch nachhaltig verpackt ist (oder bestenfalls gar nicht), ist es noch besser.

Nun zu dem Kaffee den ich testen durfte: Hinter Panda Coffee steckt eine GmbH mit Sitz in Berlin. Das Unternehmen schreibt auf der Webseite, dass es ein „Social Business {ist}, das nicht auf Gewinn ausgerichtet ist, sondern sich zum Ziel gesetzt hat, ein sich selbst tragendes Non Profit-Unternehmen zu werden.“ Die Produkte (Kaffee „Pacha Mama“ und Kaffeekirschentee „Cascara“) sind Bio zertifiziert und werden in Peru angebaut. Geröstet werden die Bohnen in Dresden und schließlich in eine recyclebare Verpackung abgefüllt. Mit 29,90 €/kg ist der Kaffee selbst für fairen Bio-Kaffee teuer, dafür gehen 3 €/kg an humanitäre und artenschutzerhaltende Organisationen. Der Kaffee schmeckt mild und ist sehr angenehm im Aroma. Ich fand ihn sehr lecker. Wir würden ihn zwar nicht regelmäßig kaufen, weil er uns dann doch zu teuer ist, aber ich kann ihn mir sehr gut als Geschenk für Freunde und Familie vorstellen oder zwischendurch als kleine Belohnung für uns selbst.

Schaut doch mal im Shop vorbei und testet selbst. Wie mögt ihr euren Kaffee eigentlich am liebsten?

Vonig und Vet – Veganer Honig und Met von Vegablum

Vor Kurzem wurde mir von Vegablum eine kleine Auswahl Vonig und eine Flasche Vet zugeschickt. Vegablum stellt seit Oktober 2015 vegane Alternativen zu Honig und Met her, wobei das Sortiment regelmäßig erweitert bzw. auch je nach Saison angepasst wird. Ich freue mich immer wieder über Unternehmen, die von engagierten Veganern gegründet werden und deren Produkte man mit voller Überzeugung kaufen möchte. Vegablum gehört auf jeden Fall dazu.

Von allen Sorten, die ich probieren durfte, schmeckt mir der Apfel-Vonig „Chili“ am besten. Er ist leicht scharf, was den Geschmack nicht überlagert. Super lecker! Mein Mann hingegen findet den Apfel-Vonig „Lebkuchen“ besonders gut. Sonst kamen der Ringelblumen-Vonig und der Löwenzahn-Vonig (wenn ich mich recht erinnere) vom Geschmack her am nächsten an richtigen Bienenhonig ran.

Einmal im Monat veranstalten wir von der VEBU Regionalgruppe Hagen im Allerwelthaus Hagen einen veganen Mitbringbrunch. Im Mai habe ich die Honig-Alternativen von Vegablum auf das Brunch-Büffett gestellt und es war total interessant, was damit kreiert wurde. Zum Beispiel gab es trotz des sonnigen Wetters sehr leckere warme „Milch“ mit den diversen Vonig-Sorten und ein paar Leute haben den Lebkuchen-Vonig auf Kuchen geträufelt. Alle waren begeistert.

Nur den Vet konnte ich noch nicht verköstigen lassen. Da ich schwanger bin, darf ich ihn selbst leider nicht probieren. Beim Brunch war es wohl zu früh am Tag, um Alkoholisches zu trinken und sonst gab es noch keine Gelegenheit, jemandem die Met-Alternative anzubieten. Ich war jahrelang richtiger Met-Fan in der Vorweihnachtszeit und bin total gespannt, wie die vegane Version schmeckt. Ich selbst habe auch schon mal zusammen mit einem Freund versucht, veganen Met herzustellen. Leider war unsere Version nicht sehr geschmackvoll.

Also schaut unbedingt mal im Shop von Vegablum vorbei und folgt ihnen bei Facebook. Im Moment passiert dort richtig viel!

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Küche ausmisten – plastikfreier leben

Wie an anderer Stelle versprochen, stelle ich euch hier zwei Alternativen zu aussortierten Gegenständen aus Kunststoff vor.

Zum einen müssen unsere beiden Keep Cups leider gehen. Wir haben sie jetzt eine sehr lange Zeit genutzt und eigentlich finden wir sie super, weil sie schon zig Wegwerfbecher eingespart haben. Leider riechen die Deckel (und nur die Deckel) ganz unangenehm nach Plastik, wodurch der Kaffee eben auch nicht richtig schmecken will. Nun habe ich endlich eine Alternative gefunden: Der Bamboo Cup besteht „überwiegend aus nachhaltig wachsenden Bambusfasern, Maiskornpulver und geringerer Menge MF (Melaminharz) als Bindemittel“. Der Becher ist demnach leider nicht plastikfrei, aber enthält weniger als andere Becher. Ich hatte auch nach einer Alternative aus Glas gesucht, aber leider keine gefunden, deren Deckel nicht aus Silikon oder ähnlichem ist. Beim Bamboo Cup besteht der Deckel aus dem gleichen Material wie der Becher. Laut Verpackung ist er geruchs- und geschmacksneutral, was ich bisher bestätigen kann.

Die andere Sache, die ausgetauscht wurde, ist unsere Zitronenpresse aus Plastik. Hier habe ich eine Variante aus Glas entdeckt, die auch noch viel schöner aussieht.

Ein weiterer Schritt in Richtung plastikfreier Haushalt ist also getan. 🙂