Ich bin wieder da …

schwanger

Ihr Lieben! Ich dachte, es ist an der Zeit, dass ich euch aufkläre, warum hier so lange nichts passiert ist. Über ein Jahr war ich nun untätig, dabei ist so viel passiert.

Ich bin mal eben Mama geworden und war mit vielen Dingen beschäftigt, bloß nicht mit meinem Blog. Trotzdem habe ich fleißig Themen gesammelt und habe eigentlich jede Menge Artikel in der Pipeline. Ich bin gespannt, ob ich es die nächsten Tage schaffe, ein paar davon abzuarbeiten.

Aber schon mal vorab: Ja, ich bin weiterhin vegan. In der Schwangerschaft war die Ernährung überhaupt kein Problem und jetzt in der Stillzeit muss ich auch weiterhin nur das beachten, was ich auch so schon immer beachten musste – ausgewogen essen und alle wichtigen Nährstoffe zu mir nehmen. Bisher bin ich damit auch noch nirgends angeeckt. Für die meisten in meiner Umgebung war es selbstverständlich, dass ich mich weiterhin vegan ernähre. Meiner Hebamme war es ziemlich egal, zumal im Geburtshaus sogar die ProVegan-Broschüre auslag. Meine Gynäkologin hat gar nicht darauf reagiert. Die Ernährungsberaterin, zu der ich aus einem anderen Grund gegangen bin, hat nur angemerkt, dass ich zu viele Süßigkeiten esse. Und meine neue Hausärztin hat sich selbst als vegetarisch/fast vegan geoutet und konnte gar nicht verstehen, warum ich diverse Blutwerte testen lassen wollte. Als Veganer habe man ja “nicht automatisch einen Mangel.”  Bloß der Kinderärztin habe ich es noch nicht erzählt und ich versuche auch, mich darum zu drücken.

Aber bevor ich mich jetzt verrenne: Gerne könnt ihr mir schreiben, was ihr über meine vegane Schwangerschaft wissen wollt. Weitere Themen, die sicherlich interessant sind, sind: Stillzeit, Stoffwindeln etc., vegane Kinderernährung, Tragetücher und -hilfen, Kinderbekleidung, nachhaltiges Spielzeug … Der Baby- und Kindermarkt ist riesig und Nachhaltigkeit wird hier leider sehr klein geschrieben.

Aber keine Angst, die bisherigen Themenbereiche bleiben erhalten. Wie gesagt, ich habe noch einiges in der Pipeline.

Ich freue mich, endlich wieder loslegen zu können und hoffe, dass ich es auch regelmäßig wieder schaffe.

Eure Janine

Erdbeerzeit

Milchreis_ErdbeerenErdbeeren sind das Geilste! Wenn es nicht so Unnachhaltig wäre, würde ich sie vermutlich das ganze Jahr über essen. Zum Glück beginnt jetzt langsam wieder die Erdbeerzeit, auch in unserem Garten, und ich habe eine erste, einfache Rezeptidee für euch:

Ihr benötigt:

  • Milchreis
  • Vanille-Sojamilch
  • 500 g Erdbeeren
  • 1 Stange Vanille
  • Rohrohrzucker
  • ein paar Minzblätter
  • Schokoherzen (hier von BIOVEGAN)
  • Schokosirup (hier von agava)

Den Milchreis nach Anleitung mit der Vanille-Sojamilch kochen. 3/4 der Erdbeeren mit Minzblättern pürieren und dann mit Vanille und Zucker abschmecken. Den noch warmen Milchreis mit der Erdbeersauce, ganzen Erdbeeren, Schokoherzen und etwas Schokosirup anrichten und genießen. Ganz einfach und unglaublich gut!

 

Mein Rohkostexperiment – Tag 7

puddingHeute gibt es nicht so viel zu erzählen. Zum Frühstücken hatte ich keine Zeit, da ich meinen Neffen vom Kindergarten abholen wollte. Ich habe mir dann einen Riegel mitgenommen, aber gar nicht gegessen. Erst gegen 14:30 Uhr war ich wieder zu Hause und habe den gestern vorbereiteten Haselnuss-Schokopudding aus Haselnussmilch, Kakao und Chiasamen mit Banane und Haselnussstücken probiert. Vom Geschmack her ist der Pudding richtig lecker und mit Banane kann man ihn auch gut essen. Allerdings nicht pur, denn von der Konsistenz her ist das Zeug schon ziemlich gewöhnungsbedürftig. Erinnert irgendwie an Froschlaich, wobei ich das natürlich noch nie probiert habe. Aber ich kann mir gut vorstellen, dass Froschlaich sich genau so anfühlt im Mund. Aufgegessen habe ich nicht, weil die Banane ziemlich schnell weggelöffelt war. Martin hat den Pudding auch probiert und musste sich überwinden, ihn nicht wieder auszuspucken. Also noch mal werde ich ihn nicht machen.

RokaesekuchenDie Pizza ist heute nicht fertig geworden, weil allein die Zubereitung (Teig in der Küchenmaschine herstellen, mit der Hand weiterkneten, auf Dörrfolie ausrollen) bestimmt 45 Minuten gedauert hat und der Teig dann auch noch vier Stunden im Dörrautomat trocknen musste. Nach dem Sport hatte ich keine Lust mehr, auch noch den Belag zuzubereiten, also habe ich versucht, Reste von gestern, Zucchini und Humus, zu essen. Aber obwohl es mir gestern so sehr geschmeckt hat, hätte ich es heute runterwürgen müssen. Martin ging es genauso.

Dafür ist aber der Zitronen-Käsekuchen wenigstens sehr lecker geworden und so war zumindest ein Stück davon mein Abendessen heute. Allerdings sollte man ihn lieber Zitronen-Kokoskuchen nennen, da er durch das verwendete Kokosfett extrem danach schmeckt. Wenn man das mag (und ich liebe Kokos), ist dieses Dessert etwas ganz besonderes. Ich werde ihn sicherlich noch mal für Gäste machen. Martin fand ihn auch super – hat er zumindest gesagt.

Also ausgewogen war meine Ernährung heute auf gar keinen Fall. Aber auch wenn ich eher wenig gegessen habe, bin ich jetzt noch pappsatt und habe nicht einmal Appetit. Dabei ist der Kühlschrank voll mit guten Sachen. Naja, schauen wir mal, ob die Pizza morgen fertig wird. Um 15 Uhr habe ich einen Termin im VR Beauty, dem veganen Kosmetikstudio in Essen. Mal schauen, was Moni jetzt nach sieben Tagen (fast eiserner) Rohkost zu meiner Haut sagt. Ich habe allerdings das Gefühl, dass meine Haut durch den vielen Zucker und das viele Öl eher schlimmer aussieht als sonst.

Ich werde berichten. Gute Nacht!

 

 

Mein Rohkostexperiment – Tag 5 und 6

humus

 

Ich habe gesündigt. Am Samstag habe ich meinen Geburtstag mit meiner Familie nachgefeiert. Meine Eltern kamen zum Essen und ich wollte ihnen keine Rohkost anbieten, denn vegan ist schon immer etwas Besonderes. Und da wir nicht viel Zeit hatten, weil wir danach noch Bowlen wollten, habe ich “Schnitzel-Cheese”-Burger, Pommes und diverse Rohkost-Salate gemacht. Ich musste einfach auch einen Burger essen und habe erst gar nicht versucht, zu widerstehen. Dafür war das (neben dem Salat) auch das Einzige, was ich am Samstag gegessen habe. Zum Frühstück gab es einen Schoko-Bananen-Shake mit Chiasamen, Vanille und Datteln. Das Rezept habe ich aus dem Buch “Gorilla Food” von Aaron Ash. Der Shake ist der absolute Hammer! Schokoladig und sehr sämig. Ich muss ihn unbedingt noch mal mit gefrorenen Bananen ausprobieren.

Am Sonntag ab es den gleichen Shake noch mal zum Frühstück. Dazu eine Schüssel mit Obst. Erst nachmittags habe ich mit den Vorbereitungen für’s Abendessen angefangen, was bei diversen Rohkost-Rezepten fatal sein kann. Angefangen habe ich mit “Eiscreme-Sandwiches” aus Cashewkernen, Datteln, Mandelmus und Schokolade. Da meine Kakaonibs-Lieferung noch nicht angekommen ist, habe ich einen lovechock-Riegel dafür genommen. Die fertigen Kekse liegen jetzt im Kühlschrank und warten darauf, mit Eiscreme zusammen gegessen zu werden. Eiscreme muss ich allerdings erst noch machen. Da in meinen Büchern nur Rezepte mit Fleisch von Trinkkokosnüssen sind, muss ich erst noch ein anderes Rezept suchen. Dann habe ich schon mal mein morgiges Frühstück vorbereitet: einen Haselnuss-Schoko-Pudding, der über Nacht im Kühlschrank ziehen muss. Der Pudding wird aus Haselnussmilch, Chiasamen, Kakao und Süßungsmitteln gemacht. Ich bin gespannt, wie er schmeckt und werde im nächsten Artikel darüber berichten.

Als Abendessen gab es Gurkensticks mit Humus aus roter Paprika, wieder sehr, sehr lecker. Ich dachte immer, man könne Humus nur mit Kichererbsen machen, aber das geht auch sehr gut ohne und statt dessen mit Hanfsamen, Tahinpaste und Paprika. Das Rezept ist aus “Raw & Simple”. Dazu gab es Mini-Zucchini-Burger mit einer “Hack- und Käsefüllung”, garniert mit Sprossen und Crème-Fraîche. Ich hätte nicht gedacht, dass das so lecker ist und vor allem, dass es so satt macht. Wir haben zu zweit nicht mal alles aufgegessen. Also wenn wir uns einen Topf voll Pasta mit Gemüse-Tomaten-Sauce machen, bekommen wir das ohne Probleme aufgegessen. Vom Rohkost-Essen bleibt immer noch etwas für den nächsten Tag übrig, auch wenn es so sehr schmeckt.

Nach dem Essen habe ich dann noch einen Zitronen-Käsekuchen mit Beeren vorbereitet, der jetzt im Gefrierfach darauf wartet, vernascht zu werden. Mein erstes Rezept, in dem ich Lecithin verarbeitet habe und ich bin überrascht, wie diese Zutat wirkt. Die Kamut-Keimlinge für die Pizza, die ich auch noch machen will, keimen fleißig vor sich hin und sind morgen sicher bereit, um verarbeitet zu werden. Daraus kann man übrigens auch Burger-Brötchen machen, was ich auch noch ausprobieren will.

Ich glaube, meine zwei Wochen reichen nicht aus, um all die leckeren Rezepte nachzumachen. Aber wenn ich wieder arbeiten muss, habe ich definitiv nicht genug Zeit, um so weiter zu machen. Ich habe schon überlegt, wie viel man wohl am Wochenende vorbereiten könnte. Zum Beispiel könnte man so etwas wie Humus, andere Dips und Dressings, die sich halten, zubereiten und in den Kühlschrank stellen. Vieles hält sich auch länger, wie z. B. der Kuchen und Kekse. Obststücke lassen sich super einfrieren und dann morgens für Smoothies auftauen. Vielleicht könnte ich jeden Samstag einen Wochenplan aufstellen und dafür dann einkaufen und vorbereiten. Habt ihr Tipps?

Was mich die letzten Tage am meisten nervt, ist die ganze Spülerei. Allein den Mixer, den Blender und die Küchenmaschine habe ich zigmal spülen müssen. Ebenso sämtliche Messer, Schneidebretter und Schüsseln. Ständig sind Arbeitsflächen wieder dreckig … Aber gut, normalerweise mache ich auch nicht so viele Desserts, wie momentan. Generell arbeite ich kaum nach Rezept. Das wird sich nach meinem Urlaub eh wieder ändern. Dafür lerne ich jetzt eine Menge über diverse Zutaten, mit denen ich kaum gearbeitet habe. Nüsse kamen kaum oder sogar nie in’s Essen, Chiasamen nur für den wunderbaren “Life changing loaf of bread”, Hanfsamen nur geröstet über Salat. Auch Sprossen haben wir nur sporadisch verwendet. Auf der anderen Seite bin ich negativ überrascht darüber, wie viel mit Süßungsmitteln gearbeitet wird: Agavendicksaft, Ahornsirup, Palmzucker, Trockenfrüchte, Stevia, Xylitol … Dazu noch das ganze Obst. So viel Zucker nehme ich sonst nicht zu mir, würde ich behaupten und das werde ich auch wieder zurückschrauben.

Außerdem lerne ich gerade, die unterschiedlichen Eigenschaften der Küchengeräte einzuschätzen. Wann lieber den Blender, die Küchenmaschine, den Mixer oder den Pürierstab einsetzen? Wie lange darf man welche Nüsse mixen und wie lange dauert es, was im Dörrautomat zu trocknen. Im Buch “Raw & Simple” sind übrigens jede Menge Tipps zu Nährstoffen, zur Vorratshaltung, Küchenaustattung, zum Umgang mit diversen Zutaten und zum Zeit sparen. Außerdem findet man viele Ratschläge für einen gesunden Lebensstil. Ich kann das Buch für jeden Rohkost-Laien (wie mich) nur empfehlen.

Bisher habe ich sehr viel Spaß mit dieser Ernährung. Leider frisst das Ganze eine Menge Zeit und ich muss mich ab morgen unbedingt mit anderen Dingen beschäftigen, die im Urlaub noch dringend erledigt werden wollen.

schoki