Erdbeerzeit

Milchreis_ErdbeerenErdbeeren sind das Geilste! Wenn es nicht so Unnachhaltig wäre, würde ich sie vermutlich das ganze Jahr über essen. Zum Glück beginnt jetzt langsam wieder die Erdbeerzeit, auch in unserem Garten, und ich habe eine erste, einfache Rezeptidee für euch:

Ihr benötigt:

  • Milchreis
  • Vanille-Sojamilch
  • 500 g Erdbeeren
  • 1 Stange Vanille
  • Rohrohrzucker
  • ein paar Minzblätter
  • Schokoherzen (hier von BIOVEGAN)
  • Schokosirup (hier von agava)

Den Milchreis nach Anleitung mit der Vanille-Sojamilch kochen. 3/4 der Erdbeeren mit Minzblättern pürieren und dann mit Vanille und Zucker abschmecken. Den noch warmen Milchreis mit der Erdbeersauce, ganzen Erdbeeren, Schokoherzen und etwas Schokosirup anrichten und genießen. Ganz einfach und unglaublich gut!

 

Mein Rohkostexperiment – Tag 7

puddingHeute gibt es nicht so viel zu erzählen. Zum Frühstücken hatte ich keine Zeit, da ich meinen Neffen vom Kindergarten abholen wollte. Ich habe mir dann einen Riegel mitgenommen, aber gar nicht gegessen. Erst gegen 14:30 Uhr war ich wieder zu Hause und habe den gestern vorbereiteten Haselnuss-Schokopudding aus Haselnussmilch, Kakao und Chiasamen mit Banane und Haselnussstücken probiert. Vom Geschmack her ist der Pudding richtig lecker und mit Banane kann man ihn auch gut essen. Allerdings nicht pur, denn von der Konsistenz her ist das Zeug schon ziemlich gewöhnungsbedürftig. Erinnert irgendwie an Froschlaich, wobei ich das natürlich noch nie probiert habe. Aber ich kann mir gut vorstellen, dass Froschlaich sich genau so anfühlt im Mund. Aufgegessen habe ich nicht, weil die Banane ziemlich schnell weggelöffelt war. Martin hat den Pudding auch probiert und musste sich überwinden, ihn nicht wieder auszuspucken. Also noch mal werde ich ihn nicht machen.

RokaesekuchenDie Pizza ist heute nicht fertig geworden, weil allein die Zubereitung (Teig in der Küchenmaschine herstellen, mit der Hand weiterkneten, auf Dörrfolie ausrollen) bestimmt 45 Minuten gedauert hat und der Teig dann auch noch vier Stunden im Dörrautomat trocknen musste. Nach dem Sport hatte ich keine Lust mehr, auch noch den Belag zuzubereiten, also habe ich versucht, Reste von gestern, Zucchini und Humus, zu essen. Aber obwohl es mir gestern so sehr geschmeckt hat, hätte ich es heute runterwürgen müssen. Martin ging es genauso.

Dafür ist aber der Zitronen-Käsekuchen wenigstens sehr lecker geworden und so war zumindest ein Stück davon mein Abendessen heute. Allerdings sollte man ihn lieber Zitronen-Kokoskuchen nennen, da er durch das verwendete Kokosfett extrem danach schmeckt. Wenn man das mag (und ich liebe Kokos), ist dieses Dessert etwas ganz besonderes. Ich werde ihn sicherlich noch mal für Gäste machen. Martin fand ihn auch super – hat er zumindest gesagt.

Also ausgewogen war meine Ernährung heute auf gar keinen Fall. Aber auch wenn ich eher wenig gegessen habe, bin ich jetzt noch pappsatt und habe nicht einmal Appetit. Dabei ist der Kühlschrank voll mit guten Sachen. Naja, schauen wir mal, ob die Pizza morgen fertig wird. Um 15 Uhr habe ich einen Termin im VR Beauty, dem veganen Kosmetikstudio in Essen. Mal schauen, was Moni jetzt nach sieben Tagen (fast eiserner) Rohkost zu meiner Haut sagt. Ich habe allerdings das Gefühl, dass meine Haut durch den vielen Zucker und das viele Öl eher schlimmer aussieht als sonst.

Ich werde berichten. Gute Nacht!

 

 

Mein Rohkostexperiment – Tag 5 und 6

humus

 

Ich habe gesündigt. Am Samstag habe ich meinen Geburtstag mit meiner Familie nachgefeiert. Meine Eltern kamen zum Essen und ich wollte ihnen keine Rohkost anbieten, denn vegan ist schon immer etwas Besonderes. Und da wir nicht viel Zeit hatten, weil wir danach noch Bowlen wollten, habe ich “Schnitzel-Cheese”-Burger, Pommes und diverse Rohkost-Salate gemacht. Ich musste einfach auch einen Burger essen und habe erst gar nicht versucht, zu widerstehen. Dafür war das (neben dem Salat) auch das Einzige, was ich am Samstag gegessen habe. Zum Frühstück gab es einen Schoko-Bananen-Shake mit Chiasamen, Vanille und Datteln. Das Rezept habe ich aus dem Buch “Gorilla Food” von Aaron Ash. Der Shake ist der absolute Hammer! Schokoladig und sehr sämig. Ich muss ihn unbedingt noch mal mit gefrorenen Bananen ausprobieren.

Am Sonntag ab es den gleichen Shake noch mal zum Frühstück. Dazu eine Schüssel mit Obst. Erst nachmittags habe ich mit den Vorbereitungen für’s Abendessen angefangen, was bei diversen Rohkost-Rezepten fatal sein kann. Angefangen habe ich mit “Eiscreme-Sandwiches” aus Cashewkernen, Datteln, Mandelmus und Schokolade. Da meine Kakaonibs-Lieferung noch nicht angekommen ist, habe ich einen lovechock-Riegel dafür genommen. Die fertigen Kekse liegen jetzt im Kühlschrank und warten darauf, mit Eiscreme zusammen gegessen zu werden. Eiscreme muss ich allerdings erst noch machen. Da in meinen Büchern nur Rezepte mit Fleisch von Trinkkokosnüssen sind, muss ich erst noch ein anderes Rezept suchen. Dann habe ich schon mal mein morgiges Frühstück vorbereitet: einen Haselnuss-Schoko-Pudding, der über Nacht im Kühlschrank ziehen muss. Der Pudding wird aus Haselnussmilch, Chiasamen, Kakao und Süßungsmitteln gemacht. Ich bin gespannt, wie er schmeckt und werde im nächsten Artikel darüber berichten.

Als Abendessen gab es Gurkensticks mit Humus aus roter Paprika, wieder sehr, sehr lecker. Ich dachte immer, man könne Humus nur mit Kichererbsen machen, aber das geht auch sehr gut ohne und statt dessen mit Hanfsamen, Tahinpaste und Paprika. Das Rezept ist aus “Raw & Simple”. Dazu gab es Mini-Zucchini-Burger mit einer “Hack- und Käsefüllung”, garniert mit Sprossen und Crème-Fraîche. Ich hätte nicht gedacht, dass das so lecker ist und vor allem, dass es so satt macht. Wir haben zu zweit nicht mal alles aufgegessen. Also wenn wir uns einen Topf voll Pasta mit Gemüse-Tomaten-Sauce machen, bekommen wir das ohne Probleme aufgegessen. Vom Rohkost-Essen bleibt immer noch etwas für den nächsten Tag übrig, auch wenn es so sehr schmeckt.

Nach dem Essen habe ich dann noch einen Zitronen-Käsekuchen mit Beeren vorbereitet, der jetzt im Gefrierfach darauf wartet, vernascht zu werden. Mein erstes Rezept, in dem ich Lecithin verarbeitet habe und ich bin überrascht, wie diese Zutat wirkt. Die Kamut-Keimlinge für die Pizza, die ich auch noch machen will, keimen fleißig vor sich hin und sind morgen sicher bereit, um verarbeitet zu werden. Daraus kann man übrigens auch Burger-Brötchen machen, was ich auch noch ausprobieren will.

Ich glaube, meine zwei Wochen reichen nicht aus, um all die leckeren Rezepte nachzumachen. Aber wenn ich wieder arbeiten muss, habe ich definitiv nicht genug Zeit, um so weiter zu machen. Ich habe schon überlegt, wie viel man wohl am Wochenende vorbereiten könnte. Zum Beispiel könnte man so etwas wie Humus, andere Dips und Dressings, die sich halten, zubereiten und in den Kühlschrank stellen. Vieles hält sich auch länger, wie z. B. der Kuchen und Kekse. Obststücke lassen sich super einfrieren und dann morgens für Smoothies auftauen. Vielleicht könnte ich jeden Samstag einen Wochenplan aufstellen und dafür dann einkaufen und vorbereiten. Habt ihr Tipps?

Was mich die letzten Tage am meisten nervt, ist die ganze Spülerei. Allein den Mixer, den Blender und die Küchenmaschine habe ich zigmal spülen müssen. Ebenso sämtliche Messer, Schneidebretter und Schüsseln. Ständig sind Arbeitsflächen wieder dreckig … Aber gut, normalerweise mache ich auch nicht so viele Desserts, wie momentan. Generell arbeite ich kaum nach Rezept. Das wird sich nach meinem Urlaub eh wieder ändern. Dafür lerne ich jetzt eine Menge über diverse Zutaten, mit denen ich kaum gearbeitet habe. Nüsse kamen kaum oder sogar nie in’s Essen, Chiasamen nur für den wunderbaren “Life changing loaf of bread”, Hanfsamen nur geröstet über Salat. Auch Sprossen haben wir nur sporadisch verwendet. Auf der anderen Seite bin ich negativ überrascht darüber, wie viel mit Süßungsmitteln gearbeitet wird: Agavendicksaft, Ahornsirup, Palmzucker, Trockenfrüchte, Stevia, Xylitol … Dazu noch das ganze Obst. So viel Zucker nehme ich sonst nicht zu mir, würde ich behaupten und das werde ich auch wieder zurückschrauben.

Außerdem lerne ich gerade, die unterschiedlichen Eigenschaften der Küchengeräte einzuschätzen. Wann lieber den Blender, die Küchenmaschine, den Mixer oder den Pürierstab einsetzen? Wie lange darf man welche Nüsse mixen und wie lange dauert es, was im Dörrautomat zu trocknen. Im Buch “Raw & Simple” sind übrigens jede Menge Tipps zu Nährstoffen, zur Vorratshaltung, Küchenaustattung, zum Umgang mit diversen Zutaten und zum Zeit sparen. Außerdem findet man viele Ratschläge für einen gesunden Lebensstil. Ich kann das Buch für jeden Rohkost-Laien (wie mich) nur empfehlen.

Bisher habe ich sehr viel Spaß mit dieser Ernährung. Leider frisst das Ganze eine Menge Zeit und ich muss mich ab morgen unbedingt mit anderen Dingen beschäftigen, die im Urlaub noch dringend erledigt werden wollen.

schoki

Mein Rohkostexperiment – Tag 4

PilzeHeute war ein produktiver Urlaubstag. Endlich nicht einkaufen müssen, endlich mal was schaffen. Außerdem geht es mir richtig gut, ich bin motiviert und aktiv. Zum Frühstück gab es einen Smoothie aus Ananas, Banane, Apfelsaft, Salat und gemahlenen Erdmandeln. Super lecker und super sättigend. Nach meinem langen Hundespaziergang im Wald habe ich erst noch den Rest Smoothie getrunken und danach mit der Vorbereitung diverser Rohkost-Gerichte begonnen. Das Ganze ging über in ein Um- und Aufräumen der Küche, um mal ein wenig Ordnung zu schaffen und endete im vollumfänglichen Hausputz. :)

Übermorgen möchte ich Rohkost-Pizza machen, wofür ich heute schon Kamut in’s Keimglas geben musste. Für die Pizza muss man min. zwei Tage Keimzeit, Einweichzeit von zwei Stunden und Trockenzeit von ca. vier Stunden einplanen. Ich weiß jetzt, was Slowfood ist! Den Veggie-Parmesan, der auf die Pizza kommt, habe ich heute schon gemacht, weil er sich hält und man ihn auch für andere Gerichte nutzen kann. Außerdem spart es Sonntag ein wenig Arbeit.

Mittags wollte ich eigentlich Salat essen, aber da ich so im Aufräum- und Putzwahn war, habe ich mich auf die Schnelle mal wieder mit einem Riegel begnügt. Der war aber auch völlig okay. Abends gab es dann Champignons aus dem Dörrautomat mit Soyananda gefüllt und Ruccola-Paprika-Salat mit Vinaigrette und Veggie-Parmesan.

AepfelUnd als Nachtisch gab es dann den Oberhammer! “Überbackene Äpfel mit Ahornsirup-Creme”. Äpfel, Trockefrüchte, Nüsse, Lebkuchengewürz, mehrere Süßungsmittel … Das ist so lecker, das kann gar nicht gesund sein. Vermutlich heißt roh auch nicht unbedingt gesund. Aber das war mir heute egal. Dieses Dessert hat mich so glücklich gemacht! Und ich war schon nach einer Mini-Portion pappsatt. Das bin ich jetzt noch. Der Aufwand hat sich wirklich gelohnt (Nüsse über Nacht einweichen, min. eine Stunde Zubereitung und dann noch mal eine Stunde Trockenzeit).

Da heute Freitag ist, kam auch unsere Biokiste. Leider weiß ich jetzt gar nicht, was ich mit dem Lauch, den Pastinaken, Möhren und Schwarzwurzeln machen soll. Ich hoffe, die halten sich eine Weile. Oder ich koche etwas und friere es ein – ich habe ja Zeit. ;)